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Auerhühner fühlen sich wohl

Hahn in der Liebenwerdaer Heide, Foto: Christoph Gehrecke

Auswertung des Wiederansiedlungsprojektes abgeschlossen

Das Projektjahr 2014 neigt sich dem Ende zu und damit auch das Pilotprojekt zur Wiederansiedlung des Auerhuhns in der Niederlausitz. In Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften (FIB) in Finsterwalde wurden umfangreiche Telemetriedaten von insgesamt 60 ausgesetzten schwedischen Wildfängen hinsichtlich Verlustursachen / Überlebensdauer, Raum- und Habitatnutzung ausgewertet. Anhand dieser Daten sollte geklärt werden, ob eine Wiederansiedlung des Auerhuhns im Waldkomplex „Finsterwalder Ring“ erfolgreich sein kann und die Lebensbedingungen für diesen scheuen Waldvogel auf großer Fläche wieder gegeben sind. Die Ergebnisse liegen nun vor und wurden auf der Jahrestagung des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft und in den Kuratorien beider Naturparke (Naturpark Niederlausitzer Landrücken) im November erstmals öffentlich präsentiert.

Foto: Christoph Gehrecke

Der Fang und die Translokation schwedischer Wildvögel wurde erfolgreich praktiziert und steht als geeignete Methode für eine Wiederansiedlung zur Verfügung. Die Tiere zeigten insbesondere im Vergleich zu anderen Stützungs- und Ansiedlungsprojekten eine hohe Überlebensfähigkeit. Mit Hilfe einer Habitatmodellierung konnten in den Projektgebieten Liebenwerdaer und Rochauer Heide und in dessen Umfeld insbesondere in den großen Waldgebieten geeignete Lebensräume identifiziert werden. Daher wird empfohlen aufbauend auf den Erfahrungen des Pilotprojektes einen unmittelbaren Anschluss eines Wiederansiedlungsvorhabens im Jahre 2015 zu gewährleisten. Weiterhin wird eine verstärkte Kooperation mit Waldbesitzern und Waldbewirtschaftern angestrebt um die identifizierten Schwerpunkträume gezielt weiter zu entwickeln. Das Auerhuhn hat damit eine Perspektive in der Niederlausitz. (FV/D. Sachs)

"Grün ist Bunt": Startschuss für das neue Mit-Mach-Projekt für 10 bis 21-Jährige

Zugepackt und mitgemacht bei "Grün ist Bunt", Foto: Archiv Naturpark

Projektideen zum "Wilden Garten" können bis 31. Januar 2015 eingereicht werden

Kurz vor Weihnachten fällt der Startschuss für die neue Mit-Mach-Aktion des Naturparks „Grün ist Bunt“ in Kooperation mit der Volksbank Elsterland eG. Zu einem jährlich wechselnden Thema sind Jugendliche zwischen 10 und 21 Jahren aufgerufen gemeinsam mit Partnern Dauerhaftes für die Natur in der Heimat zu schaffen. „Grün ist Bunt“ soll zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen,  Interessierte können sich mit einer Projektidee bis zum 31. Januar 2015 bewerben. Das beste Konzept wird von einer Jury ausgewählt und von der Volksbank Elsterland eG mit 700€ unterstützt. Teilnehmen können Projekte in allen Kommunen sowie angrenzenden Kommunen des Naturparks, die Umsetzung muss im Jahr 2015 erfolgen.

Das Besondere an der Aktion ist es, dass die Kosten nicht vorverauslagt werden müssen. Oft scheitern kleine Initiativen im Biotop- und Artenschutz daran, dass genau diese Mittel nicht da sind. „Grün ist Bunt“ setzt genau dort an: mit einer Projektskizze können sich junge Menschen – Freunde, Arbeitsgemeinschaften, Schülerteams, Vereine-  bewerben, und die Volksbank finanziert dann die Umsetzung der Projektidee, man geht also nicht in Vorleistung.

