Drucken zoom

Neue Informationsstelen im Naturpark

Informationsstele am Waldparkplatz Dobra, Foto: Archiv Naturparkverwaltung

Stelen mit Karte und Infomaterial aufgestellt 

In diesem Jahr blühte erstmals nicht nur die Heide lila, sondern auch die neuen Informationsstelen leuchteten in diesem Farbton. Sechs solcher Stelen wurden noch rechtzeitig vor der Blühsaison in der Heide an den Waldparkplätzen rund um das Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa aufgestellt. Auf den Stelen findet jetzt der Wanderer oder Radfahrer eine Übersichtskarte zum Naturschutzgebiet „Forsthaus Prösa“ sowie in wasserdichten Plasteboxen entsprechende Faltblätter zum Mitnehmen. Eines der Informationsmaterialien enthält eine aufklappbare Wanderkarte, so dass eine Orientierung in dem großen Wald- und Heidegebiet gegeben ist.

Interessenten bekommen diese Faltkarte mit zusätzlichen touristischen Informationen auch im Vorab im Naturparkhaus. Sie ist das aktuellste Druckprodukt des Naturparks.

Übrigens wird es im kommenden Jahr wieder verschiedenste touristische Angebote in die Heide geben. So u. a. am 19. August die Ranger-Erlebnistour „Schnucken gucken“ und am 20. August die Naturpark-Radtour „Niederlausitzer Heideblüte“. Auch stehen wieder mehrere Termine zum „Heidespaziergang“ mit der Naturwacht auf dem Programm.

Ausführliche Informationen finden Sie u.a. im demnächst erscheinenden Veranstaltungskalender 2017 des Naturparks. (NPV)

Überraschender Fund bei der Amphibienkartierung

Bergmolche bei der Kartierung 2016, Foto: N. Poser, NW

Neue Standorte für Kamm- und Bergmolche im Naturpark nachgewiesen

In diesem Jahr führte die Naturwacht des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft erstmals eine flächendeckende Amphibienkartierung im gesamten Naturparkgebiet durch. Der Schwerpunkt lag auf der Erfassung der streng geschützten Arten Moorfrosch, Kammmolch, Laubfrosch und Rotbauchunke sowie der Krötenarten Wechselkröte, Kreuzkröte und Knoblauchkröte. Untersucht wurden alle 280 Gewässer innerhalb des Naturparks. Die Untersuchungen erfolgten nach den in Brandenburg üblichen Standards zur Amphibienkartierung. Gemäß diesen Standards werden innerhalb einer Kartierungsperiode zwischen März und Juli insgesamt 4 Begehungen der Gewässer vorgenommen.

Die Zählungen erfolgen vor allem in der ersten Hälfte des Kartierungszeitraums auf der Grundlage von Verhören und Sichtbeobachtungen. In der zweiten Hälfte werden Reproduktionsnachweise mithilfe von Kescherfang oder Reusenfang durchgeführt. Gewässer, die nach der ersten Begehung kein ökologisches Potential für die zu erfassenden Arten aufwiesen, wurden nicht mehr berücksichtigt. Soweit es möglich war erfolgten die Begehungen zu passenden Tageszeiten und Witterungsbedingungen, denn viele Amphibien sind eher dämmerungsaktiv und mögen es mild und feucht.

Insgesamt konnten im Naturpark alle zu erfassenden Zielarten nachgewiesen werden. Neben den bekannten Standorten konnten beispielsweise für den Kammmolch weitere neue Standorte ermittelt werden. Besonderes Highlight: Die Kartierung förderte auch mehrere Bergmolche zu Tage, deren Vorkommen hier bisher, bis auf einen Einzelfund in 2010, nicht bekannt war. Die Zusammenführung und Auswertung aller aufgenommen Daten wird noch ein wenig Zeit in Anspruch nehmen und im Winter abgeschlossen sein. (NW)

