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Heideblütenzauber im Naturpark erleben

Kremser in der Heide, Foto: A. Franke

Rad- und Wandertouren, Feste und Angebote rund um Calluna

Bald ist es wieder soweit und die Besenheide im Naturpark blüht- von weiß bis dunkellila reichen die Farbnuancen der Calluna im Spätsommer. Der leuchtende Heideteppich ist im Naturpark ab Mitte August auf zwei Offenflächen zugänglich. Die 10km2 große Heidefläche nördlich von Kraupa - angelehnt an ihre frühere militärische Nutzung in der Region als „Taktikgelände“ bekannt - ist für die Begehung freigegeben, es besteht jedoch – wie im gesamten Naturschutzgebiet „Forsthaus Prösa“ - Wegegebot. Der nächstgelegene Waldparkplatz befindet sich 1km südlich der Heidefläche im Elsterwerdaer Ortsteil Kraupa. 

Eine weitere Heidefläche im Naturschutzgebiet "Forsthaus Prösa" liegt südlich von Friedersdorf und wurde früher als „Schießplatz“ genutzt. Die nächstgelegenen Waldparkplätze befinden sich in Friedersdorf oder Hohenleipisch. Ein sehr schöner Blick in die abwechslungsreiche 8km2 große Offenfläche mit Besenheide, Silbergrasfluren, jungen Birken und Kiefern erschließt sich von der parallel zur Heidefläche verlaufenden Birkenallee. Die Fläche ist für die Begehung und Befahrung gesperrt.

Radtour in der lila Pracht, Foto: A. Franke

Auf eigene Faust - Radfahren, Wandern, Kremser... 

Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr: Bahnhof Elsterwerda/Elsterwerda-Biehla jede Stunde von/nach Cottbus/Dresden (je ca. 1 Stunde 20 Minuten), über RE5/umsteigen in Falkenberg von Berlin; Bus 581/587 des Elbe-Elster Nahverkehrs GmbH von Elsterwerda nach Hohenleipisch, Montag bis Freitag (Fahrpläne unter www.vbb.de), Strecke Berlin-Elsterwerda ab 5. August 2016 gesperrt bis Ende 2017.

Idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in die Heide ist der Waldparkplatz in Kraupa (an der Kreuzung Mühlenstraße/Liebenwerdaer Str.) Kraupa ist nur unter der Woche per Bus zu erreichen, an Wochenenden und Feiertagen besteht keine Möglichkeit mit dem öffentlichen Nahverkehr nach Kraupa zu gelangen.

Eine attraktive Heide-Wanderroute (4,5km) vom Waldparkplatz Kraupa ausgehend kann unter folgendem Link angesehen, als GPX-Track heruntergeladen bzw. ausgedruckt werden: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=bjjxmahbneahevuu

Eine empfohlene Radwanderroute (20km) in die Heide ab/an Bad Liebenwerda kann unter folgendem Link abgerufen werden: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=mczcvrslqtmcoerq

Kremsertour durch die Heide: Individuelle Kremserfahrten in die Heide können mit einem der Kremseranbieter in Hohenleipisch, Kraupa, Bad Liebenwerda, Dobra oder Friedersdorf vereinbart werden.  Alle Kremseranbieter im Naturpark finden Sie hier. Preis (Richtwert, ohne Gewährleistung): 2 Stunden ca. 100€ - 120€ pro Kremser (10- 15 Personen)

Kremserfahrten für Individualreisende werden vom Gasthaus "Zum GoldenenLöwen" in Hohenleipisch organisiert. Kontaktdaten: Zum Goldenen Löwen, Dresdener Str. 16, 04934 Hohenleipisch, Tel. 03533 7592, www.zum-goldenen-loewen.com

Radfahren in der Heide, Foto: A. Franke

Geführte Rad- und Wandertouren

Wer mit einem Gästeführer aus der Region die Heideblüte erleben möchte, kann zwischen einem breiten Angebot wählen:

Sonntag, 13. August 2016, 10 bis 16 Uhr. RangerErlebnisTour „Schnucken gucken“, Exkursion in die Heide mit Besuch des Heideschäfers, Leitung: Naturwacht Brandenburg, 15€ Erwachsener/5€ Kinder, Anmeldung: bis Donnerstag, 03. September 2015 unter Angabe der Telefonnummer unter 035341 10192 oder heidelandschaft(at)naturwacht.de 

