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Erlebnis Heideblüte 2015

Heideblüte, Foto: F. Trosien

Rad- und Wandertouren, Feste und Angebote zur Purpurpracht

Von zartlila bis dunkelviolett leuchtet ab Mitte August wieder die Besenheide im Herzen des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft. Über 300 Hektar der Offenflächen des Naturschutzgebietes sind mit der Besenheide und weiten Silbergrasfluren bewachsen und bieten vielfältigen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Im mehr als 3.600 Hektar großen Naturschutzgebiet "Forsthaus Prösa" kann man heute, anders als noch vor einigen Jahren, das Blütenwunder mit eigenen Augen sehen. Erleben Sie jetzt die Faszination dieser Kulturlandschaft und lassen Sie sich beim Wandern, Radfahren, Reiten oder einem Ausflug mit dem Kremser von dieser violetten Pracht verzaubern. Kulinarische Angebote runden das Heideerlebnis ab.

Mit dem Fahrrad unterwegs, Foto: V. Rösler

Auf eigene Faust in die Heide

Der lila-farbene Heideteppich kann im Naturpark auf zwei Offenflächen erlebt werden. Die 10km2 große Heidefläche nördlich von Kraupa- angelehnt an ihre frühere militärische Nutzung in der Region als „Taktikgelände“ bekannt - ist für die Begehung freigegeben, es besteht jedoch – wie im gesamten Naturschutzgebiet „Forsthaus Prösa“ Wegegebot. Der nächstgelegene Waldparkplatz befindet sich 1km südlich der Heidefläche im Elsterwerdaer Ortsteil Kraupa. Die motorisierte Befahrung des NSG Forsthaus Prösa ist generell nicht gestattet.

 

Die zweite Heidefläche im Naturpark ist südlich von Friedersdorf gelegen und gemeinhin „Schießplatz“ genannt. Die nächstgelegenen Waldparkplätze befinden sich in Friedersdorf oder Hohenleipisch. Ein sehr schöner Blick in die abwechslungsreiche 8km2 große Offenfläche mit Besenheide, Silbergrasfluren, jungen Birken und Kiefern erschließt sich jedoch von der parallel zur Heidefläche verlaufenden Birkenallee.

Kremserfahrt in der Heide, Foto: Archiv Naturpark

Hoch auf dem gelben Wagen

Wem Wandern zu zeitaufwendig und Rad fahren zu beschwerlich ist, der kann die blühende Heide auch bequem vom Pferdekremser aus erleben. Mehrere Kremserunternehmen bieten Touren durch das Naturschutzgebiet an. Startpunkt und Routen können individuell mit den Anbietern vereinbart werden, viele Touren in die Heide starten von Hohenleipisch, Kraupa, Theisa oder Dobra. Mehr Informationen zu Kremserfahrten mit Anbieteradressen und Kontaktdaten gibt es im Flyer "Hoch auf dem Gelben Wagen".

Buchbare Angebote mit dem Kremser für Gruppen
sind die Halbtagestouren „Mit Heidefee und Pferdewagen“ und „Kaffeeklatsch mit Pferden“ der „Lobenburger e. V. – Verein für Heimat und Historie“.

Geführte Touren

Zahlreiche geführte Angebote an festen Terminen machen die Purpurblüte auf komfortable Weise erlebbar:

Samstag, 22. August 2015, 14:00 Uhr. Geführte Radtour von Bad Liebenwerda ausgehend in die Heide, 40km, Radreiseleitung: Lothar Wendt, Weitere Informationen unter www.badliebenwerda.de

Sonntag, 16. August, 23. August und Sonntag, 6. September 2015, 14:00 -17 Uhr, "Heidespaziergang", ab Markt 20, Bad Liebenwerda, Wanderung in die blühende Heide, 5€, Anmeldung bis 13 Uhr im Naturparkhaus, Besucherzentrum: Tel. 035341 471594, info(at)naturpark-nlh.de

