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08.02.2016 13:43 Alter: 1 year

Kinder schaffen Paradies für Tiere

Sieger der Naturpark-Mitmach-Aktion "Grün ist bunt" gewählt / Unterstützer für weitere Projekte werden gesucht


Die Jury der Mitmach-Aktion "Grün ist bunt" aus Vertretern des Naturparks, der Volksbank als Sponsor und Karl-Ulrich Hennicke vom Naturschutzbund Finsterwalde hat sich entschieden. Foto: Zeidler

Bad Liebenwerda Die Arbeitsgruppe "Bahnhofsclique" um Julia Engelmann, Moritz Laake und Louis Bloedow hat die Jury mit ihrem Projekt überzeugt. Sie wollen am Bahnhof in Beutersitz auf dem ehemaligen Gelände des Wasserwerkes ein Paradies für Tiere schaffen. </header><//header>

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Die "Bahnhofsclique" aus Beutersitz hat die Mitmach-Aktion "Grün ist bunt" des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft und damit 700 Euro für die Umsetzung ihrer Projektidee gewonnen. Sie wollen auf dem Gelände des ehemaligen Wasserwerkes in der Nähe des Bahnhofs in Beutersitz ein Paradies für Tiere schaffen. Dafür soll ein Steinhaufen für Reptilien, eine Igelburg, ein Insektenhotel, Fledermauskästen und Nistkästen gebaut werden. Ziel ist es, den Ort als gesellschaftlichen Treffpunkt zu etablieren.

"Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht", sagt Sandra Spletzer vom Naturparkhaus. "Am Ende hat uns das hohe Bürgerengagement der Bahnhofsclique überzeugt." Alle anderen Projekte stammen aus einem institutionellen Rahmen.

Bei der Bewertung der fünf eingereichten Projekte stützte sich die Jury auf bestimmte Kriterien. So wurde der Aspekt der Nachhaltigkeit bewertet, der soziale, lokale und ökologische Effekt, aber auch der Bildungsansatz der Projekte musste erkennbar sein. Die "Bahnhofsclique" möchte die einheimischen Vögel beobachten und füttern. Außerdem soll eine Memotafel als Rätselspiel mit Tierspuren gebaut werden. "Die Jugendlichen heben hier ein Projekt aus der Taufe", so Karl-Ulrich Hennicke vom Naturschutzbund Finsterwalde. "Das Preisgeld ist nur ein kleiner Schritt für den Beginn. Danach werden sie noch viel Zeit und Arbeit investieren müssen." Auch ihn haben das Engagement der Gruppe und das biologisch durchdachte Konzept am Ende überzeugt.

"Alle eingereichten Projekte sind gute Ideen zur Förderung der biologischen Vielfalt", sagt Silke Falkenhain von der Volksbank Elsterland. "Es ist schade, dass wir nur ein Projekt unterstützen können". Deshalb möchte die Jury dazu aufrufen, die anderen Projekte mit Spenden zu unterstützen. So will die Grundschule Nord in Finsterwalde in ihrem Arboretum eine Trockenmauer mit Hohlräumen als Brutplätze oder Verstecke für Eidechsen, Blindschleichen, Kröten und Hummeln errichten. Dafür benötigen die Schüler Materialien wie Schubkarren und Schaufeln sowie Pflanzen. Steine hingegen sind noch auf dem Schulgelände vorhanden. Das Projekt wäre später eine Bereicherung für den Sachkunde-, Biologie-, naturwissenschaftlichen Unterricht.

Außerdem wollen naturverbundene Kinder und Erzieher im Hort Nehesdorf in Finsterwalde ein Insektenhotel und Hummelhäuser aufstellen. Die Gestaltung der Hummelhäuser würde die Töpfer-AG im Hort übernehmen und benötigt dafür Ton und Keramikfarbe. Weiterhin werden die Materialen für die Insektenhotels benötigt sowie Pflanz- und Saatgut.

Auch die "Greenkids Mühlberg" möchte gern ein neues Insektenhotel bauen und Baumscheiben bepflanzen. Sie wissen, welchen wichtigen Beitrag ein Insektenhotel zum Umweltschutz leisten kann und wollen daher ihr altes instabiles Insektenhotel erneuern. Damit auch viele Insekten kommen, wollen sie Baumscheiben mit verschiedenen Sträuchern und Stauden bepflanzen.

Weiterhin möchten die Heinz-Sielmann-Grundschule Crinitz zwei Igelhäuser und vier Fledermaushäuser im Bereich ihrer Streuobstwiese aufstellen. Die Schüler würden sich über diese Erweiterung ihres Naturerlebnisschulhofes sehr freuen.

Wer die Projekte unterstützen will, kann sich an das Naturparkhaus wenden. Auch in diesem Jahr soll es wieder eine solche Aktion geben. "Dann hoffen wir auf noch mehr Bewerbungen", sagt Silke Falkenhain von der Volksband Elsterland.

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Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 6.2.16 von Michèle-Cathrin Zeidler