Sie soll als spezielle regionale, alte Sorte den Pomologischen Garten ergänzen. Wie Andrea Opitz von der Naturparkverwaltung Niederlausitzer Heidelandschaft betont, wird die "Grüne Hoyerswerder" eines von rund 400 Obstgehölzen sein, die den Garten bereits zieren. Die RUNDSCHAU wird Pate der Hoyerswerdschen Birne. Gezogen hat die "Grüne Hoyerswerder" der Zeischaer Baumschulgärtner Roland Graeff. Er hatte sich die Reiser für den Hoyerswerdschen Baum beim Wurzener Bundessortenamt bestellt. Die LR hatte im August vorigen Jahres die Birnensorte beim Bundessortenamt wiedergefunden, nachdem sich beim "AusZeit"-Projekt der Kulturfabrik Hoyerswerda die Frage gestellt hatte, ob es die Sorte überhaupt noch gibt. Ziel ist es, den Baum wieder in Hoyerswerda anzusiedeln, wo ihn der einstige Pfarrer Benade im 18. Jahrhundert durch Zufall züchtete. Da sich die "Grüne Hoyerswerder" durch ihre Größe und ihre Eigenschaften nicht für den Obstbau eignet, war sie in Vergessenheit geraten. Ob es in Hoyerswerda noch Exemplare dieses Baumes gibt, ist nicht zweifelsfrei bewiesen. Dies müsste per Gen-Test erfolgen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau von Sascha Klein vom 05.09.13

http://www.lr-online.de/regionen/elsterwerda/Hoyerswerdsche-Birne-wird-nun-auch-in-Doellingen-gepflanzt;art1059,4319661