Samstag, 29. August 2015: 14:00 Uhr. „Heidezauber“ - geführte Radtour vom Naturparkhaus in das Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa. Inkl. Heidepicknick mit Kaffee und Kuchen, Radreiseleitung: Naturparkhaus, Tickets 8€ im Vorverkauf bis 27. August 2015 beim Naturparkhaus erhältlich. Kontakt: info@naturpark-nlh.de, Tel. 035341 471594. Mehr Info unter www.naturpark-nlh.de

Sonntag, 30. August 2015, 9 Uhr. Wanderung mit dem TSV Lubwart am Lobenburgfest in die Heide. Start: Hohenleipisch, Festplatz 9, Streckenlänge: ca. 12 km, Leitung: Ilona Wendt, 035341/12065, 2€ pro Person, Anmeldung 1 Woche im Voraus. Weitere Informationen unter www.badliebenwerda.de

Sonntag, 5. September 2015, 10 bis 16 Uhr. RangerErlebnisTour „Schnucken gucken“, Exkursion in die Heide mit Besuch des Heideschäfers, Leitung: Naturwacht Brandenburg, 15€ Erwachsener/5€ Kinder, Anmeldung: bis Donnerstag, 03. September 2015 unter Angabe der Telefonnummer unter 035341 10192 oder heidelandschaft@naturwacht.de. Mehr Info unter www.naturpark-nlh.de

Am Samstag, den 29. August und Sonntag, den 30. August 2015 laden „Die Lobenburger e. V. – Verein für Heimat und Historie“ zur Heideralley, Lobenburgfest und Heidetag nach Hohenleipisch ein. Freizeitsport in der blühenden Heide – ob zu Pferd, zu Fuß oder mit dem Rad, ob Alt oder Jung, allein oder in Familie oder Verein – hier ist für jeden etwas dabei! Start. 9 Uhr an beiden Tagen auf dem Vereinsgelände der Lobenburger e. V., Dresdener Str., 04934 Hohenleipisch. Weitere Informationen unter www.lobenburger.de

Heidschnuckenbraten, Foto: F. Eichhorn

Heide kulinarisch - Niederlausitzer Heidelammwochen 

Nicht zuletzt kann man die Heide auch schmecken. Das Niederlausitzer Heidelamm ist ebenso wie Heidebräu und Heidehonig längst zur Spezialität der Region geworden. Köstliches Heidelamm kann man in folgenden Gaststätten der Regionalen Speisekarte in der Zeit der Heideblüte vom Samstag, 15. August  bis Freitag, 25. September 2015 in vielen kreativen Variationen genießen:

•    „Goldener Löwe“ Hohenleipisch
•    Landgasthof „Zu den drei Rosen“ Winkel
•    Parkschlößchen Maasdorf
•    „Goldener Hahn“ Finsterwalde
•    Oberer Gasthof Hirschfeld
•    Waldschänke Bad Erna

Heidehonig aus dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, spezielles Heidebräu sowie Heide- und Schafmilchseife können als attraktive Mitbringsel zur Heideblüte im Naturparkhaus Bad Liebenwerda (Markt 20, Tel. 035341 471594 oder info(at)naturpark-nlh.de) zum Verschenken oder selbst genießen erworben werden.

Schäfer mit Heidschnucken, Foto: Archiv Naturpark

Buchbare Angebote zur Heideblüte

Für Besuchergruppen ist folgendes Tages- und Mehrtagesangebot zur Heideblüte frei buchbar.

„Schnucken gucken“ mit den Rangern des Naturparks

Das frei buchbare Angebot „Schnucken gucken“ der Naturwacht Niederlausitzer Heidelandschaft entführt Sie mit einem fachkundigen Ranger für einen ganzen Tag in die Heidelandschaft. Natürlich darf bei so einer Exkursion ein Besuch des Schäfers beim Hüten seiner Heidschnuckenherde nicht fehlen. In einer Gaststätte der „Regionalen Speisekarte“ wird eine Mittagsrast eingelegt und wer möchte kann einen leckeren Schnuckenbraten probieren. Weitere Details unter naturpark-nlh.de/index.php;  

