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Mit dem Rad durch den Naturpark

Radfahren ist angesagt! Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft lädt auf vielen Radwegen dazu ein, die kulturhistorischen und landschaftlichen Besonderheiten zu entdecken.

Auf dieser Seite finden Sie Radtouren zum Selbstfahren, geführte Radtouren durch den Naturpark bietet das Team des Naturparkhauses (alle Touren hier), Radtouren anderer Anbieter sind im Veranstaltungskalender gelistet.

Kurzübersicht aller Radrouten im Naturpark, für Details einfach Link anklicken:

  • Weitere Tourenvorschläge für Radausflüge im Naturpark finden Sie in der Broschüre "Mit dem Rad unterwegs" zum Herunterladen.

Fahrradverleihe im Naturpark

Naturparktour

In der Natur unterwegs, Foto: V. Rösler

Auf der Naturparktour besteht die Gelegenheit, den besonderen Reiz der vielfältigen Landschaft mit ihren ausgedehnten Heideflächen, Traubeneichenwäldern, Streuobstwiesen, Mooren und Teichen zu genießen. Es gibt aber auch viele Sehenswürdigkeiten in den Orten zu entdecken.

Besonders eindrucksvoll ist des Naturschutzgebiet „Forsthaus Prösa“: Hier hat ein ehemaliger Truppenübungsplatz eine offene Landschaft hinterlassen: Wo früher Panzer rollten blüht jetzt die lila Heide. Daran schließt sich, um Hohenleipisch und Döllingen, das größte Streuobstgebiet Brandenburgs an. In Döllingen vermittelt ein Pomologischer Schau- und Lehrgarten Wissen über alte, selten gewordene Obstsorten. Alte Industriedenkmale, Mühlen und Töpfereien an der Route ergänzen das Naturerlebnis.

Länge und Beschaffenheit: ca. 80km, ebenes Gelände, teilweise ausgebaut, teilweise naturbelassen, teilweise auf wenig befahrenen Nebenstraßen

Ausschilderung: Nicht ausgeschildert, GPS-Tracks zum Download auf http://www.gpsies.com/map.do?fileId=mbrosrwucrqbebvz

Bahnanbindung:
Bad Liebenwerda, Doberlug-Kirchhain, Hohenleipisch, Elsterwerda
Weitere Informationen zur Anreise erhalten Sie unter www.vbb.de

Kartenempfehlung:
Freizeitkarte, Landesvermessungsamt Brandenburg, Maßstab: 1:50.000, Preis 6,00 Euro, Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, ISBN 3-7490-4090-2

Fahrradverleih/Reparatur:

Elsterwerda: Fahrrad Gensch (Verleih/Reparatur), Berliner Str. 1a, 04910 Elsterwerda, Mo - Fr. von 9 - 18 Uhr, Sa von 9 - 12 Uhr, Telefon 03533 - 3761

Bad Liebenwerda: Fahrrad Lindner (Verleih/Reparatur) Mittelstr. 8, Telefon: 035341 9206, Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 9- 12 Uhr,

Tourist Information (nur Verleih), Rossmarkt 12, Telefon: 035341 6280, Öffnungszeiten: ganzjährig Mo 10-15 Uhr, Di-Fr 10-20 Uhr, Sa/So von 14-18 Uhr

Tagesradtour - Landschaft von Menschenhand

Kulturraum Niederlausitzer Heidelandschaft

Vor etwa 130.000 Jahren prägten die sich zurückziehenden Gletscher der Saale-Eiszeit die landschaftlichen Oberflächenformen im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft – doch der heutige Landschaftscharakter trägt auch deutlich die Handschrift des Menschen. Spätestens seit der Neuzeit griff er mit seinem Wirken maßgeblich in das Landschaftsbild ein, schuf in einem dynamischen Prozess neue Siedlungen und Gewässer, kultivierte Offenland und Wald, begradigte Flüsse und baute Bodenschätze ab. Die Beschaffenheit von Landschaft ist keine Konstante, sondern das Ergebnis kontinuierlichen Wandels. Nutzungsformen beginnen und enden, wandeln sich und werden in anderer Form oder an anderen Orten fortgesetzt. Diese Route lädt Radfahrer dazu ein, auf einer Tagestour zu erfahren, wie der Mensch die Landschaft prägte. Sie verläuft auf Wegen, die wie mit dem Lineal gezogen wirken, vorbei an Gruben, in denen einst Bodenschätze gehoben wurden, und durch ausgedehnte Heideteppiche, die ihre Existenz zwar ebenfalls menschlichem Wirken verdanken – heute aber ein wahres Naturschauspiel bieten, wenn sie im Spätsommer in Purpur erstrahlen.

