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03.04.2012 14:27 Alter: 5 yrs

BEI UNS ZU HAUSE - Gehegt mit Herz und Verstand

Nur ein Querschnitt der Projekte im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft - von Heide bis Lobenmoor


Im vergangenen Jahr hat der Naturpark seinen 15. Geburtstag gefeiert. Unheimlich viel ist seitdem bewegt worden, wie der nachstehende Querschnitt aufzeigen soll.

Auerhuhn-Projekt

Bis in die 1990er-Jahre konnten Exemplare diesr Art vereinzelt noch beobachtet werden. Seitdem schien die Ära des einstigen Charaktervogels der Niederlausitz vorbei zu sein. Doch die Zeit arbeitet für die imposanten Großvögel - auf Initiative von Förstern, Jägern, Waldbesitzern  und Naturschützern wird seit Jahren die Rückkehr de "Urhahns" in die Wälder des Naturparks "Niederlausitzer Heidelandschaft" und des benachbarten Naturparks "Niederlausitzer Landrücken" vorbereitet. Flankiert werden diese Bemühungen durch ein Artenschutzprogramm des Landes Brandenburg.

Das Auerhahn-Projekt, das von der Verwaltung und dem Förderverein des Naturparks wesentlich mitgetragen wird, setzt sich dafür ein, dass in den hiesigen Wäldern wieder Bedingungen herrschen, die das Auerhuhn zum Leben braucht. So wurde unter anderem das Entstehen lichter Mischwälder mit üppigen Beerstrauchschichten gefördert, in denen Auerwild Nahrung findet und genug Sichtraum hat, um Feinde früh zu erkennen. Inzwischen sind die nötigen Voraussetzungen hergestellt. Nun gilt es, in einem Pilotprojekt herauzufinden, ob es tatsächlich lohnenswert ist, Auerhühner aus Skandinavien oder aus dem Baltikum auszuwildern.

Ziel des Aueerhuhnprojektes ist nicht allein die Wiederansiedlung dieser populären Art. Denn von den Maßnahmen zur Schaffung geeigneten Lebensraums profitieren auch andere Tierarten.

Heideprojekt

Die Verantwortung für den Erhalt der Heide im Naturschutzgebiet "Forsthaus Prösa" hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) übernommen. Sie betreut seit 2009 das Gebiet, das wegen seiner landschaftlichen Schönheit und der selten gewordenen Lebensräume in das Nationale Naturerbe aufgenommen wurde. In einem Projekt sollten hier beispielhaft für andere Gebiete in ganz Deutschland, zeitgemäße Lösungen zum Erhalt der Heide gesucht werden. Die praktische Umsetzung dazu lag in den Händen des Naturschutzfonds Brandenburg.

Innerhalb von drei Jahren wurde ein gleichermaßen naturschutzgerechtes und weitgehend ohne Fördermittel wirtschaftlich tragfähiges Management für das Naturschutzgebiet entwickelt. So gibt es jetzt neue Erkenntnisse beim Umgang mit Munitionsbelastung und auch die Landschaftspflege folgt neuen Ansätzen. Neben Schafsprodukten aus der Beweidung, wird Energieholz aus dem Entbuschen der Vorwälder oder Mahdgut aus der Heide für die Biofilterindustrie gewonnen.

Lehrpfade

Der Naturlehrpfad soll die fachlichen Themen und das Wissen zur Umweltbildung zum Bereich der Maasdorfer Teiche über die einheimische Tier- und Pflanzenwelt und deren Lebensgemeinschaften auf mehreren Lehrtafeln für Kinder und Erwachsene vermitteln. Dies soll auf einem Rundweg- Lehrpfad um den Kleinen Maasdorfer Teich durch Nutzung des vorhandenen Wegenetzes umgesetzt werden. Neben der Funktion der Maasdorfer Teiche als Bildungs- und Naherholungsgebiet für die umliegende Bevölkerung aoll der Naturlehrpfad und das Teichgebiet auch für den Tourismus entwickelt werden und so die regionale Entwicklung voranbringen, wodurch auch die angrenzenden Gemeinden profitieren können. Auch die Vernetzung mit der Kurstadt und den Angeboten und Attraktionen  der näheren Umgebung, wie beispielsweise dem Elsternatoureum in Maasdorf, wird weiter vorangebracht. Von besonderem Interesse ist die Einbezíehung der Jugendlichen der Gemeinden Maasdorf und Thalberg in das Lehrpfadprojekt, sowie die Fortführung der Zusammenarbeit mit den Schulen des Kreises für Projekttage oder Exkursionen.

Pferdeschwemme

Die "Schwemme" eine Badestelle für Pferde, liegt am nördlichen Ufer des Rückersdorfer Sees und schließt sich nach Osten direkt an das Naherholungsgebiet an. Am Ufer gibt es noch einen kleinen Geländeparcours von etwa 1000 Meter Länge und sechs Hindernissenmit einer maximalen Höhe von 60 Zentimetern. Der Bereich gehört zum Eigentum der "PRO Beton Brandenburg". Eine Wanderreitstation, das Eiscafe Kauer, befindet sich hier. Zwei weitere Wanderreitstationen, "Haus Hannes" und das "Bsucherzentrum Rückersdorf" sind nur unweit entfernt. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit der Gemeinde Rückersdorf, von PRO Beton und dem Naturpark umgesetzt.

Auszug aus der Wochenendbeilage der LR vom 31.3./1.4.12