"Heideerlebnis für die Sinne"

Wald und Heide des Naturschutzgebietes „Forsthaus Prösa“ laden nicht nur zum einfachen Wandern und Radfahren ein. Hier finden Sie mit Elementen aus dem Thai Chi Entspannung bei einer Heidewanderung. Zwei Übernachtungen mit „Heidefrühstück“, eine geführte Wanderung durch Heide, Kiefernwälder und Moor mit Entspannungsübungen an besonders schönen Stellen sind enthalten, ebenso ein regionaltypisches Mittagessen, bei dem Heidschnucke auf den Teller kommt und am Abend ein gemütliches Beisammensein am Lagerfeuer mit gebratenem Stockbrot. Das Angebot ist von Mai bis Oktober an jedem letzten Wochenende im Monat buchbar. Details, Preise und Buchung unter naturpark-nlh.de/index.php

Botanische Besonderheiten entdeckt

Katzenpfötchen (Antennaria dioica) im NSG Loben, Foto: Naturwacht/P. Wießner

Wald-Läusekraut und Katzenpfötchen im Naturpark nachgewiesen

Bei einer Erfassung der Arnika-Pflanzungen im Naturpark mir Dr. Daniel Lauterbach und drei Studenten vom  Botanischen Garten der Universität Potsdam gelang dem Ranger Tino Gärtner der Wiederfund des Katzenpfötchens (Antennaria dioica). Die letzte Erfassung ist aus dem Jahr 2010. Diese unscheinbare, nur 5-20 cm große Pflanze ist auf sehr nährstoffarme Standorte angewiesen. In unserem Fall wächst sie in einem Borstgrasrasen trockener Ausprägung. Es wurden sogar männliche und weibliche Exemplare gefunden, was für den Fortbestand der Art wichtig ist.

Wald-Läusekraut (Pedicularis sylvatica) im NSG Seewald

Ein weiterer besonderer Fund gelang Tino Gärtner auf einer Lungen-Enzian Wiese: Das Wald–Läusekraut (pedicularis sylvatica). Dazu der Kommentar von Botaniker Dr. Hanspach: „Gratulation, die Pflanze sah ich zuletzt in den 1990er Jahren im Raschützwald bei Weißig a.R. und auf dem Rosenberg bei Ponickau.“

Diese Pflanze ist zweijährig und in Brandenburg „Vom Aussterben bedroht“. Das Wald-Läusekraut wird nicht größer als 20cm. Es besitzt mehrere Stängel. Die Seitlichen sind häufig niederliegend. Der mittlere Stängel ist aufsteigend und trägt fast von Grund auf rosa Blüten. Der hellbraun gefärbten Samen breiten sich durch den Wind aus.  (Naturwacht, Petra Wießner)

Erfolgreicher Projektabschluss für „Grün ist Bunt“ 2015

Die stolzen Sieger mit B. Schreiber von der Volksbank Elsterland eG und Vertretern des Naturparks Fot

Volksbank Elsterland eG überreicht Siegerplakette an AG Junge Imker

Erstmalig waren Jugendliche zwischen 10 und 21 Jahren im Dezember 2014 dazu aufgerufen sich mit einer Projektidee beim neuen Mit-Mach-Projekt des Naturparks  „Grün ist Bunt“ zu bewerben.  2015 drehte sich alles um den „Wilden Garten“, das Siegerkonzept wird von der Volksbank Elsterland eG mit 700€ unterstützt. In diesem Jahr gewann die AG Junge Imker der Grundschule Bad Liebenwerda rund um AG-Leiter Gunter Stiehler dem Wettbewerb. Ihre Idee: zusätzliche Bienenvölker anschaffen und nun auch Hummelvölker an der Grundschule Bad Liebenwerda zu bewirtschaften.

