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Der 365-Einwohner-Ort hat sich diesmal gegen Sorno, Lugau und die bereits mehrfach siegreiche Gemeinde Grünewalde aus dem Oberspreewald-Lausitz-Kreis durchgesetzt. Patrick Leske vom Ortsbeirat und Gudrun Heyde, die Ortsvorsteherin, sind begeistert. "Wir freuen uns wahnsinnig. Wir müssen uns tüchtig anstrengen, damit wir im nächsten Jahr das Naturparkfest bei uns starten können", sagt Gudrun Heyde spürbar gerührt auf der Bühne vor einem tollen Publikum. Das hat sich fast eine ganze Woche lang warmgelaufen für das Finale am gestrigen Sonntag. "Das ist ein unglaubliches Fest", lobt Lars Thielemann, Leiter der Naturparkverwaltung. Und Doberlug-Kirchhains Bürgermeister Bodo Broszinski spricht von einer cleveren Idee der Werenzhainer, als Vorjahressieger des Wettbewerbs Dorffest und Naturparkfest zusammen zu feiern.

Tüchtig für Stimmung sorgen seit dem Vormittag die Musikanten der Trachtenkapelle Stammheim aus dem Schwarzwald. Da füllt sich sogar von Zeit zu Zeit trotz hochsommerlicher Temperaturen die Tanzfläche vor der Bühne. An Ständen entlang der Dorfstraße gibt es auserlesene Angebote, die auch von Werenzhainern offeriert werden ? so die Kräutertees von Kerstin Schiemann und die vom 92-jährigen Sattlermeister Alois Teuber gefertigten Taschen. Petra Wießner und Ilona Ertle von Naturwacht und Naturparkverwaltung kommen mit naturverbundenen Menschen wie Kerstin und Andreas Bormann aus Hohenleipisch ins Gespräch, die mit dem Rad anreisten. Eine 30-köpfige Radlergruppe vom Traditionsverein Theisa unter Leitung von Andrea Arndt hatte das Fest für den gemeinsamen Ausflug gewählt.

Aus Herzberg waren Sepp und Christa Drobner gekommen. "Wir waren schon öfter bei den Naturparkfesten. Wir suchen uns gern aus, wo in der Region etwas Besonderes stattfindet", sagen die beiden und genießen den herrlichen Sonnentag mit Musik.

Ein Extra-Dankeschön für das mitreißende, mit viel Liebe und vielen Akteuren gestaltete Fest geht stellvertretend an Iris Stöber und Lorena Kühne vom Atelierhof Werenzhain, der wie der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft in diesem Jahr 20. Geburtstag feiert. Zuvor hatte Iris Stöber mit dem erst im Februar vorigen Jahres gegründeten Chor "Werenzynas" unter Leitung von Beate Kunze auf der neu angelegten Streuobstwiese hinter dem Pferdekopfhaus "Komm lieber Mai und mache" gesungen. Aus gutem Grund. Denn hier wurde gestern ein Zeichen für naturverbundenes Handeln von Menschen gesetzt. Ortsvorsteher Uwe Roland teilt die Freude über zehn neu gepflanzte Obstbäume auch mit Landrat Christian Heinrich-Jaschinski.

Die 1000 Euro Siegprämie von der Sparkasse Elbe-Elster für Werenzhain als Naturparkgemeinde 2015 sind gut angelegt. Ganz in der Nähe soll ein Rodelberg entstehen. Was die Dobraer mit ihrer Prämie machen werden, ist noch offen. "Wir sind gerade dabei, ein Leitbild für unseren Ort zu entwickeln", erklärt Gudrun Heyde.