Sonntag, 14. August, 21. August, 28. August und Sonntag, 4. September und Sonntag, 11. September 2016, 14:00 -17:00 Uhr, "Heidespaziergang", ab Markt 20, Bad Liebenwerda, Wanderung in die blühende Heide, 5€, Anmeldung bis 13 Uhr im Naturparkhaus, Tel. 035341 471594, info(at)naturpark-nlh.de

Samstag, 27. August 2016, 13:00 Uhr bis max. 17:00 Uhr, Naturpark-Radtour "Heideblütenzauber“ ab Naturparkhaus Bad Liebenwerda, geführte Radtour vom Naturparkhaus in die Heideflächen im Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa, 25 km, gegen Spende, Anmeldung bis 1 Stunde vor Beginn im Naturparkhaus (Tel. 035341 47 15 94 oder info(at)naturpark-nlh.de)

Sonntag, 21. August 2016, Sonntag, 4. September 2016 Premium-Naturparkradtour "Niederlausitzer Heideblüte" ab Elsterwerda

Leistungen: Radreiseleitung für Heideradtour (27km), Kaffeetafel inmitten der blühenden Heide

Termin/Treffpunkt: 13 Uhr – 18:30 Uhr ab/an Bahnhof Elsterwerda

Streckenlänge und -beschaffenheit: 27 km, mittelschwere Strecke (kürzere Anstiege und tlw. Sandwege), Preis (pro Teilnehmer): 21,00€ p. P, max. 20 Personen, Buchungsschluss 15. August 2016 bzw. 29. August 2016, weitere Infos

Am Samstag, den 20. August und Sonntag, den 21. August 2016 laden „Die Lobenburger e. V. – Verein für Heimat und Historie“ zur Heideralley, Lobenburgfest und Heidetag nach Hohenleipisch ein. Freizeitsport in der blühenden Heide – ob zu Pferd, zu Fuß oder mit dem Rad, ob Alt oder Jung, allein oder in Familie oder Verein – hier ist für jeden etwas dabei! Start. 9 Uhr an beiden Tagen auf dem Vereinsgelände der Lobenburger e. V., Dresdener Str., 04934 Hohenleipisch. Weitere Informationen unter www.lobenburger.de 

Heidschnuckenbraten, Foto: Eichhorn

Heide kulinarisch

Niederlausitzer Heidelammwochen von Samstag, 13. August bis Freitag, 23. September 2016

Nicht zuletzt kann man die Heide auch schmecken. Das Niederlausitzer Heidelamm ist ebenso wie Heidebräu und Heidehonig längst zur Spezialität der Region geworden. Köstliches Heidelamm kann man in folgenden Gaststätten der Regionalen Speisekarte in der Zeit der Heideblüte vom Samstag, 13. August  bis Freitag, 23. September 2016 in vielen kreativen Variationen genießen: 

  • Landgasthof „Zu den drei Rosen“ Winkel
  • Parkschlößchen Maasdorf
  • Goldener Löwe“ Hohenleipisch
  • „Goldener Hahn“ Finsterwalde
  • Oberer Gasthof
  • Landhof Wehle
  • Waldschänke Bad Erna
  • Parkrestaurant Holzhof Elsterwerda

Weitere Informationen rund ums Heidelamm sind bei der Andrea Opitz erhältlich. Kontakt: Naturparkverwaltung Niederlausitzer Heidelandschaft, Markt 20, 04924 Bad Liebenwerda. Tel. 035341 61512 oder E-Mail andrea.opitz (a) lfu.brandenburg.de. 

Neue Stehlen führen um das Moor

Eröffnung Waldschleife, Foto: Naturwacht

Interpretationspfad entlang des vorhandenen Rundweges im Naturschutzgebiet „Der Loben“

Der Rundweg im NSG „Der Loben“ von vielen Besucher bekannt, insbesondere der Weg bis zum Aussichtsturm wird regelmäßig genutzt. Wo sonst kann man einem Kranichpaar so nah beim Aufziehen der Jungen beobachten. Das Erlebnis MOOR ist leider für die Gäste bisher etwas versteckt geblieben. Mit dem Sonnentausteg ist bereits ein Weg in und übers Moor geschaffen worden. 