 „Grün ist Bunt“ steht 2015 ganz im Zeichen des „Wilden Gartens“. Teilnehmer können die Vielfalt der Arten und Lebensräume im Garten vor der Haus- oder Schultür kennen lernen indem sie zum Beispiel Nistgelegenheiten anbringen, eine Streuobst- oder Schmetterlingswiese anlegen oder einen Garten naturnah umgestalten. Der Idee der Teilnehmer sind keine Grenzen gesetzt, das Team des Naturparkhauses hilft gern bei der Umsetzung.

Was muss man tun um teilzunehmen? Unter www.naturpark-nlh.de/gruenistbunt können die Formulare für die Anmeldung, Kostenplan und Projektskizze heruntergeladen werden. Diese bitte bis spätestens 31. Januar 2015 an Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, „Grün ist bunt“, Naturparkhaus, Markt 20, 04924 Bad Liebenwerda senden. Vollständige Teilnahmebedingungen unter www.naturpark-nlh.de.  (FV/NW)

Wissenswertes zu Biber und Wolf

Zur besseren Information über den Wolf findet der Gast jetzt einige Informationen zu diesem scheuen Tier im westlich von Doberlug-Kirchhain gelegenen Waldgebiet in unmittelbarer Nähe der Wolfssäule. Foto: Archiv Naturpark

Neue Informationstafeln aufgestellt

Seit etwa zwei Wochen finden Wanderer und Radfahrer neue Informationstafeln in der Landschaft.

So wurde in Absprache mit dem zuständigen Revierförster der neu entstandene Rastplatz an der Wolfssäule im Waldgebiet bei Doberlug-Kirchhain mit einer Tafel zum Wolf ergänzt. Neben einem kurzen Steckbrief erfährt man auch einiges über das Sozialverhalten von Wölfen, seiner Beziehung zum Menschen oder seinem Nahrungserwerb. Dass die Rückkehr des Tieres nicht frei von Konflikten ist wird ebenso erwähnt wie Mythen und Legenden die sich um den Wolf ranken.

Informationen zu einem weiteren Säugetier, dem Biber, findet man an zwei Orten. Eine Tafel steht an der Brücke über die Kleine Elster am Heiligen Hain und eine weitere an der Elstermühle in Plessa. Auch wenn der fleißige Baumeister im Naturparkgebiet an Flüssen und Gräben fast flächendeckend vertreten ist, kann der Interessierte sicher noch so einiges Wissenswertes auf der Informationstafel über den Biber erfahren. (NPV/C. Schladitz)

Gelber Schnabel, blauer Ring

Singschwan auf den Maasdorfer Teichen, Foto: Daniela Sucker

Bruterfolg der Singschwäne im Naturpark

Neben den weitverbreiteten Höckerschwänen tauchen immer häufiger Singschwäne in Brandenburg und Sachsen als Brutvögel auf. Auch im Naturpark gab es seit längeren Brutzeitbeobachtungen. Bereits Ende der 1990er Jahre gab es undokumentierte Brutversuche im Süden des Naturpark, leider erfolglos und nicht von Bestand. Im Jahr 2012 konnte dann eine Brut im nördlichen Bereich des Naturparks sicher beobachtet werden, hier schlüpften aus 5 Eiern 4 Jungtiere. Allerdings konnte in den darauffolgenden 2 Jahren an diesem Gewässer kein Nachwuchs mehr entdeckt werden. Die Schwäne balzten zwar noch, waren danach aber nicht mehr am Gewässer nachzuweisen. 2014 wurde an einer anderen Teichgruppe das Nest eines Singschwanpaares entdeckt. Hier führten die Schwäne ein noch nicht flügges Jungtier. Ob es im Jahr zuvor bereits zu einer Reproduktion an diesem Gewässer gekommen ist, ist nicht sicher dokumentiert, aber sehr wahrscheinlich. Möglicherweise handelt es sich hier um ein und dasselbe Paar, welches zwischen den Gewässern wechselt. Bisher ist nichts bekannt geworden, dass Singschwäne zeitgleich an beiden Gewässern beobachtet werden konnten.