Länge & Beschaffenheit: ca. 35 km, ebenes Gelände, 70% ausgebaut, 30% naturbelassen

Ausschilderung: nicht ausgeschildert, Flyer zum Herunterladen

GPS-Tracks: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=qqebpdiucvwivsgx
http://www.gpsies.com/map.

Bahnanbindung: Bad Liebenwerda, Verbindungen unter www.vbb.de

Kartenempfehlung:Freizeitkarte, Landesvermessungsamt Brandenburg, Maßstab: 1:50.000, Preis 6,00 Euro, Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, ISBN 3-7490-4090-2

Fahrradverleihe/Reparatur:

Bad Liebenwerda: Fahrrad Lindner (Verleih/Reparatur) Mittelstr. 8, Telefon: 035341 9206, Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 9- 12 Uhr,

Tourist Information (nur Verleih), Rossmarkt 12, Telefon: 035341 6280, Öffnungszeiten: ganzjährig Mo 10-15 Uhr, Di-Fr 10-20 Uhr, Sa/So von 14-18 Uhr

Unterwegs auf der Apfelroute

Im Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen, Foto: V. Rösler

Apfeltag und Apfelwochen, Apfelsaft und Apfelwein, Apfelbestimmung und Apfelseminar, Apfelkuchen und Apfelsteak - Auf dieser Tour dreht sich alles um den Apfel.

Begleiten Sie uns zu den einzelnen Apfelstationen und erfahren viel Wissenswertes über Obst im Allgemeinen und den Apfel im Besonderen.

1726 erließ Friedrich August, König von Polen und Kurfürst von Sachsen, ein Mandat, in dem er forderte, dass das Land mit „gnugsamen Frucht- und Obstbäumen mehr und mehr erfüllt werden möge“. Nach 1850 nahm der Obstbau in der Region einen großen Aufschwung und boomte bis 1990. Nach der Wende wurden die Obstäcker zum großen Teil nicht mehr bewirtschaftet, die alten Bäume starben ab, junge wurden nicht nachgepflanzt. Ab 1994 ging es wieder bergauf. Der NABU pachtete zunächst einen Hektar Streuobstwiese und im Jahr 2000 wurde der Grundstein für einen Pomologischen Schau- und Lehrgarten gelegt. Er ist heute das Zentrum des Obstbaus im Elbe-Elster-Land.

Länge & Beschaffenheit: ca. 50 km, ebenes Gelände, teilweise ausgebaut, teilweise naturbelassen

Ausschilderung: nicht ausgeschildert, einzelne Stationen mit Apfellogo markiert, Routenverlauf auf Faltblatt "Unterwegs auf der Apfelroute"

GPS-Tracks:

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=eplvqxfjbfwstvfz

Bahnanbindung: Bad Liebenwerda, Hohenleipisch, Elsterwerda
Verbindungen erhalten Sie unter www.vbb.de

Kartenempfehlung:
Freizeitkarte, Landesvermessungsamt Brandenburg, Maßstab: 1:50.000, Preis 6,00 Euro, Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, ISBN 3-7490-4090-2

Unterwegs auf der Storchentour

Foto: Astrid Krämer

Was wäre Brandenburg ohne Störche! Auf dem Storchenweg des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft erfährt man nicht nur Interessantes aus dem Leben des Brandenburger Charaktervogels, sondern auch wie Adebar unter die Flügel gegriffen werden kann.

Die Tour startet am Bergbaufolgesee Grünewalder Lauch, wo man den großen Vogel oft sehen kann, wenn er über den Grünewalder Lauch vom Horst zum Nahrungsrevier fliegt. Weiter geht es an den Hohenleipischer Wiesen vorbei. Auch hier spielt das Wasser eine wichtige Rolle. Zahlreiche Kleinsäuger, Insekten und Amphibien sind Garant eines reich gedeckten Tisches für den Weißstorch.

Nach sechs Kilometern auf dem Radweg „Kohlebahntrasse“ und weiteren vier Kilometern durch Wald und Feldflur führt die Tour nach Gorden. Seit 1933 wird hier das Storchenleben dokumentiert. In Staupitz begrüßen nicht nur die Störche die Radfahrer, meist weidet eine kleine Ziegenherde unmittelbar unter dem Storchenhorst, auf dem Weißstörche seit 1991 nisten. Zurück in Grünewalde, findet man einen Horst auf einem Gittermast unmittelbar neben dem Grundstück von Familie Bock in der Plessaer Straße.

