<figure align="left" itemtype="http://schema.org/ImageObject" class="articleImage gradient clearfix zoom"></figure><figcaption itemprop="description" class="articleImageCaption"></figcaption></figcaption><//figcaption></figure><//figure>

Was dem Senior aus der Großstadt nach seiner Fahrradtour vom Hohenleipischer Bahnhof entlang der gut bewachsenen Apfelallee nach Döllingen im Pomo-Garten mit seinem Stadtblick jedoch entgangen war: Im Schau- und Lehrgarten gab es in diesem Jahr kaum Früchte. "Wir hatten in diesem Jahr ein ganz großes Problem. Durch das kalte, nasse Frühjahr und den heißen, trockenen Sommer hatten wir kaum Äpfel. Für unsere Mosterei mussten wir sogar Obst aus umliegenden Gärten besorgen. Für den Apfeltag haben wir nun den Most mit Birnen gestreckt", verriet Organisatorin Andrea Opitz vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 30.9.13 von Veit Rösler

http://www.lr-online.de/regionen/elsterwerda/Berliner-schwaermt-Sachse-prueft-Apfel-Papst;art1059,4344189

Dass die Apfelernte regional unterschiedlich ausfallen kann, war dagegen am Marktstand von Gert Stahl aus Arzberg zu sehen. Vier verschiedene Apfelsorten lagen hier in üppiger Menge, zumindest noch am Vormittag, in den Stiegen. Hier griffen Äppelmoid Jana Reichel und ihre Amtskollegin Kelly Leßmann gleich mal zu. Auch Andreas Haupt aus Laasow bei Vetschau hatte genügend Früchte dabei. Diese bot der Hobbybäcker in ausgedienten Brot-Backformen an. Nicht nur das Paradies, auch der Weg dahin spielte beim diesjährigen Apfeltag eine Rolle.

Nach dem mittlerweile traditionellen und für viele Besucher zum Erntedank auch passenden Festgottesdienst mit Pfarrer Otto-Fabian Voigtländer aus Röderland kam beim diesjährigen Apfeltag eine einst von Pfarrer Benade aus Hoyerswerda im 18. Jahrhundert gezüchtete Birnensorte zu hohen Ehren. RUNDSCHAU-Redakteur Sascha Klein hatte vor einiger Zeit über die "Grüne Hoyerswerdaer" berichtet. Diese sei in Hoyerswerda nicht mehr anzutreffen und fast ausgestorben. Baumschulgärtner Roland Graeff aus Zeischa hatte den Artikel gelesen und gemeinsam mit dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft nachgefragt. Per Telefon und Internet ist es dann Sascha Klein gelungen, beim Bundessortenamt in Wurzen die Birnenart "Grüne Hoyerswerdaer" zu bekommen. Nach dem Nachziehen in der Baumschule Graeff wurde jetzt ein kleines Bäumchen der "Grünen Hoyerswerdaer" in einem feierlichen Akt unter den Augen vieler Schaulustiger im Pomo-Garten eingepflanzt. Klar, dass es sich RUNDSCHAU-Redakteur Sascha Klein nicht nehmen ließ, die Baumpatenschaft zu übernehmen und das Bäumchen gemeinsam mit Äppelmoid Jana Reichel einzupflanzen. Baumschulgärtner Roland Graeff war es zudem gelungen, vom Bundessortenamt ein paar leckere Früchte zur Baumpflanzung mitzubringen.

Gäste aus dem gesamten Raum zwischen Berlin, Dresden, Cottbus und Leipzig haben in diesem Jahr den Apfeltag besucht und so für ein fast schon überlaufenes Fest gesorgt. Thomas Lochschmidt aus Dresden brachte sogar den Pomologen Dr. Werner Schuricht bei der Apfelsortenbestimmung an seine Grenzen. Der Sachse hatte eine Apfelsorte in Tschechien aufgelesen und zur Bestimmung mitgebracht. Immerhin gibt es weltweit an die 20 000 verschiedene Apfelsorten. Diese wurden früher hauptsächlich in Pfarr- oder Klostergärten gezüchtet. Für den Massenandrang beim Apfeltag weiß der Elsterwerdaer Bürgermeister Dieter Herrchen eine Antwort. "Ich komme immer schon vormittags, da ist hier noch etwas Platz und man kommt auch an die Marktstände heran. In zwei Stunden ist da kaum noch was zu machen", sah er schon vor der Baumpflanzung am Vormittag voraus.

www.lr-online.de/bilder/apfeltag