Wiederansiedlung des Auerhuhns in Brandenburg im Jahr 2016

Fangaktion im Frühjahr 2016, Foto: Archiv Naturpark

Projektfortführung 2016 dank der Unterstützung zahlreicher Partner gelungen

Die Arbeit in diesem Jahr war wie schon 2015 durch die fehlende Ausfinanzierung der notwendigen Arbeiten geprägt. Daher ist es umso wichtiger, die Unterstützung einzelner Projektinhalte durch Partner und Förderer hervorzuheben. Dies sind insbesondere der NaturSchutzFonds Brandenburg, mit dessen Hilfe das schwedische Fängerteam und der Transport der Tiere im Frühjahr finanziert werden konnten sowie der Landesbetrieb Forst, der über die Landeswaldoberförsterei Doberlug die Aufzucht der Jungtiere in Polen finanzierte. Aus restlichen Materialien die 2015 mit Unterstützung der Sparkassenstiftung Zukunft Elbe-Elster beschafft wurden, konnte sogar die Besenderung einzelner Tiere bewerkstelligt werden.

Auch die pragmatische Unterstützung seitens des Landkreises Elbe-Elster, Landesbetriebes Forst, des Landesamtes für Umwelt und der Naturwacht durch Fahrzeuge und/oder Mitarbeiter bei den Fangaktionen hat maßgeblich zum Gelingen der wichtigsten Arbeiten 2016 beigetragen.

Die Translokation im Frühjahr war überaus erfolgreich. Es ist gelungen, das gesamte Kontingent von 60 Tieren die in Schweden pro Jahr entnommen werden dürfen auszuschöpfen.

Der Schwerpunkt der Freisetzungen in diesem Jahr lag im Bereich Weißhaus, um somit die Lücke zwischen den Vorkommen in der Rochauer und Liebenwerdaer Heide zu schließen. In allen drei genannten Waldgebieten sind in diesem Jahr Reproduktionsnachweise (Sichtungen von Hennen mit Jungtieren) gelungen. 

Aus den über 50 Eiern, die beim Fang und Transport der Hennen anfielen, konnten in diesem Jahr nur vergleichsweise wenige Jungtiere aufgezogen werden (dünne Schalen etc.). Dennoch haben 18 Jungtiere im Herbst die lokale Population verstärkt.

Sichtungen von Tieren auch aus umliegenden Waldbereichen deuten eine eigenständige Ausbreitung an. Daher sind gerade unerwartete Beobachtungen und entsprechende Rückmeldungen an die Projektverantwortlichen sehr wertvoll.

Ab 2017 wird durch die nunmehr seitens der ILB beschiedene Förderung aus der Richtlinie Natürliches Erbe, die sich aus Mitteln der EU und des Landes Brandenburg zusammensetzt, eine gezielte und wissenschaftlich begleitete Wiederansiedlung des Auerhuhns im Süden Brandenburgs ermöglicht. (NPV).

Hecken im Mittelpunkt bei "Grün ist Bunt" 2017

Die Sieger 2016 von „Grün ist Bunt“ - die Bahnhofsclique Beutersitz– präsentieren gemeinsam mit Vertretern der Volksbank und des Naturparks in der neu geschaffenen Sitzecke das Projektthema 2017 – „Ausgeheckt!“, Foto: FV Naturpark NLH e. V.

Projektübergabe 2016 zum Wettbewerbsstart 2017 genutzt

„Ausgeheckt“ heißt es 2017 beim Mit-Mach-Projekt des Naturparks „Grün ist Bunt“ in Kooperation mit der Volksbank Elsterland eG

Am Freitag, den 21. Oktober 2016 fand am ehemaligen Wasserwerk in Beutersitz die Übergabe des diesjährigen Mit-Mach-Projektes des Naturparks statt. Gleichzeitig fiel der Startschuss für das Projektjahr 2017 - alle Engagierten können sich wieder bis Ende Januar 2017 mit einer Projektskizze um 700€ Preisgeld bewerben.

Die „Bahnhofsclique Beutersitz“ rund um Julia Engelmann und Nicole Bloedow konnte im Februar die Jury mit ihrer Projektskizze zur naturnahen Umgestaltung des Geländes am ehemaligen Wasserwerk in Beutersitz Bahnhof für sich gewinnen. „Mitbewohner gesucht!“ hieß es beim Mit-Mach-Projekt 2016 – Projektideen rund um Nist- und Lebensraumhilfen waren gefragt.  700€ gab der Sponsor des Projektes - der Volksbank Elsterland eG – dafür das zugewachsene Gelände rund um das ehemalige Wasserwerk naturnah umzugestalten. Dies sollte u. a. mit einer Igelburg, einem Steinhaufen für Reptilien, Insektenhotels und einem gemeinschaftlichen Treffpunkt unter einem neu zu schaffenden Weidendom erreicht werden.

