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23.06.2014 07:40 Alter: 3 yrs

Sängerstadtregion erlebt zwei Tage mehr Tourismus als gewöhnlich

48 Stunden Elbe-Elster reichen nicht


Andreas Schulz, Leonie Mehlis und Anita Schulz (v.r.) von der Radlerklause Schönewalde gehörten am Wochenende zu den Anbietern beim ersten Gourmetmarkt am Schloss Doberlug.

Doberlug-Kirchhain Erstmals hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg mit seiner 48-Stunden-Aktion den Fokus auf Elbe-Elster in Südbrandenburg gerichtet. Anlass war die erste Brandenburgische Landesausstellung im Schloss Doberlug. Züge brachten die Gäste aus allen Himmelsrichtungen. Kostenfrei chauffierten Busse der Verkehrsmanagement Elbe-Elster GmbH die Besucher durch die gesamte Sängerstadtregion. </header><//header>

Hannelore Breitenkamp (72) und Hannelore Stege (66) aus Berlin schlendern am Samstagnachmittag über den Gourmetmarkt am Schloss Doberlug. Sie bestaunen das sanierte Gebäudeensemble, schlendern über den Markt mit preußisch-sächsischen Gaumenfreuden und gönnen sich eine Pause bei einer Erdbeerbowle. Denn sie sind bereits am frühen Morgen mit dem Zug in Berlin gestartet. Eine komplette Busrunde durch die Sängerstadtregion haben sie hinter sich. ?Es ist unsere erste 48-Stunden-Aktion und wir sind begeistert von der guten Organisation, den netten, freundlichen Menschen und der wunderschönen Umgebung?, sagt Hannelore Breitenkamp. Dieses Fleckchen Erde ist für beide Damen völlig neu. In Finsterwalde haben sie am Stadtrundgang teilgenommen, in Kirchhain zu Mittag gegessen. Weil Hannelore Breitenkamp sehr gern Rad fährt, hat sie sich einige spezielle Prospekte eingesteckt, um mit Freunden wiederzukommen und noch mehr zu entdecken. Auch den Besuch der Landesausstellung haben sich beide für einen späteren Zeitpunkt aufgehoben.

Den ersten Besucheransturm erlebten der Gourmetmarkt, das Besucherbergwerk F 60 in Lichterfeld und die anderen Stationen am Samstagvormittag. Bei der Landesausstellung musste erstmals ein kurzzeitiger Einlassstopp ausgesprochen werden, weil zu viele Besucher gleichzeitig in die Ausstellung drängten. ?Mit den ersten beiden Zügen sind richtig viel Leute angekommen?, sagt Sylvia Kisser von der Einkaufswelt und Imbiss in Lichterfeld. Beim Handwerker- und Bauernmarkt am Bahnhof Doberlug-Kirchhain kann man bei ihr den Hunger stillen. Dass viele Reisende sofort in die Busse umsteigen, enttäuscht zunächst, aber am Nachmittag finden auch Gerbermeister, Korbflechter und Gärtner vor dem Bahnhof wieder viele Interessenten.

Die Erbsensuppe, die das Winkelsche Gasthaus ?Drei Rosen? neben Kartoffel- und Kohlrabisuppe am Schloss angeboten hat, ist am späten Mittag restlos ausgelöffelt. Sindy Placek hat gut verkauft: ?Es waren viele Berliner da. Die am weitesten angereisten Besucher kamen bisher aus Freiburg.? Jörg Dietrich aus Gröditz gehört an diesem Tag zu den Gästen aus Sachsen. Er nimmt vor allem den überwältigenden Eindruck aus der Klosterkirche mit nach Hause. Auch Andreas Schulz von der Radlerklause Schönewalde bei Herzberg gehört zu den Anbietern beim ersten Gourmetmarkt, den die Stadt gemeinsam mit dem Verein pro agro organisiert hat. Frisches und Regionales sind bei ihm zu haben. ?Ich versuche immer, nicht 0-8-15 zu machen?, betont er. Die Pfefferminze, die heute als frischer Tee mundet, stand gestern noch im Garten. Die Erdbeeren sind aus Werenzhain.

?Das habt Ihr gut hingekriegt!?, ruft Reinhold Gutsche zu den Standbetreuern vom Förderverein Schloss Doberlug, die Schliebener und Meißner Wein verkaufen, und deutet auf das Renaissanceschloss. Gerade in dem Moment, als auch Stadtkämmerin Gudrun Körner und Bauamtsleiterin Kerstin Stahl vor Ort sind. Sie nehmen das Lob gern entgegen. Der Berliner, der aus dem Sauerland stammt, ist mit seiner Lebensgefährtin Brigitte, geb. Loewe, nach Doberlug gekommen. Sie hat Jahre ihrer Kindheit und Jugend in Doberlug verbracht und nimmt am Sonntag an der Diamantenen Konfirmation teil. ?Wir waren schon 2005 hier und freuen uns, wie sich das Gelände entwickelt hat?, sagt Reinhold Gutsche anerkennend.

Auszug aus der Lauistzer Rundschau vom 23.6.14 von Frau Lehmann

http://www.lr-online.de/regionen/finsterwalde/Saengerstadtregion-erlebt-zwei-Tage-mehr-Tourismus-als-gewoehnlich;art1057,4645648