Singschwan, Foto: Archiv Naturwacht

Ein Teil der Tiere wird in unterschiedlichen Projekten an ihren Überwinterungsorten oder direkt am Geburtsort beringt, zum Teil mittels fernablesbarer Individualmarkierungen. Diese farbigen „Halsringen“ mit ihrer individuellen Zahlen- Buchstaben- Kombination lassen sich bereits aus größerer Entfernung ablesen und so können sehr interessante Informationen über den Lebenslauf dieses Tieres gewonnen werden ohne ihn wieder einfangen zu müssen.

So hielt sich beispielweise ein im Jahr 2013 in Lettland geschlüpftes und dort beringtes Männchen in seinem ersten Winter im Großraum Lüneburg auf, so wie es viele seiner Artgenossen aus Lettland tun. Im darauf folgenden Frühjahr zog es ihn allerdings nicht zu seinem Geburtsort zurück, er konnte ab Mai regelmäßig zwischen Höckerschwänen an den Maasdorfer Teichen beobachtet werden. Mit Beginn der Herbstzugzeit verließ er dann die Teiche um sich im Nachbar- Naturpark am Lugkteich bei Brenitz seinen Artgenossen anzuschließen. Da Singschwäne in der Regel erst im dritten Lebensjahr zur Brut schreiten stellt sich für das Jahr 2015 die interessante Frage, ob er dies möglicherweise in unserer Region tun wird. (NW)

Rotary Club unterstützt Spürnasenferien im Naturparkhaus

Detlev Leissner vom Rotary Club und Ilona Ertle (l.) und Sandra Spletzer vom Naturparkhaus

Neue Kooperation zunächst für drei Jahre

Der Rotary Club Herzberg unterstützt für die nächsten drei Jahre die Spürnasenferienaktion des Naturparkhauses mit jährlich 1000 Euro. Die Spürnasenferienaktion bietet Schulkindern in den Brandenburger Schulferien im Naturparkhaus Bad Liebenwerda ein buntes Mit-Mach-Programm rund um naturkundliche Themen und die Region. Dieses Jahr konnten sich Ferienkinder erstmalig mit Themen wie Recycling und Energieeffizienz spielerisch auseinandersetzen. „Die Begeisterung für die Spürnasenaktion ist ungebrochen. Mit den thematischen Veranstaltungen wollen wir das Interesse der Kinder für die Natur wecken”, sagt Umweltpädagogin Ilona Ertle. Oft kommen sogar Eltern und Großeltern mit zu den Aktionstagen, die in den Sommer-, Herbst- und Winterferien durchgeführt werden. Das Team des Naturparks sagt „Danke!“. (FV)

Heimischer Fisch - Frisch serviert

Fischer Martin Keil von der Hammermühle in Lindena, Foto: Dietmar Seidel

Karpfenwochen im Naturpark vom 30. Dezember 2014 bis 28. Februar 2015

Von 30. Dezember bis zum  28. Februar 2015 finden im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft zum 3. Mal die Niederlausitzer Karpfenwochen statt. In diesem Zeitraum bieten 12 Wirte der Regionalen Speisekarte den Karpfen in besonderen kulinarischen Variationen an. Man kann sich von der Vielfalt der Zubereitungsmöglichkeiten überraschen lassen und viel Wissenswertes und Interessantes über die Teichwirtschaft und die Fischzucht erfahren.

Obwohl der Ursprung dieser kulinarischen Delikatesse in die Zeit der Griechen und Römer fällt, hat der Speisekarpfen mittlerweile in der Niederlausitzer  Küche einen festen Platz gefunden. Er ist ein Erzeugnis traditioneller Teichwirtschaft, auch mit einer mehrere Jahrhunderte alten Geschichte im Naturpark. So gilt der Hammerteich Doberlug als der älteste Teich der Niederlausitz.  Er entstand ursprünglich durch den Abbau von Raseneisenstein für Bauzwecke im Mittelalter. In Thalberg wurden ab 1530 die Teiche  durch Frondienste ausgehoben und die Kurfürsten mit frischem Fisch beliefert. Heute wird durch die Teichwirtschaftsbetriebe Thalberg und Hammermühle Karpfenteichwirtschaft auf ca. 250 ha Teichfläche betrieben.

