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< Bei den "Lobenburgern" stehen viele Neuerungen ins Haus
28.03.2012 10:14 Alter: 5 yrs

Immer professionellere Angebote

Förderverein steht Bootsverleihern und ihren touristischen Partnern mit Rat und Tat zur Seite


Elbe-Elster-Kreis Nach mehreren Aktionstagen, bei denen der Verein Elbe-Elster-Tours vorrangig Partner mit den Angeboten und Entwicklungen entlang der Schwarzen und Kleinen Elster bekannt gemacht hat, hat es am Wochenende erstmals einen Tag der offenen Boote gegeben. Bei diesem ging es um eine andere Zielgruppe: um die der Nutzer der einzelnen Angebote, die sich vor Ort etablieren. </header><//header><figure align="left" class="articleImage gradient clearfix zoom"></figure><figcaption class="articleImageCaption"></figcaption></figcaption><//figcaption></figure><//figure>

Michaela Winter vom Vorstand des Elbe-Elster-Tours-Vereins registriert gleich mehrere positive Entwicklungen. "Eine stetige Erhöhung der Nutzerzahlen, steigendes Interesse an einer Mitgliedschaft im Verein und zwei neue Akteure entlang der Strecke", zählt sie auf.

Die einzelnen "Perlen" putzen

"Wir sind angetreten, die Perlen entlang des Flusses mit entwickeln und verknüpfen zu helfen", sagt Michaela Winter und sieht die Aktivitäten des Vereins auf einem guten Weg. Es gibt einige Fakten, die klar dafür sprechen. So gibt es in diesem Jahr zwei neue Anlaufstellen, an denen Interessierte Boote ausleihen können. Sowohl im Kleinen Spreewald in Wahrenbrück als auch am Wonnemar in Bad Liebenwerda besteht ab sofort die Möglichkeit dazu.

"Unsere Bootsflotte wird immer größer", freut sich die Uebigauerin, die gemeinsam mit ihrem Mann an der Münchener "AbSteige" dem Wassertourismus auf die Sprünge hilft. Aktuell nennt der Verein 15 von Sponsoren zur Verfügung gestellte Boote sein Eigen. Zwei sind erst in der Vorwoche dazugekommen. Da wurden die von Systembau Röck aus Kahla und Uwe Krengel aus Bad Liebenwerda gesponserten Boote im Kleinen Spreewald getauft. Die Bootsverleiher steuern weitere 20 Boote, einige Schlauchboote, zwei Mannschaftskanadier und vier Kähne bei.

Aber auch die Angebote werden immer professioneller. "Wir stimmen uns gut untereinander ab", schätzt Michaela Winter den Stand der Zusammenarbeit ein. Dieses gute Miteinander trägt sicher dazu bei, dass allein von 2010 auf 2011 der Gewässertourismus in der Region einen deutlichen Aufwind verspürt hat. "Das war eine Steigerung von 40 bis 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr", schätzen die Anbieter fast durchweg ein. "Vielen Gästen geht es nicht nur um das Paddeln, sondern sie fragen gezielt nach weiteren Betätigungsmöglichkeiten und Offerten in der Region", fügt Michaela Winter hinzu.

Ein Großteil der Besucher reise längst nicht mehr nur aus dem nahen Umland an. "Man nimmt uns langsam überregional wahr", schätzt die Elbe-Elster-Tours-Verantwortliche ein. Sie bezieht diese Aussage sowohl auf Besucherkreise als auch auf Tourismusverantwortliche im Land und darüber hinaus. "Wir werden immer öfter zu Messen, zu Workshops und zu Gesprächen eingeladen. Das zeigt, dass man auf uns aufmerksam wird, dass unser Tun einen Stellenwert gewinnt. Andererseits können wir bei den Gelegenheiten bestens Werbung in eigener Sache und die unserer immer mehr werdenden Partner betreiben."

Rahmenbedingungen schaffen

Die Vereinsmitglieder sehen sich nicht in der Verantwortung, das Tourismusgeschäft an der Basis anzukurbeln. "Das ist die Aufgabe der einzelnen Bootsvermieter. Wir wollen für sie die Rahmenbedingungen schaffen", umreißt Michaela Winter das Ziel. Konkret verbergen sich dahinter zahlreiche Abstimmungsrunden und Gespräche zum Beispiel mit den in der Region tätigen Gewässerunterhaltungsverbänden, aber auch mit Naturschutz- und Hochwasserschutzbehörden. "Wir streben an, dass die Nebenarme der Elster mit für den Gewässertourismus genutzt werden können. Aber das geht nicht von heute auf morgen, sondern ist erfahrungsgemäß ein langwieriger Prozess, bei dem viele Belange zu berücksichtigen sind", ist zu erfahren.

Ganz praktische Aufgaben

Eine Aufgabe ist noch ganz dringend zu erledigen: Der Internetauftritt muss überarbeitet werden. Die Aussprache darüber soll der erste Tagesordnungspunkt der nächsten Vorstandssitzung werden.

Außerdem gilt es zu überlegen, ob weitere Routenvorschläge für Paddeltouren mit Blick auf die beiden neuen Anbieter in Wahrenbrück und an der Wasserwanderraststation in Bad Liebenwerda ausgearbeitet werden können. "Wenn sich dort jetzt feste Strukturen bilden, dann wollen wir sie natürlich auch einbeziehen und dabei helfen, sie mit anderen Partnern vor Ort zu vernetzen", ist Michaela Winter schon wieder beim "Perlenputzen".

Zu diesem gehört auch das Intensivieren der Zusammenarbeit mit der Stadt Herzberg. "Wir wollen bei den Bemühungen, dort einen Anlegesteg zu bauen, hilfreich zur Seite stehen", lässt sie wissen und hegt dabei die Hoffnung, dass damit der touristische Weg auf dem Wasser eine klare Verlängerung erfährt und die Idee weiter wächst.

www.elbe-elster-tours.de

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 28.3.12 von Sylvia Kunze

http://www.lr-online.de/regionen/herzberg/Immer-professionellere-Angebote;art1056,3738082