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Die Figuren sollen in dieser Woche aufgestellt werden. Die hölzernen Mönche beschreiben einzelne Stationen der Naturpark-Radtour "Auf den Spuren der Mönche von Dobrilugk", die vor Jahren auf Initiative des Bürger- und Heimatvereins Doberlug-Kirchhain und Umgebung in Zusammenarbeit mit dem Naturpark entstanden ist.

Jeder der Mönche trägt ein Symbol für die Arbeit und das Wirken der Zisterziensermönche des Klosters Dobrilugk beim hochmittelalterlichen Landesausbau in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts bei sich.

Der Mönch mit den Kräutern wird in Oppelhain aufgestellt, in Anlehnung an den Oppelhainer Kräutergarten. Der Mönch, der einen Fisch trägt, als Symbol für die von den Mönchen eingeführte Fischzucht, wird in Fischwasser installiert.

Der betende Mönch wird vor das Klosterrefektorium von Doberlug sein göttliches Werk tun. Der Bienenkorbträger geht nach Lugau, wo es die Zeidler oder Wildbienenzüchter gab und noch immer gibt. Den Mönch mit der Weinrebe erhält Friedersdorf und Hacke und Spaten, als Symbol der landwirtschaftlichen Urbarmachung, gehen mit ihrem Träger nach Lindena. Der bereits aufgestellte Mönch von Gruhno beschreibt die Einführung der Schriften und gleichzeitig die umfangreiche und detailreiche Chronik des Ortes.

Vor rund 800 Jahren siedelten an den Ufern der Kleinen Elster bei "dobry lug? für "Gute Wiese? Mönche des Zisterzienserordens, um ein Kloster aufzubauen und das Leben der Menschen zu erleichtern. Sie machten die Gegend urbar und bewirtschafteten das Land. Dafür rodeten sie Wälder, legten sumpfige Niederungen trocken, legten Fischteiche und Weinberge an und betrieben Bienenzucht. Im 13. Jahrhundert gehörten dem Kloster nahezu 60 Orte, Wirtschaftshöfe und andere Besitzungen an.

Die Zisterzienser prägten die typische Backsteingotik und hinterließen Baudenkmäler von höchster künstlerischer Vollendung. 1541 wurde das Kloster in Doberlug in Folge der Reformation aufgelöst. Hinterlassen haben die geistlichen Menschen Kirchen, Teiche und alte Flurnamen. Wie vom Naturpark zu erfahren ist, sind die Standorte der touristisch attraktiven Mönche jedoch nur auf den Radwanderweg, der von Doberlug über das ehemalige Vorwerk Schulz und die Klosterdörfer Lugau, Fischwasser, Gorden, Oppelhain, Friedersdorf, Gruhno und Lindena führt, begrenzt.

Etwa eine Woche Arbeit hat Kettensägenkünstler Roland Karl in jeden der Mönche aus dem Holz der Stieleiche gesteckt. Roland Karl hat bereits an anderen Stellen Figuren wie Waldgeister, Forstmänner und Symboldarstellungen für den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft geschaffen.

Damit sie lange halten und so auch an Ort und Stelle bleiben, werden die Figuren nach der künstlerischen Fertigstellung noch mit einem Witterungs- und Diebstahlschutz ausgestattet.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 8.7.14 von Veit Rösler

http://www.lr-online.de/regionen/elsterwerda/Zisterziensermoenche-bewachen-Radwanderweg;art1059,4665148