Teiche sind Bestandteil der Kulturlandschaft. Ohne die menschliche Instandhaltung würde es zur Verlandung kommen. Sie  dienen als Erholungslandschaft und beeinflussen positiv den Wasserhaushalt der Region. Sie spielen eine wichtige Rolle im Biotop- und Artenschutz und bieten Raum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Deshalb ist es wichtig, das Wirtschaften an und um den Teich zu sichern und den Teichwirten eine dauerhafte Einkommensquelle zu bieten.

Foto: Krausch

Der Niederlausitzer Karpfen kommt den Erwartungen des Verbrauchers optimal entgegen: sie werden auf naturnahe Weise in extensiver Form auf der Grundlage von Naturnahrung und Getreide herangezogen. Fischgerechte Produktion und kurze Vermarktungswege „Frisch vom Teichwirt” garantieren einzigartige Frische und einen ausgezeichneten Geschmack. Doch der Niederlausitzer Karpfen schmeckt nicht nur, er ist auch gesund. Er ist reich an Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren und dazu kalorienarm. Karpfen haben fünf mal weniger Fett als Lachs. Deshalb genau das Richtige für eine gesunde und bewusste Ernährung. Für viele Kunden waren bisher die Gräten  im Karpfen ein Problem.  Dank eines Grätenschneiders, die Teichwirte haben sich diesen zugelegt, muss niemand mehr auf den gesunden Genuss verzichten.

Genießen kann man die Leckerbissen in folgenden Gaststätten:

1.    Gaststätte „Zum Goldenen Löwen“ Hohenleipisch
2.    Landgasthof „Zu den Drei Rosen“ Winkel
3.    Hotel & Cafe Arcus Elsterwerda
4.    Gasthof „Zum Elstertal“ Zeischa
5.    Oberer Gasthof Hirschfeld
6.    Waldschänke Bad Erna, Doberlug-Kirchhain
7.    Finsterwalder Brauhaus, Finsterwalde
8.    Parkrestaurant Holzhof Elsterwerda
9.    Hotel Zum Vetter, Restaurant Vetternwirtschaft Finsterwalde
10.    Restaurant „Erblehngut“ Massen
11.    Gaststätte "Parkschlösschen" Maasdorf
12.    Gasthof "Zur Linde" Saathain (NPV)

Naturparkhaus unterstützt Wettbewerb des Landkreises

Die 5. Klasse der Berggrundschule Doberlug mit Klassenlehrerin Frau Hettwer und Ilona Ertle vom Naturparkhaus, Foto: Archiv Naturpark

"Klimaschutz ist (eine) Kunst" läuft noch bis März in den Grundschulen in Elbe-Elster

Noch bis März läuft der Wettbewerb des Landkreises zum Thema „Klimaschutz ist (eine) Kunst“ im Rahmen des Aktionsplans zur Klimaschutzregion Elbe-Elster. 11 Gruppen im Grundschulalter haben sich beworben und informieren und bilden sich in einem von vier Themenbereichen um im Anschluss Exponate zum Thema anfertigen zu können, die nach Abgabe am 31. März 2015 ausgestellt werden.

In zwei der vier Themenbereiche des Wettbewerbs – „Vorhang auf für Klimaschutz“ und „Recycling mal anders“-  werden die Grundschüler vom Team des Naturparkhauses Bad Liebenwerda mit einem Bildungsangebot unterstützt. Umweltbildnerin Ilona Ertle geht im Programm „Donnerwetter – Wetter, mehr als Regen und Sturm“ den Unterschieden zwischen Wetter und Klima auf den Grund. Was jeder einzelne dabei für den Klimaschutz tun kann wird spielerisch thematisiert. Im Programm „Vom Wald zum Buch – Papierherstellung unter der Lupe“ erfahren die Schülerinnen und Schüler wie Papier hergestellt wird, welche Rohstoffe zur Papierherstellung benötigt werden  und warum dies Umwelt und Klima belastet. Beide Programme sind für Schulklassen auch im Naturparkhaus buchbar.