Am Donnerstag, den 2. Juli feierte die AG Junge Imker nun zusammen mit der Volksbank Elsterland eG und Vertretern des Naturparks den offiziellen Projektabschluss. Es wurde Resümee gezogen: dank des Preisgelds konnten zwei zusätzliche Bienenbeuten mit Völkern angeschafft werden, darüber hinaus wurden zwei Hummelkästen beschafft, die die jungen AGler stolz der Öffentlichkeit präsentierten. Gunter Stiehler berichtete stolz, dass durch diese Auszeichnung die ganze AG-Arbeit neuen Schwung gewonnen hat. Ein kleiner Wermutstropfen blieb jedoch: während die neuen Bienenvölker problemlos in die neuen Stöcke einzogen, hatte man dieses Jahr mit den Hummeln kein Glück. Mehrere Hummelköniginnen haben im Laufe des Frühjahrs schon in den neuen Hummelkästen „probegewohnt“ - leider hat sich am Ende trotz bester Bedingungen noch keine Hummeldame dauerhaft niedergelassen und ein Volk gegründet. „Für das nächste Jahr sind wir ganz zuversichtlich, dass das dann klappt“, ließ Gunter Stiehler verlauten.

Beate Schreiber – Marktbereichsleiterin der Volksbank Elsterland eG – freute sich sichtbar über die Erfolge und enthüllte zusammen mit Gunter Stiehler die Siegerplakette, die ab sofort die Infotafel auf dem Schulhof schmückt. Die begeisterten AG-ler überreichten den Vertretern der Volksbank und des Naturparks stolz als Dank selbstgezogene Kerzen aus eigenem Bienenwachs und ein Glas des ersten ge-schleuderten Honigs 2015. Im Anschluss feierten ausgelassene AGler mit der Volksbank und dem Naturpark den Projektabschluss bei Kaffee und Kuchen.

Das nächste Mitmachprojekt des Naturparks „Grün ist Bunt“ startet im Spätherbst 2016. (FV)

Ausstellung "Wolf und Mensch" des Naturparks ist ein Dauer(b)renner

Ausstellung "Wolf und Mensch" des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, Foto: Archiv Naturpark

Wolfsausstellung des Naturparks beliebter denn je - ausgebucht bis Frühjahr 2016

Die Wanderausstellung „Wolf und Mensch - Auf Spurensuche in Brandenburg“  wurde 2008/2009 im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft in Kooperation mit dem Landkreis Elbe-Elster entwickelt. Sie behandelt das durchaus ambivalente Verhältnis zwischen Isegrim und dem Menschen unter verschiedenen Aspekten wie naturkundliche Bedeutung des Wolfs, Jagdgeschichte oder der Wolf in Mythik und Volksglauben.

Die Ausstellung tourt als Wanderausstellung bereits seit 2010 durch verschiedene Ausstellungsorte in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Von Torgau bis Müllrose, Bad Düben und Jüterbog stieß sie an vielen Orten bereits auf großes Interesse.

Ursprünglich war vorgesehen, die Ausstellung nur bis 2013 laufen zu lassen. Aufgrund der großen Nachfrage wurde beschlossen, die Ausstellung weiter touren zu lassen. "Das Thema Wolf und Mensch in Brandenburg ist am Puls der Zeit. Mit der Zunahme der Wolfspopulation steigt auch die Nachfrage nach der Ausstellung, sie nimmt in letzter Zeit eher zu als ab ", erklärt  Sandra Spletzer vom Förderverein Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. In diesem Frühjahr war die Ausstellung bereits Teil der erfolgreichen "Wolfswochen" im Naturpark Hoher Fläming. Noch bis 10. August ist die Ausstellung im Naturschutzzentrum Krugpark in Brandenburg an der Havel zu sehen, im Anschluss bis Mitte September im NaturParkZenturm Glauer Tal im Naturpark Nuthe-Nieplitz. Ab Mitte September wird sie dann im Barnim Panorama des Naturparks Barnim in Wandlitz zu sehen zu sein. Nach der Rückkehr aus dem Barnim Panorama im Frühjahr 2016 ist dann eine die Überarbeitung und Aktualisierung der Ausstellung vorgesehen. (FV)