Seit Juni stehen entlang des Rundweges elf Stehlen, welche den Besucher einladen, sich dem Thema MOOR zu nähern. Bereits in der äußeren Form weichen die Stehlen von den üblichen Maßen ab. Lang und schmal rangen sie in den Himmel und laden den Besucher mit einen Foto in Blickhöhe ein, an die Stehle zu treten. Durch die Wahl der blauen Grundfarbe leuchten sie von weiten und setzen sich gegenüber dem Umfeld ab. Die Stehlen sind so arrangiert, das sie das Umfeld und die darin befindlichen Gegenstände in sich aufnehmen. Dabei soll dieses Arrangement beim Besucher positive Assoziationen auslösen. Neben den Fotos sind kurze Erklärungen zu dem vorhandenen Gegenstand (Phänomen) auf den Stehlen zu finden. 

Damit auch die „kleinen Gäste“ eine Beziehung zu dem Phänomen herstellen können, wurde Wissensfragen, Experimente und Tipps speziell für sie erarbeitet. Diese können vor Ort gelöst werden oder mit nach Hause genommen werden. 

Neben den typischen Informationstehlen gibt es auch noch Aktionsstehlen. Hier darf der Besucher nun selbst aktiv werden. Diese Elemente geben ihre Informationen nicht so einfach frei. Erst durch das Tun des Gastes, z.B. das Lösen des Puzzles, ergeben die Informationen einen Sinn. Weitere Elemente werden noch hinzukommen.

Wir wünschen den Gästen des Lehrpfades viele „Aha“ Erlebnisse. (NW)

Naturpark-Geocaches erfreuen sich großer Beliebtheit

Übergabe der Geocaches, Foto: FV Naturpark NLH e. V.

Sechs Geocaches mit Unterstützung der Volksbank Elsterland eG im Naturpark angelegt

Bereits seit Ostern können sich die Liebhaber der modernen Schnitzeljagd im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft auf die Suche nach verborgenen Schätzen begeben. Beim Geocaching wird mit viel Spaß und Freude und oft im Team die Region erkundet. Sechs thematische Naturpark-Geocaches locken Besucher aus nah und fern seit Anfang April zu interessanten Orten im Naturpark und vermitteln nebenbei viele Informationen zu den besonderen Charakteristika der Niederlausitzer Heidelandschaft. Wer fünf thematische Caches gelöst hat, erhält die Koordinaten für den finalen sechsten Cache der Serie und kann den Multicache „abschließen“.

Bereits 144 Besucher aus nah und fern suchten und fanden mindestens einen der Schätze, die sich im ganzen Naturparkgebiet verstecken. Als besonders beliebt zeigt sich der Cache „Streuobstwiese“ - 35 Interessierte begaben sich bisher auf Schatzsuche und erfuhren ganz nebenbei Wissenswertes rund um den Naturpark und seine artenreichen Streuobstwiesen rund um Kraupa-Hohenleipisch-Döllingen. 

Geocaching erhöht die touristische Attraktivität des Naturparks, erschließt neue Ziel-gruppen, dient der Besucherlenkung und macht die Region überregional bekannt. Die Erstellung und Pflege der Naturpark-Geocaches wird möglich gemacht durch die finanzielle Unterstützung der Volksbank Elsterland eG und realisiert durch den Förderverein Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft e. V. (FV)

Neue Naturparkgemeinde

Dobra, Foto: F. Pauliuk

Dobra konnte am meisten punkten

Bis zum Naturparkfest wurde das Geheimnis streng gehütet. Erst am 22. Mai 2016 wurde in Werenzhain zum Naturparkfest mit einem Tusch die neue Naturparkgemeinde bekannt gegeben. In diesem Jahr konnte der Ortsteil Dobra der Stadt Bad Liebenwerda den Sieg mit nach Hause nehmen. 

Der 365-Einwohner-Ort hatte sich gegen Sorno, Lugau und die bereits mehrfach siegreiche Gemeinde Grünewalde aus dem Oberspreewald-Lausitz-Kreis durchgesetzt. Patrick Leske vom Ortsbeirat und Gudrun Heyde, die Ortsvorsteherin, waren begeistert. 

Dobra ist nicht nur ein schmuckes Dorf es hat auch für Gäste mit dem Reiterhof und der Hofmosterei ein großes Potential. Nicht zuletzt ist es mit dem Waldparkplatz und den davon ausgehenden Wanderwegen auch ein Tor zum Herzen des Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, dem Waldgebiet der alten Liebenwerdaer Heide.