Elf Teilnehmergruppen nehmen das Angebot des Naturparkhauses wahr und lassen sich zu einem von beiden Themen bilden. Im November 2014 nahm die 5. Klasse der Berggrundschule in Doberlug-Kirchhain mit Lehrerin Sabine Hettwer begeistert am Programm „Vom Wald zum Buch“ teil. (FV)

Heide mal anders

Foto: Archiv Naturwacht

Exkursion mit den Freiwilligen der Naturwacht in die Gohrischheide

Zum Abschluss eines erfolgreichen Jahres fand am 2. Dezember 2014 die traditionelle Weihnachtsexkursion der Naturwacht Niederlausitzer Heidelandschaft mit ihren Freiwilligen statt. Dabei ging es dieses Jahr in die Gohrischheide. Nachdem uns unser freundlicher Kollege Kaj Krumbiegel von der NSG Verwaltung Königsbrücker Heide und Gohrischheide, die Geschichte des ehemaligen Militärgeländes erklärt hatte, ging es auch schon los mit der Führung durch das Naturschutzgebiet. Wir fuhren mit Kleinbussen durch das Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes und hielten immer wieder für kleine Wanderungen an. Uns wurden an den verschiedensten Stellen die ökologischen und militärhistorischen Besonderheiten gezeigt. So sahen wir unter anderem die Heide, die leider im Winter nicht mehr blüht, aber auch große Ginsterflächen, die es in unserem Naturpark in dieser Form nicht gibt.

Zwischendurch hielten wir unter anderem in der Nähe eines Haufen aus alten Betonteilen. Wir fragten uns, warum man uns diese Reste des russischen Militärs zeigte. Doch dann erklärte Kaj uns, dass in den Betonblöcken Munition eingemauert ist. Plötzlich sahen wir das Problem und staunten über die Art der Munitionsentsorgung. Da auf ähnliche Weise ein Großteil des Geländes verseucht ist, wurde es für uns nachvollziehbar, dass man ohne eine Führung nicht in das Schutzgebiet darf und die Wege auf keinen Fall verlassen sollte. Allerdings entsteht durch dieses Betretungsverbot auch eine einzigartige Naturentwicklungszone mit vielen seltenen Pflanzen.

Neben der Vergangenheit berichtete unser sächsischer Kollege auch über die Zukunftspläne in der Gohrischheide. Demnach soll ein Teil des Gebietes für mit einem Rundwanderweg und einem Aussichtsturm für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Foto: Naturwacht

Nach dem Ende der lehrreichen Führung kehrten wir in ein nahegelegenes Restaurant ein. Dort konnten wir uns aufwärmen und es uns gut gehen lassen. Gemeinsam mit unseren engagierten Helfern ließen wir so das Jahr Revue passieren.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für die Mithilfe durch die Freiwilligen!
Sei es bei Aktionen wie an den Unkenteichen oder der Kleinen Elster im Februar diesen Jahres, beim Fertigstellen des Insektenhotels während des Sommer-Naturschutz-Camp oder bei Kartierungen.
Ohne unsere tatkräftigen Unterstützer könnten wir manche Projekte nicht so einfach umsetzen. (NW)

Fotowettbewerb 2015

Schüttrippen im Tagebaurestloch 124 bei Tröbitz, Foto: Archiv Naturpark

Landschaft im Wandel

In diesem Jahr passt sich der Naturpark mit dem Thema des Fotowettbewerbs  an die Kampagne von Kulturland Brandenburg an. Dies ist sicherlich nicht ganz einfach im Foto umzusetzen. Hier sind deshalb ein paar Anregungen. Landschaft ist meist träge, so entstehen Moore über Jahrtausende, Wälder wachsen mehr als ein Jahrhundert. Viel schneller ändert sich das Bild, wenn der Mensch Einfluss nimmt. Trockenlegungen von Mooren, Abholzungen von Wäldern aber auch Rekultivierungen zeigen immer  wieder den Einfluss des Menschen.

