<figure align="left" itemtype="http://schema.org/ImageObject" class="articleImage gradient clearfix zoom"></figure><figcaption itemprop="description" class="articleImageCaption"></figcaption> Das Tellerberg-Trio mit Clemens Acksteiner, Max Pürschel und Laurenz Müller von der Kreismusikschule spielte zum Auftakt der Jahrestagung 2013 des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft. Foto: Heike Lehmann</figcaption><//figcaption></figure><//figure>

Mit wunderbarer Gitarrenmusik gab das Tellerberg-Trio der Kreismusikschule Gebrüder Graun, dazu gehören Clemens Acksteiner, Max Pürschel und Laurenz Müller, den Auftakt für die Jahrestagung 2013 im Refektorium am Schloss Doberlug.

"Wir müssen selbstbewusster mit Errungenschaften der vergangenen Jahre umgehen und Werbung machen für unsere guten Seiten", appellierte Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) auch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Naturpark-Fördervereins. Der Hinweis auf die Landesausstellung im kommenden Jahr im Schloss Doberlug mit der Chance, als Region noch bekannter zu werden, scheint längst Pflichtbestandteil solcher Grußworte.

Dass der Naturpark eine Menge positiver Aspekte für eine lebenswerte Region beisteuert, ergab ein sogenanntes "sozioökonomisches Monitoring" bei den Menschen, die hier leben. Prof. Susanne Stoll-Kleemann von der Universität Greifswald stellte die wichtigsten Ergebnisse vor. Studenten und wissenschaftliche Mitarbeiter führten Befragungen nicht nur in der Niederlausitzer Heidelandschaft durch. Vergleichswerte gab es zu den Naturparks Barnim und Stechlin-Ruppiner Land. Von 105 Befragten gaben 75 Prozent an, sehr verbunden mit der Niederlausitz zu sein. Als Gründe wurden nach der Familie und Freunden nur knapp an zweiter Stelle Natur und Landschaft genannt. "Das ist sehr überraschend!", kommentierte Stoll-Kleemann. Der Name des Naturparks ist mehr als der Hälfte gut vertraut. Dessen Aufgaben wurden häufig auf den Natur- und Umweltschutz reduziert und mit Reglementierungen in Verbindung gebracht. "Der Auftrag zur Umweltbildung ist hier eher noch unbekannt", so die Wissenschaftler. Zwei Drittel kennen die Naturwacht und wissen um deren Aufgaben.

70 Prozent der Befragten glauben, durch den Naturpark wird die Region interessanter für Leute, die sonst nicht hierher kämen, 56 Prozent meinen gar, dass die Region dadurch bundesweit bekannter geworden ist. Mehr als die Hälfte ist es wichtig, im Naturpark zu leben, mehr als 90 Prozent empfinden dadurch keine Einschränkungen im Alltag. Ginge es um den Fortbestand des Naturparks, wären 91 Prozent dafür ? nur 83 Prozent in den beiden anderen befragten Gebieten.

Auch die Kommunalvertreter sehen überwiegend Vorteile durch den Naturpark ? "in Biosphärenreservaten ist das nicht so eindeutig", ergänzte Stoll-Kleemann.

Zu den gesammelten Aussagen gehörte auch, dass der Naturpark die regionale Identität stärke, aber mehr Unterstützung vom Land erfahren könnte. Die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Wertschöpfung durch den Naturpark würden nicht ausreichend honoriert. Mit einem flexibleren und sicheren Budget könnte das Arbeiten erleichtert werden.

Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft umfasst eine Fläche von 484,3 km mit 13 Naturschutzgebieten und sieben Landschaftsschutzgebieten.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 30.11.13 von Frau Lehmann

http://www.lr-online.de/regionen/finsterwalde/Ein-gutes-Zeugnis-fuer-den-Naturpark;art1057,4407319