Länge und Beschaffenheit: insgesamt ca. 28 km, ebenes Gelände, überwiegend naturbelassen, ausgeschildert

GPS Tracks zum Herunterladen: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=zhjexynpcbpybboa

Flyer zum Herunterladen: "Unterwegs auf der Storchentour"

Bahnanbindung:
kein direkter Bahnanschluss, nächst gelegene Bahnhöfe in Hohenleipisch, Rückersdorf und Lauchhammer
Weitere Infos zur Anreise erhalten Sie unter www.vbb.de

Kartenempfehlung:
Freizeitkarte, Landesvermessungsamt Brandenburg, Maßstab: 1:50.000, Preis 6,00 Euro, Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, ISBN 3-7490-4090-2

Trittsteine der Bergbaugeschichte

Die Eismassen der Saaleeiszeit haben durch ihr Kommen und Gehen den Süden von Brandenburg geformt. Kaum weniger gewaltig war der zweite Landschaftsgestalter der Region - der großflächige Braunkohleabbau. Er schuf Kulturlandschaften von teilweise bizarrem Aussehen, die Spuren sind im Naturpark überall zu finden. Insgesamt waren hier mehr als 40 Gruben bergamtlich registriert, sieben Brikettfabriken produzierten den begehrten Brennstoff.

Auf dieser Radtour rund um Doberlug-Kirchhain weisen Findlinge mit dem Schriftzug "Trittsteine der Bergbaugeschichte" und Informationstafeln an den einzelnen Stationen  auf die Bergbaugeschichte des jeweiligen Ortes hin. Am Wege sind viele weitere Sehenswürdigkeiten wie u.a. das Weißgerbermuseum in Doberlug-Kirchhain, ein ehemaliger Steinkohleerkundungsschacht oder die Klosterkirche und das Schloss in Doberlug zu sehen.

Länge und Beschaffenheit: ca. 25 km, ebenes Gelände, teilweise ausgebaut und teilweise naturbelassen

Ausschilderung: Nicht ausgeschildert, Informationstafeln weisen auf Sehenswürdigkeit hin

Flyer mit Routenverlauf zum Herunterladen: "Trittsteine der Bergbaugeschichte"

Aktualisierter Routenverlauf mit GPS-Tracks zum Herunterladen (Stand: September 2014):

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=olemdazcoztfreil

Bahnanbindung:
Doberlug-Kirchhain, Rückersdorf
Weitere Informationen zur Anreise erhalten Sie unter www.vbb.de

Kartenempfehlung:
Freizeitkarte, Landesvermessungsamt Brandenburg, Maßstab: 1:50.000, Preis 6,00 Euro, Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, ISBN 3-7490-4090-2

Fahrradverleih/Reparatur:

Zweirad Thomas Hülle, Hauptstraße 1, 03253 Doberlug-Kirchhain, Tel.: 035322/2882 (Vermietung & Reparatur)

Fahrrad Nissen, Leipziger Straße 43, 03253 Doberlug-Kirchhain
Tel: 035322 2350  (Vermietung & Reparatur)

Auf den Spuren der Mönche von Dobrilugk

Klosterkirche Doberlug, Foto: D. Willeke

Vor rund 800 Jahren siedelten an den Ufern der Kleinen Elster bei Doberlug (Dobry Lug – slawisch für „gute Wiese“) die Mönche des Zisterzienserordens und bauten ein Kloster auf. Sie machten die Gegend urbar und bewirtschafteten das Land. Sie rodeten Wälder, legten sumpfige Niederungen trocken sowie Fischteiche und Weinberge an und betrieben Bienenzucht. Im 13. Jahrhundert gehörten dem Kloster nahezu 60 Orte, Wirtschaftshöfe und andere Besitzungen. Die Zisterzienser prägten die typische Backsteingotik und hinterließen Baudenkmäler von höchster künstlerischer Vollendung. 1541 wurde das Kloster in Folge der Reformation aufgelöst.

Hinterlassen haben die Mönche Kirchen und Teiche sowie alte Flurnamen, die auf Nutzung zur Zeit der Zisterzienser schließen lassen.  Auf der Tour erlebt man außerdem Wälder aus dem Mittelalter, Wiesen, die ein Nahrungsparadies für Storch & Co sind und kleine Flüsschen wo sich Fischotter und Biber zu Hause fühlen.