Bei der Bewerbung konnte das Dorf zum Beispiel mit der Erneuerung des Kinderspielplatzes punkten. Die Einwohner selbst haben bei der Wiederherrichtung des historischen Taubenhauses mit Hand angelegt. Die Kirche und das ehemalige Schulhaus wurden ebenfalls in Ordnung gebracht. Auch das Vereinsleben in Dobra ist sehr aktiv wie zum Beispiel die Freiwillige Feuerwehr mit einer Kinder und Jugendgruppe, der Heimatverein, der Männerchor oder der Reit- und Fahrverein, der 1995 gegründet wurde, mit zur Zeit etwa 70 Mitgliedern.

Der hier ansässige Kettensägenkünstler Roland Karl hat viele Holzskulpturen für den Naturpark geschaffen, die der aufmerksame Wanderer oder Radfahrer an vielen Orten im Naturpark entdecken kann, so auch direkt in Dobra. 

Die Dobraer laden schon jetzt zum Naturparkfest im nächsten Jahr am 25. Juni 2016 ein. (NPV)

Ein Fluss in seinem alten Lauf

Waldschleife, Foto: Naturwacht

Wiederherstellung von Flussschleifen an der Kleinen Elster

Das EFRE-Projekt zur Wiederherstellung von Flussschleifen an der Kleinen Elster ist ein Pilotprojekt zur Remäandrierung eines Tieflandflusses in einer vom Braunkohleabbau beeinflussten Region. Zwischen Juli 2007 und März 2008 wurden zum ersten Mal sechs vollständig verschüttete und dann landwirtschaftlich genutzte, historische Flussschleifen geöffnet und wieder an den Flusslauf angebunden. An vier Standorten wurden die sechs historischen Flussschleifen, die bei der Begradigung des Flusses Mitte des 20. Jahrhunderts zugeschüttet worden waren, im wasserreicheren Unterlauf wiederhergestellt. Der vormalige Gewässerverlauf bleibt in diesen Abschnitten als Stillgewässer und Hochwasserüberlauf erhalten. So wurde in kurzer Zeit eine Flusslänge von 16 Kilometer zwischen Bad Liebenwerda und Doberlug-Kirchhain aufgewertet.

Mit der Wiederanbindung der ehemaligen Flussschleifen wurde der Flusslauf verlängert und eine naturnähere Gewässermorphologie erreicht. Dadurch soll das Wasserdargebot der Kleinen Elster so lang wie möglich im Einzugsgebiet gehalten werden, um den Landschaftswasserhaushalt zu verbessern. Durch die Erhöhung der Struktur- und Nutzungsvielfalt innerhalb des Gewässerbettes und entlang des Ufers werden hochwertige Lebensräume für die Pflanzen- und Tierwelt geschaffen. 

Das Projektmanagement wurde als Dienstleistung durch die Stiftungstochter Flächenagentur Brandenburg GmbH realisiert. Die Agentur übernahm auch die naturschutzgerechte Entwicklung größerer Aue- und Inselbereiche durch extensives Frisch- und Feuchtgrünland, feuchte Hochstaudenfluren sowie die Entwicklung größerer Auwaldbestände im Rahmen der Entwicklung eines regionalen Flächenpools und deren Refinanzierung durch regionale Eingreifer. Ergänzend erfolgen Maßnahmen im Rahmen der Landesrichtlinie „Landschaftswasserhaushalt" durch den Gewässerverband „Kleine Elster - Pulsnitz". Hervorzuheben ist im Rahmen dieses von allen Seiten befürworteten Projekts die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen, den ortsansässigen Landwirten und den privaten Flurstückseigentümern sowie das Miteinander aller beteiligten Behörden und der Verwaltung des Naturparks Niederlausitzer Landrücken.

Die Gesamtkosten betrugen rund 1,6 Millionen Euro, von denen das damalige Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung 75% über die Investitionsbank des Landes Brandenburg aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung zur Verfügung stellte. 25% Eigenmittel brachte die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg ein, davon 172.800 € aus Mitteln der GlücksSpirale. (NW)

Schulklasse testet Umweltbildungs-App zum Klimaschutz im Lobenmoor

Auf Entdeckertour im Loben, Foto: FV Naturpark NLH e. V.