Wer die Zukunft gestalten will, sollte bei aller Veränderung die Vielfalt und die Eigenarten der Wälder, Äcker, Obstwiesen, Flüsse und Teiche oder Dörfer unserer Heimat als erhaltenswert berücksichtigen. Aber generell steht Landschaft nicht nur für Kontinuität, sondern auch für Veränderung. Natürlich verändert sich die Landschaft auch mit den Jahreszeiten.
Und wenn man ganz konkret auf die Landschaften im Naturpark schaut, dann steht die Bergbaufolgelandschaft oder auch die Kleine Elster mit den neu angelegten Flussschleifen ganz besonders im Fokus einer sich ständig verändernden Landschaft.

Wir, der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft sind jedenfalls ganz gespannt, wie dieses Thema aufgegriffen und umgesetzt wird. Bis Mitte Mai 2015 sollten die Fotos beim Naturpark eingereicht werden. Der genaue Termin wird noch in der Presse bekannt gegeben. Weitere Infos gibt es hier (NPV/C. Schladitz).

Naturpark zieht Bilanz

Schüler der Kreismusikschuel zur Jahrestagung, Foto: Archiv Naturpark

Jahrestagung in Doberlug am 27. November 2014

Auf der traditionellen Jahrestagung, wiederum im Refektorium in Doberlug-Kirchhain, zog der Naturpark für das vergangene Jahr Bilanz. So präsentierte sich der Naturpark in der Region u.a. über die Regionale Speisekarte mit derzeit 14 beteiligten Gaststätten, den Aktionen Heidelamm-, Apfel- und Karpfenwochen, der Neuauflage des Regionalen Einkaufsführers, dem Fotowettbewerb (diesmal mit Rekordbeteiligung), den Ranger-Touren und der Rucksackschule der Naturwacht, der Spürnasenferienaktion, dem Sommer-Naturschutzcamp und der Ausgestaltung von thematischen Radtouren.

Neben dem Auerhahnprojekt wurde ganz praktisch der Pflanze Arnika sozusagen unter die Arme gegriffen. Nachdem in den letzten Jahren Samen gewonnen worden waren und an der Potsdamer Universität davon Pflanzen gezogen worden, erfolgte jetzt ein Ausbringen der Jungpflanzen an geeigneten Standorten. In den nächsten Jahren soll deren Entwicklung weiter verfolgt werden. In der Aktion "Junge Bäume für eine alte Kulturlandschaft" hat der Naturpark zum Erhalt von Streuobstwiesen in diesem Jahr 300 Bäume verschenkt und weitere 330 kostengünstig beschafft.

Berichtet wurde auch über eine Analyse der dwif-Consulting GmbH. Diese untersuchte die ökonomischen Effekte verschiedener Naturparks. So sind 2012 in unseren Naturpark 3,7 Millionen Euro geflossen. Das entspreche einem Arbeitsplatzäquivalent von 116 Menschen. Damit wird deutlich, dass ein Grossschutzgebiet "klare regionalökonomische Effekte“ in die Region bringt.

Blumen gab es zum Ende seines Bundesfreiwilligendienstes für Peter Kümmel, der im vergangenen Jahr die Arbeit des Naturparkteams stark unterstützt hat. (NPV/C. Schladitz)

„Auf den Spuren der Mönche von Dobrilugk“

"Kräuter"-Mönch in Oppelhain, Foto: Archiv Naturpark

Rundtour mit Findlingen und Holzskulpturen

Sieben hölzerne Mönche erinnern im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft an die Zeit als zwischen dem 12. und dem 16. Jahrhundert der Zisterzienserorden in weiten Teilen die Landschaft erschloss.
Die Mönche bauten in Dobrilugk ein Kloster auf.

Sie machten die Gegend urbar und bewirtschafteten das Land. Sie rodeten Wälder, legten sumpfige Niederungen trocken sowie Fischteiche und Weinberge an und betrieben Bienenzucht. Im 13. Jahrhundert gehörten dem Kloster nahezu 60 Orte, Wirtschaftshöfe und andere Besitzungen. Die Zisterzienser prägten die typische Backsteingotik und hinterließen Baudenkmäler von höchster künstlerischer Vollendung. 1541 wurde das Kloster in Folge der Reformation aufgelöst.

Hinterlassen haben die Mönche Kirchen und Teiche sowie alte Flurnamen, die auf Nutzung zur Zeit der Zisterzienser schließen lassen.

