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Alte Vielfalt neu entdecken

Spaziergang im Obstgarten, Foto: A. Franke

Er ist ein lebendes Museum: Auf drei Hektar Fläche wachsen im „Pomologischen Schau- und Lehrgarten“ bei Döllingen Obstsorten aus Urgroßmutters Zeiten. Allein Namen wie „Rotgestreifte gelbe Schafsnase“ legen Zeugnis davon ab, dass viele dieser Sorten heute aus den Gärten verschwunden sind. Insgesamt sind es über 300 verschiedene Sorten der Hauptobstarten Apfel, Kirsche und Pflaume, aber auch so genanntes Beiobst wie Nüsse, Quitten oder Pfirsich.

Dem Verlust an Vielfalt entgegenzuwirken und die alten Sorten für die Nachwelt zu retten, ist das Anliegen des Pomologischen Gartens. Wert gelegt wird dabei auf die regionalen Sorten, die sich als an die örtlichen Gegebenheiten angepasst erwiesen haben und widerstandsfähig sind. Zugleich wird im Pomologischen Garten dargestellt, wie einstmals landwirtschaftliche Flächen als „Obstäcker“ genutzt wurden. So wird sichtbar, wie früher auch im Streuobstgebiet um Döllingen, Hohenleipisch und Kraupa gewirtschaftet wurde. Naturschutz verbindet sich auf diese Weise mit umweltpädagogischen und kulturhistorischen Aspekten. Und nicht zuletzt ist der „Pomo-Garten“ als ein touristischer Anlaufpunkt gedacht, der gleichzeitig für die regionalen Streuobsterzeugnisse in Bio-Qualität wirbt.

Initiiert wurde das Projekt durch die Naturparkverwaltung und die Fachgruppe Streuobst des Naturschutzbundes Deutschland (NABU).

Sie können den Erhalt des Pomologischen Schau- und Lehrgartens mit einer Baumpatenschaft fördern. 

Nähere Information:http://www.pomologischer-garten.de/

Der Besuch des Pomologischen Gartens ist bei Anmeldung jederzeit möglich.

Empfehlung: Wandertipp durch die Streuobstwiesenlandschaft

Flyer zum Pomo-Garten

Kontakt: Andrea Opitz, Tel.: 035341/ 61512

Email: andrea.opitz(at)lua.brandenburg.de