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Von A wie Apfelgarten bis Z wie Zisterzienser

Fachwerkkirche in Saathain, Foto: D. Willeke

Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft bietet neben seinen reizvollen landschaftlichen Besonderheiten auch viele Denkmäler, Museen und Kirchen, die von der wechselvollen Kulturgeschichte der Region Zeugnis ablegen.

Bodenschatzabbau & Müller's Lust

Über mehrere Jahrhunderte fand der Abbau von Bodenschätzen im Gebiet des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft statt. Waren es zunächst Lehm für Ziegel bzw. Raseneisenstein und Grauwacke, die zum Bau von Kirchen und Straßen verwendet wurden, so erkannte man bald in den feuchten Niedermoorstandorten Ton und Torf als wertvolle Materialien für das einheimische Handwerk bzw. als Brennstoff.

Vor mehr als 150 Jahren begann dann das Schürfen nach dem „Schwarzen Gold“, der Kohle. Beträchtliche Flächen des Naturparks wurden seit 1847 durch den Braunkohlebergbau geprägt . Insgesamt hinterließen hier mehr als 40 bergamtlich registrierte Gruben sowie 7 Brikettfabriken ihre Spuren. Bis in die jüngste Vergangenheit wurde Braunkohle in der Region gefördert, sowohl im Tief- als auch im Tagebau. Heute wird als einziger verbliebener Bodenschatz nur noch Kies für die Baustoffindustrie gewonnen. Im Naturpark können Sie in zwei großen Besucherbergwerken auf den Spuren der Braunkohle (die Förderbrücke F60 in Lichterfeld sowie die Brikettfabrik Louise in Domsdorf) wandeln. Glück auf!

Die Energiegeschichte der Region wird aber auch durch die Vielzahl der Mühlen deutlich. Etwa 180 Mühlen gab es im 18. Jahrhundert in der Region. Einige sind liebevoll restauriert worden und haben den Stürmen der Zeit standgehalten. Wenn sich riesige Mühlräder wieder in Schwung setzen, kann man hautnah erleben, mit welchen einfallsreichen Konstruktionen unsere Vorfahren die Kräfte der Natur für sich dienstbar machten.

Mönchsspuren, Gartenkunst und Museumsschätze

Viele Kirchen im Naturpark kamen durch die Besiedlung der Zisterzienser zustande. Oft hat jedes Gotteshaus einen individuellen Baustil, als Rohmaterial wurden Feldstein, Raseneisenstein oder Backstein verwendet. Aber auch zahlreiche Fachwerkkirchen sind zu bewundern.

Auch in den Gärten des Naturparks wird Kulturgeschichte erlebbar. Im Gutspark Saathain kann man aus dem alten Rosengarten heraus die wunderschöne Fachwerkkirche bestaunen. Im malerischen Pomologischen Schau- und Lehrgarten in Döllingen dagegen kann man alte Streuobstkultur hautnah erleben und unter 400 verschiedenen Obst- und Beiobstsorten wandeln.

Das Bauernmuseum in Lindena und das Weißgerbermuseum in Doberlug-Kirchhain veranschaulichen handwerkliche Traditionen in der Region.

Von Lukullus' Tisch in Morpheus' Arme

Kulinarische Highlights der Region servieren die Restaurants der Regionalen Speisekarte. Vom Niederlausitzer Heidelamm über Niederlausitzer Karpfen bis zu Apfelgerichten in den Niederlausitzer Apfelwochen bieten die 14 Mitglieder der Initiative "Regionale Speisekarte" stets kulinarischen Genuss auf höchstem Niveau.

Unterkünfte finden Sie direkt buchbar auf der Internetseite der Tourismusmarketing Brandenburg mbH www.reiseland-brandenburg.de.

oder auf der Seite des Tourismusverbandes Elbe-Elster Land e. V. (ohne Buchungsfunktion).