Und sie kam nicht mit leeren Händen. In den Kisten waren kleine und große Baumscheiben mit gut sichtbaren Jahresringen verstaut. Eicheln, Kastanien, Walnüsse und Bucheckern waren dabei. Den acht- bis zwölfjährigen Wissensdurstigen brauchte die Naturparkmitarbeiterin nicht erst zu erklären, dass aus diesen kleinen Samen große Bäume werden und sie dazu Erde, Wasser und Sonne benötigen. So ganz nebenbei erfuhren die Schüler auch, das die ältesten Bäume der Erde viele Tausend Jahre alt sind, und der höchste Baum Deutschlands, eine Douglasie, mehr als 63 Meter hoch ist.

Als die Kinder erfuhren, dass ein Baum nach oben immer an den Spitzen wächst und unten in die Breite, und dass dazu viel Wasser benötigt wird, war ihnen bald klar, irgendwann kann ein Baum das Wasser nicht mehr unendlich in die Höhe transportieren.

Den Rückersdorfer Kinderhörsaal, ein Gemeinschaftsprojekt des Mehrgenerationshauses und der Grundschule Rückersdorf, gibt es bereits seit 2009, erzählte die Leiterin des Mehrgenerationshauses Gudrun Griese. Die Raumfahrt, die Geburt eines Kind, Musik und Vererbung waren bereits Themen. Ein Hautarzt und ein Radiologe waren zu Gast. Geplant sind weitere Hörsäle ? zum Wetter und dazu, wie der Staat funktioniert. Der nächste Kinderhörsaal findet am 10. Dezember statt. Da geht es um Musik der Welt, die den Kinder von einer gebürtigen Brasilianerin nahe gebracht wird.

Im Jahr werden etwa drei Veranstaltungen durchgeführt. Im Schnitt werde der Hörsaal von 40 bis 60 Schülern aus Rückersdorf, Doberlug-Kirchhain, Finsterwalde, Elsterwerda oder aus Hohenleipisch besucht. Es waren auch schon über 100 kleine Studenten, sagt Gudrun Griese.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 16.11.13 von H. Seidel

http://www.lr-online.de/regionen/herzberg/Auf-den-Spuren-der-Baeume;art1056,4392512