Auswertung Fotowettbewerb des Naturparks 2015

2. Preis: Ingo Decker "Auerhähne"

Jury und Publikum waren sich einig

Trotz des nicht ganz einfachen Themas „Landschaft im Wandel“, haben sich in diesem Jahr neun Fotografen dem Naturpark-Fotowettbewerb gestellt. Eine Jury hat die Preisträger aus den insgesamt 55 Einsendungen im Vorfeld des Naturparkfestes ausgewählt. Die Auszeichnung der Preisträger erfolgte am 6. Juni im Rahmen des Naturparkfestes auf der Elsterinsel zwischen Maasdorf und Prestewitz.

Die Preisträger sind:

1.    Preis: Andreas Brettin für seine Serie zu Grünhaus
2.    Ingo Decker für das Foto „Auerhähne“
3.    Jutta Wegener für ihr Doppelbild „Flussaussicht an der Schwarzen Elster“

Auch in diesem Jahr vergab die Jury einen Sonderpreis:
Alfred Regel für das Foto: Windkraftanlagen vor untergehender Sonne

Die Besucher des Naturparkfestes hatten, wie schon in den Jahren vorher, die eingesendeten Fotos in einer kleinen Ausstellung zu bewundern und einen Publikumsliebling zu wählen. Nach Auszählung der Stimmen stand fest, das Bild „Auerhähne“ von Ingo Decker, welches auch schon von der Wettbewerbsjury prämiert wurde, konnte die Gunst der Besucher auf sich vereinen. Wir gratulieren allen Preisträgern.

Auch im nächsten Jahr wird der Naturpark den Wettbewerb fortsetzen. Das Thema 2016 lautet: „Naturpark – Hier wo ich zu Hause bin“. Der genaue Abgabetermin wird zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. (NPV)

Sommerferienangebote für Klein und Groß im Naturparkhaus

Mit-Mach-Küche 2014 im Naturparkhaus, Foto: Archiv Naturpark

Mit-Mach-Küche und Spürnasenferien im August im Naturparkhaus

In den Sommerferien bietet das Naturparkhaus Bad Liebenwerda wieder ein abwechslungsreiches Ferienprogramm für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren an. Zu verschiedenen Themen rund um Natur und Umwelt kann entdeckt, erforscht und ausprobiert werden.

Die Termine der Spürnasennachmittage in den Sommerferien im Überblick:

•    Donnerstag, 6. August 2015, 14:30 Uhr, „Geheimnisse des Waldes“ 
•    Donnerstag, 13. August 2015, 14:30 Uhr, „Bienenfleiß und Hummelgebrumm“
•    Donnerstag, 20. August 2015, 14:30 Uhr, „Frau Holles Apfelbaum“
•    Donnerstag, 27. August 2015, 14:30 Uhr, „Tiere auf Reisen“

Wer Spaß am Kochlöffel schwingen hat und gerne auch mal in der Küche ausprobiert ist zur Mit-Mach-Küche herzlich willkommen. In Kooperation mit der Schülerakademie EE e. V. finden folgende Kinder -Kochangebote im Naturparkhaus statt:

•    Mittwoch, 12. August 2015, 14:30 Uhr „Aufgespießt und hoch gestapelt – kreative Snacks für Party und Picknick“
•    Mittwoch, 19. August 2015, 14:30 Uhr „Jetzt wird’s wild - tierische Leckereien selbst gebacken“
•    Mittwoch, 26. August 2015, 14:30 Uhr „Über den Tellerrand geschaut – was isst man anderswo“

Die Ferienangebote im Naturparkhaus sind für Kinder zwischen 6 -11Jahren mit und ohne Eltern/Großeltern geeignet. Spürnasenferienangebote kosten 2,50 € pro Person, Mit-Mach-Küche 5,00 € pro Person inkl. Zutaten. Jede Veranstaltung dauert ca. 1,5 h. Für alle Veranstaltungen wird um Voranmeldung unter 035341 47194 oder info(at)naturpark-nlh.de gebeten. (FV)