Ortsbasierte Mission im Naturpark Teil der „uRNature“-App, die 2017 erscheint

Von Juli 2015 bis Juni 2017 entsteht in einem Projekt im Rahmen des Waldklimafonds eine Spiele-App, die von UDATA – Umwelt und Bildung u.a. in Kooperation mit dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft entwickelt wird. Mit der App soll der Themenbereich Wald und Klimawandel für junge Menschen durch  gaming erlebbar gemacht werden. Dazu gehört die Bedeutung von Wäldern für den Klimaschutz, die Auswirkungen des Klimawandels auf Wälder, Anpassungsstrategien der Wälder an den Klimawandel, nachhaltige Holznutzung, die Bedeutung der biologischen Vielfalt im Wald und vieles mehr.

Neben ortsunabhängigen Mini-Spielen, die jederzeit und überall verfügbar sind und gespielt werden können bietet die App ortsbasierte Missionen, die nur vor Ort durchgeführt werden können. Es sollen in der ersten Projektphase bundesweit fünf Missionen entstehen, eine dieser Missionen findet im Lobenmoor im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft statt.

Auf Entdeckertour im Loben, Foto: FV Naturpark NLH e. V.

Mitte Juli haben Schüler/innen einer 10. Klasse aus Finsterwalde zusammen mit Ilona Ertle vom Naturparkhaus diese ortsbasierte Mission vor Ort bei Hohenleipisch  getestet. In den Aufgaben der Mission ging es insbesondere um die  CO2-Speicherfähigkeit von Mooren. In der App konnten die Schüler z.B. mit einer Moorleiche sprechen, virtuell die einzelnen Schichten im Moor freilegen und etwas über die Klimageschichte erfahren, und sich fragen ob es nun gut oder schlecht ist, dass die Birken im Moor absterben. Nach erfolgreichem Lösen aller Aufgaben erhält man dann die Koordinaten zu einem Geocache, der mit den Naturpark-Geocaches verlinkt sind. Feedback zu Inhalt, Bedienfreundlichkeit und Attraktivität der App wurde in Fragebögen erfasst und dient der Verbesserung des Angebots.

Wer die App ausprobieren möchte, kann dies ab Mitte August 2016 - sie steht dann als Beta-Version im GooglePlaystore zur Verfügung. Weitere Informationen www.urnature.info  (FV).

Sommerferienangebote im Naturparkhaus

Mit-Mach-Küche, Foto: FV Naturpark NLH e. V.

Mit-Mach-Küche und Spürnasenferien für junge Entdecker

In den Sommerferien bietet das Naturparkhaus Bad Liebenwerda wieder ein abwechslungsreiches Ferienprogramm für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren an. Kleine Köche oder solche die es noch werden wollen sind immer mittwochs in die Mit-Mach-Küche eingeladen. Hier geht es mit viel Spaß ans Rühren, Mixen, Kneten, Wiegen, Schneiden, Backen und natürlich auch Essen und Trinken. 

Naturbegeisterte Kinder können donnerstags bei den Spürnasennachmittagen im Naturparkhaus zu neuen Themen rund um Natur und Umwelt entdecken, erforschen und ausprobieren. Auch der Spürnasenferienpass kann in den Sommerferien wieder fleißig weiter gestempelt werden. 

Termine und Themen der Mit-Mach-Küche im Naturparkhaus:

• Mittwoch, 10. August 2016, 14:30 Uhr „Außerirdisch lecker – Von Ufos und anderen spacigen Leckereien“

 Mittwoch, 19. August 2016, 14:30 Uhr „Heute essen wir mit Fingern – besteck bleibt im Kasten, versprochen“

• Mittwoch, 26. August 2016, 14:30 Uhr „Das bekommen wir gebacken – von süßen Knoten und knusprigen Zöpfen“

Spaß im Naturparkhaus, Foto: FV Naturpark NLH e. V.

