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Die Kleine Elster soll zwischen Doberlug-Kirchhain und Bad Liebenwerda wieder ein naturnahes und artenreiches Gewässer werden. Dafür fressen sich derzeit in Doberlug-Kirchhain die Bagger von der Meli Bau GmbH Herzberg in die Erde. Der Oberboden wird abgetragen.

Die Flächenagentur Brandenburg GmbH ist Bauherr für das neue Flussbett vor den Toren des einstigen Klosters Dobrilugk. Wo lange Zeit ein unbewirtschafteter Acker schlummerte, wird sich bald der Fluss durch die Landschaft schlängeln. Die sogenannte Klosterschleife ist mittlerweile die achte Schleife, die dem Fluss zurückgegeben wird. Und für die neunte, die Waldschleife bei Schadewitz, sind bereits die Anträge gestellt.

Das Geld für diese Maßnahmen kommt nicht vom Steuerzahler, sondern aus der Wirtschaft, weil die Renaturierung der Kleinen Elster meist als Kompensationsmaßnahme für landschaftliche Eingriffe gilt. "Windkraftanlagen sind solche Eingriffe", erklärt Birgit Groth von der Flächenagentur Brandenburg. Eine sechsstellige Summe steht zur Verfügung. Die Maasdorfer Schleife wurde beispielsweise von der Erdgasleitung Opal bezahlt.

Die Bauplanung und -leitung für die Klosterschleife liegt in den fachmännischen Händen der WTU Ingenieurgemeinschaft Bad Liebenwerda. Geschäftsführer André Weigt: "Die Schleife wird selbst 225 Meter lang sein. Gebaut wird auch eine 2000 Quadratmeter große Insel." Ende 2013 begannen die Vorbereitungen. Ursprünglich sollte der Bogen zur Klosterkirche hin geschlagen werden. Jetzt wurden die Begrenzungen Richtung Buchwald abgesteckt. Grund: Diese Flächen gehören dem Land Brandenburg.

Seit wenigen Wochen werden die Pläne umgesetzt. "Wir bauen nicht fertig, das heißt: Das Wasser kann mitbauen. Pflanzungen werden als Begrenzung dienen. Die Insel bleibt komplett sich selbst überlassen. Sie bekommt keine Brücke. Auf armen Böden gilt dort das Prinzip der Sukzession. Das heißt: Es wächst, was wächst", erläutert Birgit Groth die Idee.

Ein Überlaufdamm wird dafür sorgen, dass das Wasser den Weg in den neuen Lauf findet. "Damit schaffen wir auch eine bessere Wasserregulierung. Der alte und der neue Arm können Hochwasser ableiten", verspricht André Weigt.

"Die anderen sieben Elsterschleifen haben während der jüngsten Hochwasser ihre praktische Prüfung bestanden", so der Diplom-Ingenieur.

Das Öffnen alter Fluss-Schleifen genießt deutschlandweit Vorbildcharakter. Diese Baumaßnahmen der Flächenagentur sind von Dauer. Denn, so Birgit Groth: "Wir müssen uns 25 Jahre darum kümmern und bleiben so lange auch Ansprechpartner."