<figure align="left" itemtype="http://schema.org/ImageObject" itemscope="" class="articleImage gradient clearfix zoom"></figure>Gerade erst wurden sie bei der Mit-Mach-Aktion "Grün ist Bunt" des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft zu Siegern gekürt und schon soll es auch gleich losgehen. Die Maasdorfer haben Hummeln im Hintern. Und nicht nur dort: Die possierlichen Tierchen hoffen sie auch mit ihrem Projekt ? einer Windschutzhecke am Rand ihrer Streuobstwiese ? zuhauf anziehen zu können. Am vergangenen Freitag hatten die "Maasdorfer Naturschützer", das sind Jugendliche im Alter zwischen zehn bis 15 Jahren, zu einer Vorstellung an die Streuobstwiese eingeladen. Und wenn man ihnen und den örtlichen Initiatoren zuhört, dann haben sie doch ordentlich was "ausgeheckt", getreu dem Motto der Aktion.

Im Jahr 2000 war es, da wurde die Streuobstwiese am Triftweg angelegt. Seitdem gedeihen 150 Bäume ? Äpfel-, Birnen-, Walnuss-, Süß- und Sauerkirsch- und ebenso Pflaumenbäume. Sie stehen aufgereiht hinter einer Hecke von 750 Pflanzen, die seit 2001 das Areal an zwei Seiten begrenzt. Unterhalb der Wiese befindet sich das Flussbett der Kleinen Elster.

Der Wind fährt derzeit von Osten her ungehindert in die Streuobstwiese. Das soll sich ändern. Mit der neuen Hecke werden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zum einen soll die Hecke vor zu viel Wind schützen und zum anderen finden Mensch und Tier dort etwas zum Naschen. Gepflanzt werden ausschließlich einheimische Gewächse. Ein Zaun wird die 160 Quadratmeter vor Verbiss schützen, so die Idee.

Ortsvorsteherin Jördis Thiere und Heimatvereinschefin Heidrun Matthes ? beide mit geballter Frauenpower ausgestattet ? finden reichlich Worte dafür, warum es sich lohnt, bei diesem Projekt mitzumachen, welche Initiativen darauf folgen werden und wer die Unterstützer sind. Bemerkenswert ist, wie gut sich die jungen Leute auf dieses Projekt vorbereitet haben. Zum ersten Blütenfest, das auf Initiative des Unternehmens Bauer Fruchtsaft zusammen mit dem Heimatverein am 7. Mai stattfinden wird, soll die Hecke der Öffentlichkeit präsentiert werden. Luca, Jona und Leona, drei der neun Naturschützer, beschreiben ihre Mission: "Bienen sollen sich in unserer Hecke einmal zu Hause fühlen und Vögel. Sie soll vor Wind und den auf naheliegenden Feldern befindlichen Pestiziden schützen."

Jördis Thiere macht anderen Gruppen Mut, sich ebenfalls an "Grün ist bunt" zu beteiligen. "Es waren nur drei Blätter auszufüllen. Dann mussten nur die vorgegebenen Kriterien eingehalten werden und ein Kostenplan musste beigelegt werden. Und schon waren wir dabei." Auch Anke Schenk von der Baumschule Saathainer Mühle freut sich über die Zunahme von Projekten, bei denen Kinder mit Pflanzen der Region konfrontiert werden und sich mehr Wissen zum heimischen Garten aneignen können oder gar selbst wieder Hand im eigenen Schulgarten anlegen.

Die Volksbank Elsterland eG unterstützt das Naturwachtprojekt mit 700 Euro, Anke Schenk agiert als fachliche Kompetenz und berät bei der Pflanzenauswahl. Die Naturparkmitarbeiter freut der Beitrag zur Landschaftsvielfalt.