Termine und Themen der Spürnasennachmittage im Naturparkhaus: 

• Donnerstag, 11. August 2016, 14:30 Uhr, „Tierisch wild – auf der Suche nach Alfred Auerhahn“  

• Donnerstag, 18. August 2016, 14:30 Uhr, „Schlau wie der Fuchs – Rund um das Leben von Reinecke Fuchs“ 

• Donnerstag, 25. August 2016, 14:30 Uhr, „Gemeinsam sind wir stark – von Ver-wandten, Freunden und Gemeinschaften im Tierreich“

Die Ferienangebote sind für Kinder zwischen 6 -11 Jahren mit und ohne Eltern/Großeltern geeignet. Spürnasenferienangebote kosten 2,50 € pro Person, Mit-Mach-Küche 5,00 € pro Person inkl. Zutaten. Jede Veranstaltung dauert ca. 1,5 h. Für alle Veranstaltungen wird um Voranmeldung im Naturparkhaus unter 035341 471594 oder info@naturpark-nlh.de gebeten.  (FV)

Neues Schulklassenprogramm zum Auerhuhn buchbar

Foto: 3. Klasse der Grundschule Gröden mit Klassenlehrerin Frau Lesche; FV Naturpark NLH e. V.

Umweltbildungsprogramm rund ums Wappentier im Naturparkhaus

Ab sofort gibt es im Naturparkhaus Bad Liebenwerda ein neues buchbares Schulklassenprogramm für Schüler oder Hortkinder der 1. bis 6. Klasse. „Tierisch Wild – Auf der Suche nach Alfred Auerhahn“ lädt Kinder ein, sich in ca. 1, 5 Stunden spielerisch und unterhaltsam Wissen zum Wappentier des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft anzueignen. Wie lebt dieser scheue Wildvogel? Kann der Auerhahn tatsächlich Rad schlagen? Warum ist das Auerwild das Wappentier unseres Naturparks? Dies und andere spannende Fakten aus dem Leben des großen Hahns können in Experimenten und Spielen erforscht werden.  Unterstützt wird die Entwicklung und Durchführung des Programms von der Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster Land“.

Erstmalig hat die 3. Klasse der Grundschule Gröden das Programm im Juni ausprobiert. Frau Lesche, Klassenlehrerin der Klasse fand „das Programm sehr anschaulich und abwechslungsreich“ und den Kindern bereiteten die vielen Mitmachaktionen und Spiele sichtli-ches Vergnügen!

Das Programm ist ab sofort im Naturparkhaus Bad Liebenwerda für Schüler- und Hortgruppen der 1. bis 6. Klasse buchbar. Weitere Informationen und Anmeldungen sind über das Naturparkhaus in Bad Liebenwerda unter Tel. 035341/471594 oder unter www.naturpark-nlh.de erhältlich.

Im Naturpark aufgespürt...

Ameisenlöwe, Foto: Wikimedia

Beobachtungstipp: Vom Löwen zur Jungfer

Er hat zwar keine Mähne und kann auch nicht brüllen wie sein großer Namensvetter, aber auch er macht tierische Beute – der Ameisenlöwe. Ist er ausgewachsen dann heißt das Insekt Ameisenjungfer und sieht eher wie eine Libelle aus.

Die Fangmethode des Ameisenlöwen ist einzigartig. Er baut im sandigen Boden Trichter. Dazu braucht er höchstens eine halbe Stunde. Die Trichter sind je nach Material zwei bis drei Zentimeter tief und haben einen Durchmesser von bis zu acht Zentimetern. 

Wenn Beute, meist Ameisen, dort hineinlaufen, kommt sie nicht wieder heraus, weil sie mit dem lockeren Sand zum Trichtergrund rutscht. Dabei muss der Trichter so steil sein, dass der lockere Sand sich sofort in Bewegung setzt, wenn ein Insekt darauf tritt. Dort wartet mit seinen großen Zangen der Ameisenlöwe und injiziert ein lähmendes Gift. Dabei ist der Ameisenlöwe nur etwa 17 Millimeter groß mit bräunlicher Färbung. Die daraus entstehende erwachsene Ameisenjungfer ist ein graziles Insekt mit vier durchsichtigen, 35 Millimeter langen Flügeln. Das ausgewachsene Insekt lebt nur wenige Sommerwochen, während ihre Larve  in der Regel zwei Jahre alt wird ehe er sich verpuppt. 

Wenn Sie im Naturschutzgebiet „Forsthaus Prösa“, entlang der Offenflächen ganz genau den Sandboden betrachten, finden Sie sicher solche Trichter wo ein Löwe auf Beute wartet. (NPV)