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27.10.2011 08:53 Alter: 6 yrs

Neue Elsterbrücke in Plessa aus Bongossi-Holz auf Stahlträgern

Im nächsten Herbst soll Anbindung an Radweg stehen


Nach dem heftig kritisierten Abriss der Brücke an der Plessaer Elstermühle soll in einem Jahr ein Ersatzbau stehen. Gemeinde und Amt Plessa stemmen mithilfe einer vom Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung in Luckau gewährten Förderung dieses Vorhaben direkt am Schwarze-Elster-Radwanderweg.

Ein funktionelles und wartungsarmes Modell für Fußgänger und Radfahrer ist geplant. Aufwendig wird er durch einen schwierigen Baugrund und erhebliche statische Auflagen. Bauamtsleiter Reinhard Pachtmann stellte den Gemeindevertretern von Plessa am Montagabend die an den Vorgänger angelehnte Planung vor.

Diese sieht einen Belag aus wartungsarmem und langlebigem Bongossi-Holz auf einer Konstruktion aus Stahlträgern vor. Die Brücke wird 2,50 Meter breit und soll ein 1,20 Meter hohes Geländer erhalten. Auf der Mühlenseite wird die Anbindung aus Natursteinpflaster, von der Radwegseite mit einem Asphaltbelag versehen. Das Widerlager an der Elstermühle ist nach dem Abriss stehen geblieben und soll im Wesentlichen wiederverwendet werden. Auf der gegenüberliegenden Flussseite ist ein Neues zu bauen.

Nach einer gründlichen Baugrunduntersuchung ist von den Statikern festgelegt worden, dass entgegen ersten Plänen nicht jeweils zwei, sondern drei Gründungspfähle für die beiden Brückenpfeiler notwendig sind. Diese Pfähle sollen bis zu 15 Meter tief in den Untergrund getrieben werden, erklärte Reinhard Pachtmann. Die Brücke wird aus drei Segmenten bestehen, die vor Ort montiert werden. Das mittlere Stück ist gut 20 Meter lang, die beiden seitlichen Teile jeweils elf Meter.

Gegenwärtig wird die Ausschreibung für den Brückenbau auf den Punkt gebracht. Bereits in ihrer Novembersitzung sollen die Abgeordneten über die Vergabe abstimmen. „Im Januar soll's dann schon losgehen“, beschreibt Bauamtsleiter Pachtmann den weiteren Zeitrahmen. Die gesamte Bauzeit ist auf maximal zehn Monate festgelegt. Pachtmann: „Im nächsten Herbst soll die Brücke dann stehen.“

Von den derzeit laufenden Gasleitungsarbeiten am Radweg gegenüber der Elstermühle wird der bevorstehende Brückenbau nicht beeinträchtigt. Diese sollen im November abgeschlossen sein.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 26.10.11 von Antje Posern