Am 21. Oktober war es dann soweit: stolz führte Julia Engelmann Vertretern der Volksbank Elsterland eG und des Naturparks sowie interessierte Bewohner der Ortschaft durch das neuerschaffene kleine Naturparadies.  Das vormals mit Essigbäumen zugewachsene Gelände wurde in vielen Wochenendaktionen, in denen viele Vertreter der Gemeinde mit anpackten, fleißig beräumt. Eine Sitzecke mit einer kleinen Bank ist unter dem zukünftigen Weidendom entstanden. Die ersten Weiden sind schon angewachsen, weitere werden im Frühjahr nachgepflanzt. Ein attraktives trapezförmiges Insektenhotel lenkt im Eingangsbereich die Blicke auf sich, Igelburg und Reptilienhaufen sowie weitere Nisthilfen warten auf Bewohner.

Besonders begeistert zeigt sich Beate Schreiber von der Volksbank Elsterland eG vom breiten gesellschaftlichen Engagement, das vor Ort für dieses Projekt gewonnen werden konnten. Die Freiwillige Feuerwehr stellte Geräte zur Verfügung, viele Dorfbewohner packten tatkräftig mit an.

Hecken stehen 2017 im Mittelpunkt von "Grün ist Bunt", Foto: Naturwacht

Gleichzeitig wurde die Gelegenheit genutzt, das Projektjahr 2017 einzuläuten. „Ausgeheckt“ heißt es im kommenden Jahr bei „Grün ist Bunt“, gesucht sind Projektideen rund um Hecken und Sträucher.

Hecken bilden Grenzen und verbinden dennoch Lebensräume, sie bieten den Bewohnern Schutz, Unterschlupf, Nistplatz und Nahrung, sie prägen die Landschaft und können sogar Stürmen die Stirn bieten. Bei der Mit-Mach-Aktion „Grün ist bunt“ sind Euren Ideen für die Heckengestaltung keine Grenzen gesetzt! Seid kreativ und heckt etwas aus!

Entstehen könnten im Rahmen des Projektes zum Beispiel eine Windschutzhecke, eine naturnahe Zierhecke, eine Blühhecke, Weidenreihen oder eine Naschhecke. Weitere Ideen findet ihr hier.

Mit einer Projektidee rund um die Hecke können sich junge Menschen  zwischen 10 und 21 Jahren– Freunde, Arbeitsgemeinschaften, Schülerteams, Vereine-  bis 31. Januar 2017 bewerben. Das beste Konzept wird von einer Jury ausgewählt und von der Volksbank Elsterland eG mit 700€ unterstützt. Teilnehmen können Projekte in allen Kommunen sowie angrenzenden Kommunen des Naturparks, die Umsetzung muss 2017 erfolgen. Eine Liste aller teilnahmeberechtigten Kommunen ist auf hier zu finden.

Formulare für Anmeldung, Kosten plan und Projektskizze können unter www.naturpark-nlh.de/gruenistbunt heruntergeladen werden. Diese können bis 31. Januar 2016 an Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, „Grün ist bunt“, Naturparkhaus, Markt 20, 04924 Bad Liebenwerda gesandt werden. Vollständige Teilnahmebedingungen unter www.naturpark-nlh.de.  Für Fragen zu „Grün ist Bunt“ steht gern das Team des Naturparkhauses unter 035341 471594 oder 035341 10192 zur Verfügung.

"Natur zum Anfassen" zum Thema Wiese findet Anklang bei den Schulklassen der Region

Schüler an der Elstermühle im Programm "Wiese" im Herbst 2016, Foto: I. Ertle, FV Natrupark NLH e. V.

211 Schüler buchten Erlebnisprogramm zum Thema "Wiese" an der Elstermühle Plessa

Gleich zum Beginn des neuen Schuljahres 2016/2017 war der Förderverein wieder Gastgeber für zahlreiche Schulklassen im Rahmen des Projektes "Natur zum Anfassen" in Kooperation mit enviaM und Mitgas. In erlebnisreichen Tagen auf dem Gelände der Elstermühle Plessa stand thematisch die Wiese im Vordergrund.