Länge und Beschaffenheit: ca. 42 km, ebenes Gelände, Mix aus naturbelassenen und ausgebauten Wegen sowie Nebenstraßen

Flyer mit Routenverlauf zum Herunterladen: "Auf den Spuren der Mönche von Dobrilugk"

GPS-Tracks zum Download:

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=wlrvicexpgrjwnpm

Bahnanbindung:
Doberlug-Kirchhain
Weitere Infos zur Anreise erhalten Sie unter www.vbb.de

Kartenempfehlung:
Freizeitkarte, Landesvermessungsamt Brandenburg, Maßstab: 1:50.000, Preis 5,00 Euro, Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, ISBN 3-7490-4090-2

Naturpark: Ein- und Ausblicke

Blühende Heide, Foto: L. Wendt

Auf dieser Radtour können Sie viele bauliche und kunsthandwerkliche Kleinode in den Ortschaften sehen und viele botanische und faunistische Besonderheiten auf den Feldern und Wäldern des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft entdecken. Geformt von der vor ca. 180.000 Jahren zu Ende gegangenen Saaleeiszeit, sind es weite Wälder, Wiesen und Weiden, Äcker auf sandigen Böden, Überbleibsel einer regen Bergbautätigkeit und Streuobstwiesen, die diese Kulturlandschaft an der Schwarzen Elster prägen. „Kernstück“ des Naturparks ist das Naturschutzgebiet „Forsthaus Prösa“. Hier befinden sich unter anderem große zusammenhängende Traubeneichenwälder. Besenheide und Silbergrasfluren, entstanden durch die ehemals militärische Nutzung, bestimmen das Bild der beiden großen Offenflächen.

Länge & Beschaffenheit: ca. 56 km, ebenes Gelände, teilweise ausgebaut, teilweise naturbelassen

Ausschilderung: nicht ausgeschildert, GPS-Tracks zum Herunterladen:
http://www.gpsies.com/map.do?fileId=fgsexgaitvttiumv&referrer=trackList

Bahnanbindung:
Bad Liebenwerda, Doberlug-Kirchhain, Hohenleipisch, Elsterwerda
Weitere Informationen zur Anreise erhalten Sie unter www.vbb.de

Kartenempfehlung:
Freizeitkarte, Landesvermessungsamt Brandenburg, Maßstab: 1:50.000, Preis 6,00 Euro, Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, ISBN 3-7490-4090-2

Wasser, Wald und Wackerstein

Rothsteiner Felsen, Foto: D. Willeke

In weitem Bogen umfasst die „Schwarze Elster“ den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft im Süden und Westen. Bis Mitte des 19. Jh. bestand sie noch aus einem dichten Netz von Flussarmen und Inseln.
Im Jahr 1852 wurde auf Drängen der Bauern das Gesetz zur Melioration der Niederung der Schwarzen Elster beschlossen. Von den einstigen Flussarmen und der vielfältigen Vegetation ist heute kaum noch etwas zu erkennen. Ein erster Schritt um das Wasser wieder länger in der Region zu halten, konnte mit dem Projekt zur Renaturierung der Kleinen Elster inzwischen umgesetzt werden.

Schon viel früher, mit der Errichtung des Klosters Dobrilugk, wurden die umliegenden Wälder Stück für Stück in ihrer Ausdehnung eingeschränkt. Die Hauptbaumart auf den kargen Böden ist die Kiefer. Daneben finden sich aber auch solche Besonderheiten wie die Weißtanne oder die Niederlausitzer Tieflandfichte.

Aber es gibt noch etwas ganz besonderes auf der Tour zu sehen. Etwa 15 Meter überragt der Rothsteiner Felsen die umliegende Landschaft. Romantische Schlupfwinkel und Wege, steile Hänge sowie scharfe Grate - ein Hochgebirge im Kleinformat! Dabei ist der Felsen nur die Spitze eines unterirdischen Gebirgszuges, dessen Ausläufer u.a. bis nach Torgau verlaufen. Der Rothsteiner Felsen ist ein geologisches Naturdenkmal und in dieser Zusammensetzung gibt es das Gestein nur noch dreimal - im Yellowstone-Nationalpark, in Neuseeland und auf Island.

