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Die Deutsche Gesellschaft für Moor- und Torfkunde (DGMT e.V.) hatte zusammen mit dem Landesbetrieb Forst Brandenburg und dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaften zum Austausch über aktuelle und faunistische Aspekte der Moore eingeladen.

Diese feuchten, torfreichen Gebiete, so informiert Prof. Dr. Vera Luthardt vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, fungieren als Wasserspeicher in der Landschaft und können so beitragen, Hochwassersituationen zu entschärfen. Daneben seien Moore wichtige Lebensräume für zahlreiche, oft seltene Pflanzen- und Tierarten.

Nach Meinung der Experten kann Moorschutz nur erfolgreich sein, wenn der Austausch zwischen Naturschutzakteuren, Landnutzern und der angewandten Wissenschaft zu einem regional angepassten Management führt. Diesen Schulterschluss wollte diese Tagung befördern.

Neben dem beispielhaften Vorgehen im NSG Loben, so Vera Luthardt, wurde besonderes Augenmerk auf die Tierwelt der Moorgebiete gelegt. Viele Tagungsteilnehmer waren überrascht und fasziniert, dass Moore die ursprünglichen Stammlebensräume vieler Schmetterlings- und Fledermausarten und sogar der Kreuzotter sind.

Teil der Tagung waren zudem zwei Exkursionen: anhand eines Renaturierungsprojektes an der Kleinen Elster wurde gezeigt, dass – so Vera Luthardt – eine hervorragende Zusammenarbeit zwischen regionalen Akteuren, der Flächenagentur und dem NaturschutzFonds Brandenburg nicht nur dem Naturschutz dient, sondern auch den Hochwasserschutz unterstützt.

In den Mooren im Gebiet des Loben, "die Luben", begeisterte ein erfolgreiches Wiedervernässungsprojekt die Experten. Nach zehnjähriger Projektarbeit des Landesforstes in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und dem Gewässerverband "Kleine Elster – Pulsnitz" Sonnewalde können im Loben wieder naturnahe und wachsende Moore besichtigt werden.

Neben dem fachlichen Austausch trug die Veranstaltung zum Klima- und Moorschutz bei, indem die Veranstalter die, durch die Tagung verursachten, CO-Emmissionen mit dem Kauf von zwei "Moorfutures-Zertifikaten" kompensierten. Dabei handelt es sich um den Kauf von Treibhausgasmengen, die durch ein Moor-Wiedervernässungsprojekt in Brandenburg in der Rehwiese bei Liebenwalde reduziert werden.

Auszug aus der Lauistzer Rundschau vom 14.6.13

http://www.lr-online.de/regionen/Einheit-Moor-und-Hochwasserschutz;art96088,4239967,B::pic87251,2699463