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Pilotprojekt zur Wiederansiedlung des Auerhuhns (Tetrao urogallus) in Brandenburg

Foto: Siegfried Klaus

Das Auerhuhn (lat. Tetrao urogallus) war einst der Charaktervogel der beerstrauchreichen Kiefernheiden und Traubeneichenwälder in der Lausitz. Im 20. Jahrhundert verschlechterten sich die Lebensbedingungen für die Auerhühner und die Bestände gingen immer weiter zurück. Zu spät erkannte man, wie dramatisch die Situation war. Trotz einiger Schutzbemühungen konnte das lokale Aussterben nicht mehr verhindert werden. Die letzte Henne wurde 1998 in der Rochauer Heide gesichtet. Seitdem gilt die Art als verschollen.

Eine kleine Gruppe von engagierten Naturschützern, Förstern, Jägern und privaten Waldbesitzern wollte sich damit nicht abfinden, dass das Auerhuhn für immer aus den Lausitzer Wäldern verschwunden sein sollte. Sie schlossen sich in der Arbeitsgruppe „Auerhuhn“ zusammen, um die Bemühungen zur Wiederansiedlung  der Art voranzutreiben. Mehr als 15 Jahre haben die Vorbereitungen dafür in Anspruch genommen.

Im November 2011 war es endlich soweit - mit der aktiven Umsetzung des Vorhabens konnte begonnen werden. Im Rahmen einer dreijährigen Pilotstudie soll nun überprüft werden, ob sich durch die eingeleiteten Maßnahmen (z.B. Waldumbau, Auflichtung der Bestände, Wiedervernässung von Mooren) die Lebensbedingungen für die Auerhühner wieder verbessert haben, so dass den Tieren ein langfristiges Überleben in der Region möglich ist.

Träger des Projektes ist der Förderverein Naturpark Niederlausitzer Heide Landschaft e.V. Kooperationspartner sind die Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft und Niederlausitzer Landrücken, der Landesbetrieb Forst Brandenburg, die Deutsche Bundestiftung Umwelt (DBU) in Verbindung mit dem Bundesforstbetrieb Lausitz , Lutz Freytag Hanseforst KG sowie die schwedische Bezirksregierung Västerbotten und die Swedish Association for Hunting and Wildlife Management. Unterstützt wird das Projekt finanziell von der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ und von der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg. Ermöglicht wurde das Vorhaben durch die Bereitstellung von Fördermitteln der EU und des Landes Brandenburg. Die zuständige Verwaltungsbehörde ist das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung Luckau.

Kontakt: Lars Thielemann, Leiter der Naturparkverwaltung Niederlausitzer Heidelandschaft

 

Markt 20, 04924 Bad Liebenwerda

 

Telefon: 035341/ 615-16

Email: lars.thielemann(at)lfu.brandenburg.de auerhuhn(at)naturpark-nlh.de