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Zwischen Elsterwerda und Kahla, nördlich der Bundesstraße 169, befindet sich das Naturschutzgebiet Kleine Wiesen. Hier ist das zahlenmäßig größte Vorkommen des Fuchsschen Knabenkrautes im Landkreis Elbe-Elster nachgewiesen.

Schon im Jahr 1980 habe Dr. Werner Jorga erstmals die Unterschutzstellung beantragt, erläuterte Jutta Wegener von der unteren Naturschutzbehörde in der vorigen Woche vor den Mitgliedern des Kreisentwicklungsausschusses. 1988 sei eine einstweilige Sicherung des Gebietes erfolgt. In den Jahren 1996/97 habe der Landkreis 5,4 Hektar erworben und im Jahr 2005 unter Schutz gestellt. Das Besondere an dem Gebiet ist ein in dieser Weise selten gewordener Feuchtwiesenkomplex mit Orchideenvorkommen. Grünland darf hier erst nach dem 16. Juni in den Kernzonen gemäht werden.

Die Pflege der Kernzonen erfolgt über den Vertragsnaturschutz in Regie der Verwaltung des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft. Ein dickes Lob sprach Jutta Wegener dem Plessaer Günter Kamenz für die Pflege der Wiesen aus. Dies wiederum sei entscheidend für die Qualität der Landschaft. Das sehr seltene Grün-Widderchen und das Fuchssche Knabenkraut nannte die Fachfrau als herausragende Beispiele schützenswerter Fauna und Flora. Weitere besondere Vorkommen sind die Kleine Goldschrecke, Magerrasen-Perlmutterfalter, Wegerich-Scheckenfalter sowie Zittergras, Großer Klappertopf, Teufelsabbiss und Lungen-Enzian. Nach neuen Naturschutzgebieten befragt, nannte Jutta Wegener den Restsee Tröbitz, dessen öffentliches Auslegungsverfahren am 11. November begann. Das Moorgebiet des Eierpielers bei Finsterwalde soll ebenfalls als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden.

Auszug aus der Lausitezr Rundschau vom 13.11.13 von Frau Böttcher

http://www.lr-online.de/regionen/elsterwerda/Orchideen-gedeihen-auf-den-Kleinen-Wiesen;art1059,4388794,B::pic78800,2858959