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Den Schwung der gerade zu Ende gegangenen Ersten Brandenburgischen Landesausstellung wollen die Kultur-, Natur- und Tourismusakteure des Landkreises mit vereinten Kräften fortwirken lassen. Mit dem Aufbau einer ständigen Ausstellung im Schloss Doberlug und der Gründung eines Museumsverbundes Elbe-Elster soll die Magnetwirkung des aufwendig sanierten Kloster- und Schlossareals auch künftig bewahrt bleiben. Touristen dorthin zu locken und sie gleichzeitig bei einer Radtour in den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft auf den Spuren der Mönche wandeln zu lassen, ist ein inzwischen gut angenommenes Angebot.

Touristisches Potenzial

Der Leiter des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, Lars Thielemann, sieht gerade in dem Verbund von Schloss, Kloster und der sie umgebenden Landschaft touristisches Potenzial. Das einstige Zisterzienserkloster Dobrilugk sei bekanntlich Ausgangspunkt des mittelalterlichen Landesausbaus gewesen. Damit sei der Grundstein für die heutige Kulturlandschaft des Naturparks gelegt worden. Der Bürger- und Heimatverein Doberlug-Kirchhain und Umgebung hatte schon Mitte der 1990er-Jahre das richtige Näschen und eine Radtour auf den Spuren der Mönche durch zahlreiche ehemalige Klosterdörfer entwickelt. In Zusammenarbeit mit dem Naturpark entstand ein erstes Faltblatt. Die Idee war offenbar so erfolgsträchtig, dass man sie nicht mehr losließ. Die alten Faltblätter sind längst vergriffen. Sie müssen auch aus einem anderen Grund neu erarbeitet werden.

Projektbearbeiterin Cordula Schladitz: "In Abstimmung mit der Stadt Doberlug-Kirchhain wurde eine neue Streckenführung für die Rundtour erarbeitet. Grund dafür sind die anstehenden Schließungen verschiedener Bahnübergänge sowie der inzwischen nicht mehr nutzbare Weg zwischen Schönborn und Doberlug."

Hinzugekommen sind außerdem, sozusagen als Sahnehäubchen bei der Erkundung der Strecke, die vom Kettensägenkünstler Roland Karl aus Dobra gestalteten Mönche. "Sie stehen in den ehemaligen Klosterdörfern, die an der Strecke liegen. Sie stellen jeweils eine Tätigkeit dar, die zur damaligen Zeit von ihnen ausgeübt wurde", erklärt Cordula Schladitz. Die Orte hätten dazu selbst ihre Wünsche äußern können. Und es hätte sogar weitere Wünsche gegeben, so aus seinem Heimatort Rückersdorf, weiß Lars Thielemann.

Die erste Holzskulptur, ? ein Mönch mit Schriftrolle und Schreibfeder ? war schließlich in Gruhno aufgestellt worden. Inzwischen haben sieben an der Zahl ihren Platz gefunden und sind zum attraktiven Hingucker geworden.

Findlinge mit Informationen

"Um die Rundtour auch ohne offizielle Ausschilderung besser sichtbar zu machen, hat der Naturpark Findlinge angekauft, die an diversen Kreuzungen gelagert sind. Diese haben vor Kurzem ein Schild aus wetterbeständigem Acryl bekommen. Darauf wird auf ein spezielles Ereignis hingewiesen, das sich in der Region zugetragen hat", erzählt Cordula Schladitz. Und fordert damit zu einer erneuten Entdeckungstour heraus.

Alle Akteure ?vom Heimatverein über die Stadt bis zum Naturpark ? können sich freuen, dass das Angebot bei den Touristen offenbar gut ankommt. "Schon vor der Landesausstellung waren die Faltblätter in ihrer dritten Auflage stark nachgefragt. Die Restbestände gingen dann zur Landesausstellung raus", so Cordula Schladitz. Sie bereitet demnächst das neue Faltblatt vor. Und vielleicht könne der Naturpark die Tour im nächsten Jahr mit weiteren Details ausstatten und deren Attraktivität erhöhen, ist ihre Hoffnung.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 20.11.14 von Frau Böttcher

http://www.lr-online.de/regionen/finsterwalde/Wandern-auf-den-Spuren-der-Moenche;art1057,4817789