Als Wiesenforscher/innen galt es die Artenvielfalt der Wiese zu entdecken und eigene Funde zu bestimmen. Im Rollenspiel konnte der Verwandlungszyklus verschiedener Schmetterlingsarten nachempfunden werde. In einem aktionsreichen Geländespiel galt es in kleinen Teams Forscheraufgaben zu bewältigen und zu entschlüsseln. Ein Schatz durfte dabei natürlich auch nicht fehlen. Das Angebot wurde von den Schulklassen dankbar angenommen, alle Termine waren ausgebucht. Die Beteiligten zeigten sich begeistert und freuen sich aufs nächste Jahr. (FV)

Biologische Vielfalt fest im Blick

Erfahrungsaustausch aus Anlass 25 Jahre Naturwacht, Foto: Naturwacht

Fachtagung mit den Rangern anlässlich von 25 Jahre Naturwacht Brandenburg und 20 Jahren Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

Seit nicht weniger als 24 Jahren dokumentieren die Ranger im Naturpark die naturkundlichen Entwicklungen. Waren es in den ersten Jahren noch eine reine Inventur an bekannte Standorte von ausgewählten Arten, entwickelte sich daraus eine flächendeckende Biotopkartierung für den Pflege- und Entwicklungsplan des Naturparks (1995-1996). Mit diesen Erkenntnissen konnten weitere Kartierungsschwerpunkte hinzugefügt werden und sowohl die Standortanzahl als auch das Artenspektrum, welches jährlich bzw. turnusmäßig erfasst wurde, erhöhte sich über die Jahre erheblich. 

Heute arbeiten die Ranger in unterschiedlichen Programmen mit. Grundlage sind landes- und bundesweite Methodenstandards deren Ergebnisse in überregionale Studien einfließen bzw. wichtige Bestandteile für Artenschutzprogramme sind. Im Rahmen der FFH Managementplanung für den Naturpark wurden bereits von den Rangern die FFH Lebensraumtypen kartiert und für einige Artengruppen wurden die langjährigen Monitorings ausgewertet.

Die Aufgaben der Ranger werden zunehmend komplexer und anspruchsvoller. Um auch zukünftig allen Anforderungen gewachsen zu sein und am Puls der Zeit zu bleiben, haben die Ranger aus dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ihre Kollegen aus den Nachbargebieten zu einem zweitägigen Erfahrungsaustausch im September eingeladen. Insgesamt 41 Ranger aus dem Nationalpark Sächsische Schweiz, den Biosphärenreservaten Spreewald, Flusslandschaft Elbe, Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft und Mittelelbe, den Naturparken Niederlausitzer Landrücken, Dahme-Heideseen, Hoher Fläming, Stechlin Ruppiner Land und Schlaubetal sowie der NSG-Verwaltung Königsbrücker Heide/Gohrischheide folgten der Einladung.

Der erste Tag war von Vorträgen geprägt. Neben dem Rückblick auf „25 Jahre Naturwacht Brandenburg“ von Manfred Lütkepohl, Leiter der Naturwacht Brandenburg, und „20 Jahre Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft“ von Lars Thielemann, Leiter der Naturparkverwaltung, standen die Kartierungen und der Umgang mit diesen Daten im Focus. Sowohl die Ergebnisse aus zum Teil über 20 Jahren Bestanderfassung von Fauna und Flora, wie auch die Effizienzkontrollen von konkreten Naturschutzmaßnahmen im Naturpark wurden vorgestellt und diskutiert. 

Der Biber und der Umgang mit Beschwerden war dabei ein länderübergreifendes Thema, so konnten insbesondere die Ranger aus dem Biosphärenreservat Mittelelbe von ihre Erfahrungen mit Umsiedlungen berichten. Neben der Erfassung des Altbestandes von Arnika im Naturpark war auch die Pflanzungen von Arnika zur Bestandsstützung ein Thema. Wurden doch im Naturpark für ein Projekt im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft die Samen geerntet. So war die Frage „Welchen Erfolg habt ihr mit den Pflanzungen?“ an die Kollegen aus der Oberlausitz naheliegend. Auch zum Heidemanagement in der Prösa gab es die Frage nach den Erfahrungen mit den unterschiedlichen Pflegemaßnahmen, welche natürlich für die Kollegen aus der NSG-Verwaltung „Königsbrücker Heide“ von großem Interesse sind. 

