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< Ein Fest für und mit der ganzen Region
18.10.2016 13:31 Alter: 248 days

Es wurde Heimat zurückgegeben

Fest der Regionen würdigt 20 Jahre Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft


Diskutierten mit Weitblick: Peter Krause, Brigitte Faber-Schmidt, Christian Heinrich-Jaschinski, Lars Thielemann und Attila Weidemann (v.l.). Foto: Heike Lehmann

Doberlug-Kirchhain Das Fest der Regionen ? Jahresempfang vom Landkreis Elbe-Elster ? stand am Freitag unter einem besonderen Aspekt: 20 Jahre Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Etwa 150 Gäste waren der Einladung ins Refektorium am Schloss Doberlug gefolgt. </header><//header>

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Mit einem Kurzauftritt vom Ensemble Johann Gottliebs Enkel, gerade von einem Flashmob aus Finsterwalde für den diesjährigen Graun-Wettbewerb zurück, startete der Abend. Nicht nur Attila Weidemann, rbb-Wetterreporter und Moderator des Abends, war verzückt vom Auftritt der Nachwuchsmusiker in schicken Gewändern.

Unter den Gästen begrüßte Landrat Christian Heinrich-Jaschinski (CDU) unter anderem die Landtagsabgeordneten aus dem Elbe-Elster-Kreis, den Präsidenten vom Brandenburger Landesamt für Umwelt, Dirk Ilgenstein, und die ehemalige Umweltministerin des Landes Anita Tack (Linke). Gekommen waren auch Kuratoriumsmitglieder, Unternehmer und Kommunalvertreter aus dem Landkreis sowie Gäste aus anderen Schutzgebieten Brandenburgs.

Die Entstehung vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft ist eng mit der Konversion des ehemaligen Truppenübungsplatzes in der Liebenwerdaer Heide verbunden. Ideen von einem Naturschutzpark ähnlich der Lüneburger Heide kamen Anfang der 1990er-Jahre auf.

Ohne lange Grußworte und Referate, stattdessen mit zwei beeindruckenden Kurzfilmen, einer Podiumsdiskussion mit Weitblick und einem Videogruß aus Schweden beeindruckte die Veranstaltung mit ihrer kurzweiligen Choreografie.

Was in den 20 Jahren Naturpark vor der Haustür gestaltet und bewahrt wurde, schilderten in eindrucksvollen Gegensätzen ein filmischer Beitrag vom Umweltmagazin Ozon vom 22. April 1990 über den Truppenübungsplatz, NVA-Sperrgebiet und von Kahlschlag geplagt, und der von einer Radtour durch die Heide anno 2015. Da musste auch Lars Thielemann, Leiter der Naturparkverwaltung, nicht mehr viel erklären. 1996 wurde der Naturpark ausgerufen, Flüsse renaturiert, Wasserreservoire geschaffen und das Auerhuhn wieder angesiedelt. Landrat Heinrich-Jaschinski brachte es auf den Punkt: "Den Menschen wurde Heimat zurückgegeben." Messbare Wirkung hat der Naturpark in Bezug auf Natur- und Erlebnistourismus und Arbeitsplätze.

<figure itemtype="http://schema.org/ImageObject" itemscope="" class="articleImage gradient clearfix zoom"></figure>Welche Reserven es noch gibt, diskutierten auf dem Podium zur provokanten Frage "Elbe-Elster-Land ? die Perle zwischen den Metropolen?!" Brigitte Faber-Schmidt von Kulturland Brandenburg, Peter Krause vom Landestourismusverband, Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und Lars Thielemann. Angesprochen wurden unter anderem Übernachtungsangebote, Barrierefreiheit, Wirtschaftsförderung, Natursafaris und Gastfreundschaft.

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Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 17.10.16 von Heike Lehmann