Radtour „Kräuterfeen und Gartenpracht“ am Samstag, 18. Juli 2015

Kräutergarten, Foto: Archiv Naturpark

Mit dem Fahrrad zum Kräutergarten Oppelhain

Die nächste Naturpark-Radtour führt am Samstag, 18. Juli 2015 von 14 Uhr bis ca. 18:30 Uhr in den Kräutergarten Oppelhain. In einer einstündigen Führung sind Teilnehmer eingeladen, Wissenswertes zu hiesigen und exotischen Kräutern zu lernen, ihrer Verwendung in Küche und Heilkunst. Im Anschluss findet ein Picknick im Garten statt und der Naschgarten in Oppelhain wird besucht. Strecke ca. 35 km.

Tickets kosten 8€ (inkl. Führung im Kräutergarten, Radreiseleitung und Picknick) und können bis spätestens Donnerstag, 16. Juli 2015 erworben werden: Tourist Information Bad Liebenwerda (Roßmarkt 12, Tel: 035341 6280), Naturparkhaus, Markt 20, in Bad Liebenwerda (Telefon 035341 471594). Maximal 25 Teilnehmer. (FV)

Klassenticket Elbe-Elster an der Elstermühle 2015 sehr beliebt

Schüler der Klasse 2 der Grundschule Nord aus Finsterwalde probieren die Handmuehle aus, Foto. Archiv Naturpark

Bereits neun Klassen nahmen das Angebot wahr, weitere fünf haben schon gebucht

Großer Beliebtheit erfreut sich in diesem Jahr das Klassenticket an der Elstermühle in Plessa. Mit viel Spaß und Entdeckerlaune erforschen die Schülerinnen und Schüler die historische Wassermühle an der Schwarzen Elster. Bereits neun Grundschulklassen waren in dieser Saison schon zu Besuch, weitere fünf Hortgruppen haben für die Sommerferien gebucht. Ob Wasserrad und Energienutzung, Mühlsteine und historische Mahltechniken oder der Weg vom Korn zum Brot, jedes Detail wurde angeschaut und natürlich auch ausprobiert. Am Ende des Vormittags war nicht nur jedes Detail erforscht sondern jedes Kind konnte auch mit einem noch warmen Brot unterm Arm nach Hause gehen. „Das duftet zum reinbeißen“ war die einhellige Meinung.  Das Klassenticket Elbe Elster an der Elstermühle richtet sich an Schulen und Horte im Landkreis Elbe-Elster und wird gefördert von der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“ mit dem Ziel möglichst vielen Schülerinnen und Schülern den Besuch der Elstermühle Plessa als regionalgeschichtlich wertvolles und identitätsstiftendes Erlebnis zu ermöglichen. (FV)

Naturparkfest 2015

Übergabe des Schecks an die Gewinner 2016, Foto: Archiv Naturpark

Das Naturparkfest war in diesem Jahr ein Inselfest.

Gefeiert wurde sozusagen mitten in der Kleinen Elster. Zwischen den Orten Maasdorf und Prestewitz gab es bei viel Sonne ein buntes Programm mit Musik, Tanz und einem Regionalmarkt.

Die Umrahmung der Auszeichnung der neuen Naturparkgemeinde mit „Guggenmusik“ war sicherlich diesmal etwas ganz Besonderes. Drei Bewerber hatten sich der Jury (Kuratorium des Naturparks) gestellt. Nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen konnte in diesem Jahr zum zweiten Mal „Werenzhain“ den Titel „Naturparkgemeinde“ mit nach Hause nehmen. Auch die weiteren Bewerber Grünewalde und Lugau sind in den vergangenen Jahren schon als Naturparkgemeinde ausgezeichnet worden. Zuvor wurde ganz offiziell der neue Bootsanleger Prestewitz, ein Naturparkprojekt, feierlich übergeben. (NPV)

Im Naturpark aufgespürt...