Nach dem Abschluss des ersten Tagungstages wurde das Quartier bezogen. Das Schullandheim „Täubertsmühle“ bot den Tagungsteilnehmer einen guten Rahmen um den Abend am Lagerfeuer mit intensiven Gesprächen unter Kollegen zu verbringen. Gab es doch mit Auerhahn, Wolf, Junior Ranger und Freiwilligen viele weitere Themen zu diskutieren. Gemeinsame Schnittpunkte gab es reichlich.

Mit mehreren Vorortterminen ging es am zweiten Tag in den Naturpark hinaus. Erster Stopp war die Auffang-, Pflege und Auswilderungsstation „Oppelhainer Pechhütte“. Stefan Müller, heutiger Revierförster im NSG Gohrischheide, blickte hier kurz auf seine ersten beruflichen Schritte zurück. Als Lehrling in der Oberförsterei Elsterwerda war er am Aufbau der Station mitbeteiligt. 

Weiter ging es in das NSG „Der Loben“, hier wurden die Auswirkungen der Wiedervernässung auf die biologische Artenvielfalt diskutiert werden. Mit dem Kollegen konnten nun die Flächen mit den Pflanzungen zur Stärkung der Population der Arnika besichtigt und Vergleiche mit den Ergebnissen im Biosphärenreservat gezogen werden. Ein weiterer Stopp war das NSG „Forsthaus Prösa“. Hier hat das Heideprojekt deutlich sichtbare Spuren hinterlassen. Ganz oben auf dem Fragebogen der Kollegen standen natürlich die Erfahrungen mit der Auswilderung des Auerhuhns. Dazu bot sich hier in den Traubeneichen die Möglichkeit. Letzte Station bei der Befahrung des Naturparks waren die neuen „alten Flussschleifen“ der Kleinen Elster bei Maasdorf. Ein gelungenes Projekt zur Steigerung der Biodiversität im Naturpark.

Durch diesen Erfahrungsaustausch können wir Ranger voneinander lernen, neue Kontakte knüpfen und bewährte pflegen. Dies erleichtert uns auch zukünftig bei neuen Fragestellungen einen kurzen Draht zu den jeweiligen thematischen Experten unter uns. Wir hoffen an diesen zwei abwechslungsreiche Tage mit vielen interessanten Gesprächen und neuen Erkenntnissen den Austausch unter uns erreicht zu haben. (NW)

Land(wirt)schaft

Heuernte, Foto: V. Rösler

Fotowettbewerb des Naturparks 2017

Wiesen, Weiden und Felder prägen neben den großen Wäldern das Bild des Naturparks. Aber die Landwirte bzw. Bauern sind es nicht allein, die hier in der Landschaft wirtschaften. So manch weiterer „Wirt“ ist hier noch tätig. Egal ob Gastwirt, Pferdewirt oder auch eine Wirtspflanze – sie möchten alle, dass es ihren Gästen gut geht. 

Der diesjährige Fotowettbewerb „Naturpark – hier wo ich zu Hause bin“ hat 28 Hobbyfotografen animiert, die insgesamt 170 Fotos einreichten. Wir hoffen natürlich, dass auch das neue Thema viele Teilnehmer mit zahlreichen Motiven findet. Wir sind sicher, Ihnen wird zum Thema „ Land(wirt)schaft“ eine ganze Menge einfallen.

Übrigens die ersten Wettbewerbsfotos liegen der Naturparkverwaltung schon vor.  

Die Ergebnisse des Fotowettbewerbs werden wieder auf dem Naturparkfest am 25. Juni 2017, diesmal in Dobra, zu sehen sein. Die Fotos sollten bis Ende Mai beim Naturpark eingereicht werden. Der genaue Termin wird noch in der Presse bekannt gegeben.

Weitere Infos erhalten Sie u.a.: Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, Markt 20, 04924 Bad Liebenwerda, Tel. 035341 / 615 – 0 oder 035341 / 471594

www.niederlausitzer-heidelandschaft-naturpark.de oder www.naturpark-nlh.de . (NPV)

Im Naturpark aufgespürt...