Länge & Beschaffenheit: ca. 36km, ebenes Gelände, teilweise ausgebaut, teilweise naturbelassen

Ausschilderung: nicht ausgeschildert, GPS-Tracks zum Herunterladen:

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=zycwoomdhltknnyh

 

Bahnanbindung: Bad Liebenwerda, weitere Informationen zur Anreise erhalten Sie unter www.vbb.de

Kartenempfehlung:
Freizeitkarte, Landesvermessungsamt Brandenburg, Maßstab: 1:50.000, Preis 6,00 Euro, Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, ISBN 3-7490-4090-2

Heide-Moor-Tour

Rad und Kremser, Foto: V. Rösler

Die bedeutendsten Waldgebiete im Naturpark stellen die großen zusammenhängenden, etwa 200 bis 300 Jahre alten Traubeneichenwälder im Naturschutzgebiet „Forsthaus Prösa“ dar.  Sie sind mit 600 Hektar mithin die größten Deutschlands. Eingeschlossen in diese Mischwälder erstrecken sich die Offenflächen des ehemaligen Truppenübungsplatzes. Eine 30-jährige militärische Nutzung bis 1988 hat in diesem Bereich auch Silbergrasfluren und weite Calluna Heiden hinterlassen. Sie werden heute in Teilabschnitten durch Schafbeweidung offengehalten und bilden u. a.  den Lebensraum von Wiedehopf, Ziegenmelker und Kiesbankgrashüpfer (letzterer als einziges Vorkommen in Brandenburg). Der sich östlich anschließende „Loben“ ist als Moor ein „Kind der Eiszeit“. Diese hat auf ihrem Rückzug gen Norden größere und kleinere stehende Gewässer zurückgelassen. Die Ansiedlung von Torfmoosen gab dann mit der allmählichen Verlandung den Ausschlag für die Entstehung eines Moores.

Länge & Beschaffenheit: ca. 46km, ebenes Gelände, teilweise ausgebaut, teilweise naturbelassen

Ausschilderung: nicht ausgeschildert, GPS-Tracks zum Herunterladen:

www.gpsies.com/map.do

Bahnanbindung: Bad Liebenwerda, weitere Informationen zur Anreise erhalten Sie unter www.vbb.de

Kartenempfehlung:
Freizeitkarte, Landesvermessungsamt Brandenburg, Maßstab: 1:50.000, Preis 6,00 Euro, Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, ISBN 3-7490-4090-2

Kirchen, Kunst und Kiefernwald

Kirche in Nexdorf, Foto: Archiv Naturpark

Kirchen und Kunst sind von jeher eng miteinander verbunden. So waren im Mittelalter Kirchen und die darin vorhandenen Kunstwerke der einzige Ort, zu dem alle Schichten der Bevölkerung Zugang hatten. Die noch vorhandenen Kirchen von einst sind oft die ältesten Gebäude in den Städten und Dörfern. Der Besuch in einer solchen, ist somit auch ein Blick in die Vergangenheit. Nicht nur der Kunstkenner wird hier einige Besonderheiten entdecken, wie die Schnitzaltare in Dobra und Tröbitz oder die Glasmalereien in Bad Liebenwerda.

Eine Menge Geschichten ranken sich um diese Relikte vergangener Jahrhunderte. So stürzte die Nikolaikirche in Liebenwerda 1513 fast vollständig ein, nachdem sich zuvor zwei schadhafte Pfeiler gesenkt hatten. Bis auf zwei Seiten musste die Kirche abgetragen werden und wurde dann erst 1537 wieder aufgebaut.

Auf dem Weg von Ort zu Ort oder von Kirche zu Kirche geht es u. a. durch ausgedehnte nährstoffarme Kiefernwälder, die im Volksmund die „Heede“ waren und sind. Da die Kiefer auf diesen Böden im Gegensatz zu anderen Bäumen gut gedeiht, ist sie im Naturpark fast flächendeckend zu finden. Nur an einzelnen Stellen konnten sich auch andere Baumarten behaupten, wie die Niederlausitzer Tieflandsfichte bei Schadewitz und Gorden oder die Traubeneiche im Naturschutzgebiet „Forsthaus Prösa“.

Länge & Beschaffenheit: ca. 46km, ebenes Gelände, teilweise ausgebaut, teilweise naturbelassen

Ausschilderung: nicht ausgeschildert, GPS-Tracks zum Herunterladen:

http://www.gpsies.com/map.do?fileId=iwhsnlktyrcldizj

Bahnanbindung: Bad Liebenwerda, weitere Informationen zur Anreise erhalten Sie unter www.vbb.de

Kartenempfehlung:
Freizeitkarte, Landesvermessungsamt Brandenburg, Maßstab: 1:50.000, Preis 6,00 Euro, Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, ISBN 3-7490-4090-2