Leuchkäfer, Foto: Archiv Naturpark

Beobachtungstipp: Glühwürmchen feiern Hochzeit

Gerade jetzt, in den lauen Sommernächten zwischen Mitte Juni und Anfang August, lässt sich an vielen Stellen ein besonderes Schauspiel beobachten- der Hochzeitsflug der „Glühwürmchen“! Eigentlich heißen die bekannten Insekten „Leuchtkäfer“, und diesem Namen machen sie jetzt alle Ehre. Nachdem sie bis zu 3 Jahren lang als Larve in den feuchten bodennahen Krautschichten unserer Wälder und naturnahen Parks und Gärten gelebt haben, beginnt nun, als fertig entwickeltes Insekt, die Paarungszeit.

In unserer Region kommt hauptsächlich der Kleine Leuchtkäfer (Lamprohiza splendidula), erkennbar an den im Flug leuchtenden Männchen und den ebenfalls leuchtenden, aber flugunfähig in der Krautschicht lebenden Weibchen, vor. Ihr volkstümlicher Name Johanneskäfer verweist auf die Hauptflugzeit dieser Art - der Johannistag ist am 24. Juni und erinnert an die Geburt des Hl. Johannis an diesem Tag. In Deutschland gibt es mit dem Großen und mit dem Kurzflügel- Leuchtkäfer zwei weitere Arten.

Die Männchen beginnen mit Einbruch der Dunkelheit zu fliegen und zu leuchten. Ihre ventralen Leuchtorgane senden das Licht nach unten aus und stimulieren so die Weibchen, ihrerseits zu leuchten. Hat ein Männchen auf diese Weise ein Weibchen entdeckt, fliegt es senkrecht zum Weibchen hinab. Paarung und Eiablage geschehen am Boden. Beide Partner sterben nur wenige Tage nach der Paarung und Eiablage. Die Larven fressen Schnecken (kleine Nackt- und Gehäuseschnecken), deren Schleimspur verfolgt wird. Adulte Tiere (also die Käfer) nehmen keine Nahrung, wohl aber Wasser auf. Sie leben von den Fettreserven, die sie während der dreijährigen Larvalentwicklung angelegt haben.

Die Männchen des Kleinen Leuchtkäfers sind in Deutschland die einzigen nachtaktiven Tiere, die fliegen und leuchten können. Auch Eier, Larven und Puppen besitzen Leuchtorgane. Die Chancen diese Käfer in ihrer Hochzeitsnacht zu beobachten, hat man zum Beispiel im NSG „Buchwald“ bei Doberlug-Kirchhain, im NSG „Der Loben“ bei Hohenleipisch, oder in unserem zentralen großen Waldgebiet, dem Naturschutzgebiet „Forsthaus Prösa“ zwischen Bad Liebenwerda und Hohenleipisch. (NW)

Regionaler Küchenzauber

Apfelkuchen, Foto: Archiv Naturpark

Der Naturpark empfiehlt:

Döllinger Apfelkuchen

Zutaten:
Teig:
500 g Mehl,
100g Zucher,
80 g Margarine
Salz
1 Päckcken Vanillinzucker
Abgeriebene Zitronenschale
Knapp ¼ l Milch
30 g Hefe

Belag:
½ l Milch
4 EL Zucker
1 Päckchen Puddingpulver (Vanille)
2 kg Äpfel (Boskop)
Rosinen,
1/4l sauere Sahne
2 Eier
Zucker

Aus den Zutaten einen Hefeteig bereiten. In einer gefetteten Kuchenform ausrollen und am Rand etwas hochdrücken. Den Teig noch mal gehen lassen.
Aus Milch, Zucker und Puddingpulver einen Pudding kochen. Einen Teil davon dünn auf den Teig streichen. Die geschälten Äpfel vom Kerngehäuse befreien und in Schnitzel schneiden. Diese dich auf den Teigen und mit Rosinen bestreuen. Den restlichen Pudding nun mit der sauren Sahne und den Eiern verquirlen und über die Äpfel geben. Den Kuchen bei 200°C etwa 60 Minuten backen und dann mit Zucker bestreuen. (NPV)