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Seit der Verkündung des Sieges sind einige Tage vergangen. Die erste Euphorie hat sich gelegt. Frau Heide, wie fühlt es sich heute an?
Heide: Immer noch richtig gut. Wir sind stolz über den Sieg und freuen uns auf die gemeinsame Feier im Ort ? wir halten in Dobra eigentlich ziemlich viel vom Feiern. Es ist ein gutes Gefühl, den Titel auf Anhieb errungen zu haben.

Läuft die Festvorbereitung? Wird schon kräftig organisiert?
Heide: Wir sind mittendrin. Seit Oktober planen wir das Naturparkfest, das am 25. Juni stattfindet. Ich weiß viele fleißige Menschen hinter mir, die bereits unterschiedliche Veranstaltungen organisiert haben. Das ist gut so.

Konkret steht Ihnen wer zur Seite?
Heide: Werner Jost als Kopf des Reitvereins und Organisator des Reit- und Springturniers hat einen großen Batzen Arbeit übernommen. Daneben sind es die Mitglieder des Heimatvereins, der Freiwilligen Feuerwehr, die einstigen Jugendclubmitglieder, Cordula Schladitz von der Naturparkverwaltung und verschiedene Privatpersonen, auf die ich setzen kann.

Wie sieht das grobe Gerüst für die Feierlichkeiten aus?
Heide: Gefeiert wird am 24. und 25. Juni. Ein Kinderfest wird für den Samstag organisiert. Auf dem Kirchplatz wird die zentrale Bühne ihren Platz finden, so war es schon früher. Sternförmig abgehend werden kleine Zelte das Bild komplettieren. Nicht zum ersten Mal sind es die einstigen Jugendclubgänger, heute sind sie junge Erwachsene, die das Zempern im Ort organisieren und die sich um das Kinderfest kümmern. Das Geld aus der Zempertour wird dazu verwandt. Ich finde das prima.

Und was haben die jungen Leute bereits verraten?
Heide: (lacht) Da werden wir uns wohl überraschen lassen müssen. Aufgestellt werden soll eine mobile Kegelbahn, eine Märchenstunde ist auf der Bühne geplant. Außerdem stehen eine Modenschau auf dem Plan und ein Musikprogramm. Eine regionale Nachwuchsband darf später die Bühne erobern und natürlich hoffen wir auf einen gut gefüllten Kirchplatz, wenn Kaffee und Kuchen ausgeteilt werden. Mit vielen Besuchern werden wir den Abend schließlich bei Discomusik ausklingen lassen.

Fehlt noch der Sonntag, der eigentliche Naturparkfest-Feiertag.
Heide: Ich stelle mir für diesen Tag eine bunte Händlerstraße vor mit Spinnerinnen, Sense dengeln, Hufschmied und Schmied, Alpakas, regionalen Produkten und hiesigem Handwerk. Der Weltladen wird sich präsentieren, es gibt Gartenaccessoires und ebenso wird Petra Wetzel aus Hohenleipisch ihre Marmeladen und Chutneys mit frischen Buchweizenplinsen anbieten. Die Dorfstraße ist dann die Flaniermeile.

Da liegt Ihr Grundstück ja direkt an der Meile?
Heide: Das ist auch gut, denn auf unserem Hof gibt es Sauerteigbrot aus dem Holzbackofen. Der Ofen stammt aus dem Jahr um 1927. In den letzten Jahren haben wir mehrfach versucht, ihn in Gang zu bekommen. Kuchenbacken darin klappt prima, schon dreimal haben ihn sich die Senioren aus dem Ort munden lassen. Um Brot zu backen, haben wir einen Fachmann gesucht. Schließlich wollen wir kein Risiko eingehen, wir hoffen auf gute Einnahmen. Der Test mit 20 Broten lief prima, sogar die Pizza hat lecker geschmeckt. Paul Müller von der Bäckerei Dorn hat den Dreh raus. Vor Ostern gibt es einen letzten Probelauf mit Pizza und Zuckerkuchen.

Und programmtechnisch gibt es auch noch was am Sonntag?
Heide: Natürlich, zu Gast sein werden die "Elstertaler Blasmusikanten". Das Kurkonzert wird an dem Sonntag nicht im Kurpark in Bad Liebenwerda stattfinden, sondern bei uns in Dobra im Rahmen des Naturparkfestes. Ihr Können beweisen ebenso Tänzer des Finsterwalder TSC. Ob wir uns einen Falkner oder eine Vorführung mit Jagdhunden leisten können, müssen wir sehen. Aber Luther wird ganz bestimmt eingebaut. Noch sind wir auf der Suche nach etwas Kapital. Vielleicht möchte uns ja jemand unterstützen.

Was wird mit dem Geld aus dem Brotverkauf?
Heide: Das stecken wir in die Aufwertung eines derzeit noch recht chaotisch aussehenden Fleckchens in Dobra. Der Arbeitstitel ist "Auszeit am Dorfanger". Gleich neben dem Mühlgraben befindet sich die einstige Tratschecke von Dobra. Dort standen Bänke und man traf sich zum Plauschen und Ausruhen. Das sähen wir gerne wieder so und haben deshalb eine Neugestaltung vor. Bis zum Naturparkfest muss noch ordentlich Hand angelegt werden. Erhaltenswerte Pflanzen bleiben, Überflüssiges wird entfernt, Aufwertung erfolgt mit heimischen Gewächsen. Bänke sollen aufgestellt und der Mühlgraben einen Zugang bekommen, um Wassertreten zu können, auch ein Barfußpfad ist in Arbeit und die Krönung könnte eine Holzskulptur sein. Uns unterstützt Sybille Jakober, Fachfrau im Landschafts- und Gartenbau. Allerdings das Gros der Arbeit wollen wir selbst stemmen, und da setze ich auf alle Einwohner.

Scheint ja alles paletti bei Ihnen?
Heide: Naja, nicht ganz. Noch fehlt uns in Festplatznähe ein geeignetes Domizil für die Fotoausstellung, die es im Rahmen des Naturparkfestes gibt.

Mit Gudrun Heide

sprach Mona Claus

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 6.2.17 von Frau Claus

http://www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Dobra-krempelt-fuers-Naturparkfest-die-Aermel-hoch;art1059,5824371,B::pic78814,3883650