Aufbauend auf einer Initiative des Heimatvereins von Doberlug-Kirchhain Anfang der 1990er Jahre hat der Naturpark eine 37 km lange, neue Rundtour „Auf den Spuren der Mönche von Dobrilugk“ entwickelt. Neben den landschaftlichen Schönheiten findet der Radler in jedem ehemaligen Klosterdorf entlang der Tour eine Holzskulptur in Form eines Mönchs. Und jeder dieser Mönche trägt ein Symbol für die Arbeit und das Wirken der Zisterziensermönche bei sich. Weinanbau, Kräuterkunde, Fisch- und Bienenzucht spielten damals ebenso eine wichtige Rolle im Leben der Mönche wie das Anfertigen von Scripten oder die ackerbauliche Bearbeitung des Landes.

Neben den Mönchen weisen beschriftete Findlinge darauf hin, dass man sich auf dem richtigen Weg befindet. Und das Thema soll auch im kommenden Jahr in der Arbeit des Naturparks eine Rolle spielen. So ist eine Neuauflage des gleichnamigen Faltblattes geplant.  (NPV)

Im Naturpark aufgespürt...

Graureiher im Winter, Foto: Holger Pietzsch

Beobachtungstipp: Grau und Weiß im Winter

Der Graureiher auch bekannt als Fischreiher, gehört wie der Storch zu den Schreitvögeln. Typisch für ihn ist ein langer, meist gerader, dolchartiger Schnabel, der scharfe Kanten zum Festhalten schlüpfriger Beute besitzt. Der Graureiher erreicht mit seinen bis zu 80cm Körperhöhe fast Storchengröße und verfügt über einen langen Hals, den er im Flug s-förmig trägt.

Silberreiher, Foto: Archiv Naturpark

Auch den Silberreiher kann man hier immer häufiger beobachten. Selbst in der dunklen Jahreszeit sind sie aufgrund ihres auffällig weißen Gefieders leicht zu entdecken. Als leuchtende Tupfer schreiten sie langsam durchs flache Wasser oder verharren mit fast waagerecht gehaltenem Körper und steif vorgestrecktem Hals, ehe sie blitzschnell nach ihrer Beute stoßen. Die eleganten Vögel wirken mitunter so exotisch als seien sie aus einem Zoo ausgebüxt. Etwa so groß wie Graureiher, sind sie jedoch schlanker, haben einen besonders langen Hals und erscheinen dadurch noch graziler als ihre grauen Kollegen.

Tipps zur Beobachtung: Wer einen Reiher in seinem natürlichen Umfeld beobachten möchte, macht sich am besten in den Abend- oder Morgenstunden auf die Suche. Zu diesen Zeiten kann man den Vogel beim Fischen an Wiesenbächen, flachen Seeufern oder Fischteichen beobachten. Tagsüber ist das elegante Tier auf den abgeernteten Feldern oder Wiesen zu sehen. (NPV)

Regionaler Küchenzauber

Leckeres Karpfengericht - Gräten waren gestern dank moderner Technik, Foto: Gasthof "Zum Elstertal"

Astrid Dehnz vom Gasthof "Zum Elstertal" in Zeischa empfiehlt:

Thalberger Karpfenfilets in knuspriger Haferflockenpanade

Für 4 Personen

4 Filets (a 200 g)
100 g Haferflocken
100 g Dinkelmehl
2 Zitronen
2 große Scheiben Ingwer
Grobes Salz
Schwarzer Pfeffer
Junge Knoblauchzehen mit Grün
2 frische Thymianzweige
200 g Butterschmalz zum Braten

Die Karpfenfilets mit Zitrone (frisch gepresst) beträufeln und mit Pfeffer und Salz bestreuen. Das Mehl mit den Haferflocken mischen. Aufgeschnittenen Knoblauch, die Ingwerscheiben und Thymianzweige im ausgelassenen Butterschmalz erhitzen. Die im Mehl panierten Filets im heißen Schmalz zuerst mit der Hautseite braten. (Das schützt die Filets vor dem Austrocknen). Mit Zitronenecken servieren.