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< Einheit: Moor- und Hochwasserschutz
17.06.2013 09:17 Alter: 4 yrs

Erster Nachwuchs im Storchennest in Haida gesichtet

37 Horste im Altkreis Liebenwerda momentan belegt


Blick auf den Storchenhorst in Haida mit dem Ringstorch. Im Nest wurden zwei etwa zwei Wochen alte Jungstörche gesichtet.

Bad Liebenwerda Im Altkreis sind derzeit 37 Storchennester besetzt. Das ergab eine umfassende Horstkontrolle durch Petra Wießner, ehrenamtliche Nabu-Weißstorchbetreuerin im Altkreis Bad Liebenwerda. Das sind drei mehr als im vergangenen Jahr. Allerdings ist das Nest in Plessa an der Kirche nur mit einem Einzelstorch besetzt, so Petra Wießner. </header><//header>

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Er wartet wohl vergeblich auf seine(n) Partner(in). Prieschka, Beutersitz, Koßdorf, Hohenleipisch, der Bieligkhof und Maasdorf am Natoureum sind neu oder wiederbesiedelte Standorte.

Die meisten Störche kamen dieses Jahr um den 10. April, also etwa sechs Tage später als im vergangenen Jahr, aber im normalen Zeitraum.

"Leider gab es wieder zahlreiche Horstkämpfe, so in Bad Liebenwerda um den Druckereischornstein (gleich mit 11 Fremdstörchen, die Rundschau berichtete), in Gröden am Friedhof, in Wainsdorf und am Bieligkhof in Bad Liebenwerda", hat Petra Wießner festgestellt. "Soweit bekannt geworden ist."

Unbesetzt bleiben die Nester in Hirschfeld, Schraden/Kaupen, Wahrenbrück und Bad Liebenwerda, Lessingstraße. Das Nest in Wainsdorf war etwa vier Wochen besetzt. Es konnte auch ein Ring von einem polnischen Storch abgelesen werden. Jetzt ist es aber verlassen.

Die Naturwacht hat die Informationen des Ringstorches in Hohenleipisch abgelesen. Er ist 2006 in Gerstungen, Thüringen, geschlüpft. Allerdings sieht es an der Kirche in Hohenleipisch nicht nach einer Brut aus. Sichtungen erster Jungstörche gibt es aus Kosilenzien, Haida, Bad Liebenwerda, Druckerei und Lausitz. In Mühlberg hat man einen Storch während des Regens beim Hudern beobachtet. So nennt man das Ausbreiten der Flügel des Altstorches zum Schutz der Jungen vor Regen oder starker Sonne, so Petra Wießner. In Großthiemig an der Schmiede werden schon Junge gefüttert. Nun besteht die schwache Hoffnung, dass der starke Regen nicht allzu viel Schaden in den Nestern angerichtet hat.

Dank der Unterstützung durch die envia und die Bereitstellung der Wiese eines Einwohners konnte nun auch in Theisa ein Nestmast aufgestellt werden. In diesem Jahr ist er jedoch noch nicht besetzt.

Des Weiteren ist bei den Kontrollen aufgefallen, dass man besonders an Weg- und Feldrändern immer wieder Strippen oder Bindegarn findet. Da viele Störche und andere Vögel das gerne zum Nestbau verwenden, kommt es dadurch oft zu qualvollen Verletzungen bei Jung- und Alttieren, oft mit Todesfolge. Deshalb wiederholt Petra Wießner die Bitte, solche Bindfäden einzusammeln und gar nicht erst liegen zu lassen.