Singschwäne, Foto: Fred Schulze

Beobachtungstipp: Wintergäste aus dem hohen Norden

Während uns die meisten einheimischen Brutvögel im Herbst verlassen, um im Süden zu überwintern, kommen andere aus den nordischen Brutgebieten und füllen die Lücken wieder auf.

100-200 Singschwäne überwintern jedes Jahr  im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Wer einmal ihre weithin hörbaren trompetenden, zuweilen melancholischen Rufe, gehört hat wird fasziniert sein. Vor allem, wenn die Winterlandschaft totenstill ist, klingen ihre Töne wie aus einer anderen Welt. Ab Ende Oktober halten sich die Tiere oft in großen Gruppen an größeren Gewässern sowie Äckern und Wiesen auf. Aus der Ferne sind Singschwäne und  unsere heimischen Höckerschwäne schwer zu unterscheiden. Der Beobachter sollte auf jeden Fall ein Fernglas dabei haben und auf den Schnabel der Tiere achten. Bei Singschwänen ist er hellgelb, bei Höckerschwänen hingegen orange-rot und bei den männlichen Tieren mit einem imposanten schwarzen Höcker gekrönt. Im Februar und März ziehen die Singschwäne dann gewöhnlich in ihre nordischen Brutgebiete zurück.

Wintergäste, Foto: Fred Schulze

Mögliche Beobachtungsplätze sind die abernteten Felder und Wiesen um Friedersdorf.

Ein weiterer Wintergast aus dem Norden ist die Saatkrähe. Sie ist bei uns zwar auch heimisch, aber im Herbst gibt es einen gewaltigen Zuzug aus Nord- und Osteuropa.  Wem ist nicht schon die massenhafte morgendliche Ansammlung der Krähen auf der Kirche von Bad Liebenwerda direkt gegenüber vom Naturparkhaus aufgefallen? Besonders im Winter sind Krähen in großen Trupps unterwegs und  finden sich an gemeinsamen Schlafplätzen ein. Bevor es dann am Morgen auf die umliegenden Äcker und Wiesen geht, um nach etwas Essbarem zu suchen, versammeln sich die Tiere auf sogenannten Vorsammelplätzen, wie hier bei uns auf der Kirche und den angrenzenden Gebäuden. Um die Saatkrähe nicht mit der nah verwandten Rabenkrähe zu verwechseln, muss man genau hinschauen. Das beste Unterscheidungsmerkmal ist auch hier, wie bei den Schwänen der Schnabel. Während die Saatkrähe einen „nackten“, hellen Schnabel besitzt, ist der Schnabel der Rabenkrähe schwarz und hat einen befiederten Ansatz. Oft bilden sich gemischte Schwärme mit Saat,- Nebel- oder Rabenkrähen sowie Dohlen. (NW)

Regionaler Küchenzauber

Köche aus dem Elbe-Elster-Land auf der Grünen Woche, Foto: Mona Claus, Lausitzer Rundschau

Der Naturpark empfiehlt:

Wildschwein – Braten 

1 kg Wildschweinkeule (ohne Knochen)

Rotweinbeize

Salz und Pfeffer

75 g Öl

75 g Margarine

2 Zwiebeln

1 Möhre

100 g Sellerie

150 g Schmand

1 TL Orangenschale (gerieben)

1 Prise Zimt (gemahlen)

Waldpilze

Die Wildschweinkeule in der Rotweinbeize marinieren und 48 Stunden im Kühlschrank stehen lassen. Anschließend das Fleisch herausnehmen und trocken tupfen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Öl und Margarine in der Pfanne erhitzen und Fleisch von allen Seiten scharf anbraten.

Das Gemüse schälen, grob würfeln, dazugeben, kurz mitbraten und danach mit etwas Beize ablöschen. Evtl. mit Wasser auffüllen, im Backofen bei 180°C ca. 90 Minuten braten. Dabei regelmäßig mit Bratensaft begießen. Fleisch herausnehmen, war stellen.

Der Soße Schmand, Orangenschale und Zimt zugeben. Bei Bedarf andicken, passieren und nochmals abschmecken. Fleisch in Scheiben schneiden und auf einer vorgewärmten Platte mit frischen Waldpilzen anrichten. Soße extra reichen. (NPV)