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29.05.2012 08:47 Alter: 5 yrs

Fischerei mit uralten Wurzeln

20 Jahre Teichwirtschaft Hammermühle und 10 Jahre Fischerhütte Grünewalde


Fischer Martin Keil, hier am Hammermühlenteich, hat zwei Jubiläen zu feiern und lädt Pfingstsonntag nach Grünewalde ein. Archivfoto: Gabi Böttcher

Lindena/Grünewalde Ein Fest der Fischerei soll Pfingstsonntag in Grünewalde gefeiert werden. Anlass dazu geben gleich zwei Jubiläen: 20 Jahre Teichwirtschaft Hammermühle und 10 Jahre Fischerhütte Grünewalde. </header><//header><figure align="left" class="articleImage gradient clearfix zoom"></figure><figcaption class="articleImageCaption"></figcaption>Fischer Martin Keil, hier am Hammermühlenteich, hat zwei Jubiläen zu feiern und lädt Pfingstsonntag nach Grünewalde ein. Archivfoto: Gabi Böttcher</figcaption><//figcaption></figure><//figure>

Im Juli 1992 hat Fischer Martin Keil die Teichwirtschaft Hammermühle gegründet. Damit wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit mit einem Betrieb, in dem er seit 1972 gearbeitet hat. Das soll am Pfingstsonntag ab 10 Uhr in der Fischerhütte Grünewalde, Sportplatzstraße, mit Musik von den Heidemusikanten, Kinderprogramm, Kremserfahrten und natürlich jeder Menge Fisch auf dem Tisch gefeiert werden.

Die Wurzeln der Teichwirtschaft zwischen Lindena und Doberlug führen aber Jahrhunderte zurück. 1612 hat Landvoigtbesitzer Anselm von Promnitz den Hammerteich schon angestaut, weiß der 61-Jährige.

Insgesamt bewirtschaften er und Sohn Uwe (39), dem Vaters Fußstapfen passen, 500 Hektar Seenfläche in der Region – darunter 80 Hektar im Bereich Doberlug, Lindena, Fischwasser und den 70 Hektar großen Lugkteich bei Brenitz. Diplomfischwirt Uwe Keil betreibt den separaten Fischhandel und die Seenfischerei. Die Teichwirtschaft ist Ausbildungsbetrieb für Fischwirte.

Mitte Mai hat Martin Keil 450 000 Stück Kaufbrut ausgesetzt. "Mit Glück können wir 45 000 Stück im dritten Jahr ernten", sagt er. Im ersten Jahr werden die Karpfen auf 50 Gramm gefüttert, im zweiten auf 400 Gramm und zum Abfischen sollen sie 1,5 bis 2,5 Kilogramm auf die Waage bringen. "Möglichst dicke Fische sollen beim traditionellen und öffentlichen Hammerteichabfischen Mitte Oktober an Land gezogen werden", meint der Chef.

Sieben Mann inklusive der beiden Chefs arbeiten in Lindena in Sachen Fisch. Der Familienbetrieb hat in Räucherei, Kühlanlage und Verkaufseinrichtung investiert. Ehefrau Hanna, einst bei der Bundeswehr in Doberlug-Kirchhain beschäftigt, ist die gute Seele der Firma und führt die Bücher.

Von Anfang an hat Keil konsequent das Prinzip der Direktvermarktung verfolgt. Hofverkaufsstelle, Verkaufsfahrzeuge, die die Märkte anfahren, der Fischladen in Finsterwalde und seit 2002 Angelteich mit Fischerhütte und Räucherei in Grünewalde gehören zu ihrem Vermarktungsnetz. Hauptsächlich füttern sie in ihren Teichen Karpfen groß. Aber auch Schleie, Hechte und Welse gehören zur Produktpalette. Keils Speisefische sind pro agro-zertifiziert. "Aufgrund naturnaher Aufzucht und Haltung von Fischen und umweltverträglicher Produktionsweise sind wir Referenzbetrieb im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft", so Martin Keil. Produktsicherheit für den Kunden ist das A und O. Die Teichwirtschaft Hammermühle liefert dem Landesanglerverband Brandenburg zu und ist Satzfischlieferant für Betriebe in Sachsen-Anhalt.

Lindena/Grünewalde Ein Fest der Fischerei soll Pfingstsonntag in Grünewalde gefeiert werden. Anlass dazu geben gleich zwei Jubiläen: 20 Jahre Teichwirtschaft Hammermühle und 10 Jahre Fischerhütte Grünewalde.

Im Juli 1992 hat Fischer Martin Keil die Teichwirtschaft Hammermühle gegründet. Damit wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit mit einem Betrieb, in dem er seit 1972 gearbeitet hat. Das soll am Pfingstsonntag ab 10 Uhr in der Fischerhütte Grünewalde, Sportplatzstraße, mit Musik von den Heidemusikanten, Kinderprogramm, Kremserfahrten und natürlich jeder Menge Fisch auf dem Tisch gefeiert werden.

Die Wurzeln der Teichwirtschaft zwischen Lindena und Doberlug führen aber Jahrhunderte zurück. 1612 hat Landvoigtbesitzer Anselm von Promnitz den Hammerteich schon angestaut, weiß der 61-Jährige.

Insgesamt bewirtschaften er und Sohn Uwe (39), dem Vaters Fußstapfen passen, 500 Hektar Seenfläche in der Region – darunter 80 Hektar im Bereich Doberlug, Lindena, Fischwasser und den 70 Hektar großen Lugkteich bei Brenitz. Diplomfischwirt Uwe Keil betreibt den separaten Fischhandel und die Seenfischerei. Die Teichwirtschaft ist Ausbildungsbetrieb für Fischwirte.

Mitte Mai hat Martin Keil 450 000 Stück Kaufbrut ausgesetzt. "Mit Glück können wir 45 000 Stück im dritten Jahr ernten", sagt er. Im ersten Jahr werden die Karpfen auf 50 Gramm gefüttert, im zweiten auf 400 Gramm und zum Abfischen sollen sie 1,5 bis 2,5 Kilogramm auf die Waage bringen. "Möglichst dicke Fische sollen beim traditionellen und öffentlichen Hammerteichabfischen Mitte Oktober an Land gezogen werden", meint der Chef.

Sieben Mann inklusive der beiden Chefs arbeiten in Lindena in Sachen Fisch. Der Familienbetrieb hat in Räucherei, Kühlanlage und Verkaufseinrichtung investiert. Ehefrau Hanna, einst bei der Bundeswehr in Doberlug-Kirchhain beschäftigt, ist die gute Seele der Firma und führt die Bücher.

Von Anfang an hat Keil konsequent das Prinzip der Direktvermarktung verfolgt. Hofverkaufsstelle, Verkaufsfahrzeuge, die die Märkte anfahren, der Fischladen in Finsterwalde und seit 2002 Angelteich mit Fischerhütte und Räucherei in Grünewalde gehören zu ihrem Vermarktungsnetz. Hauptsächlich füttern sie in ihren Teichen Karpfen groß. Aber auch Schleie, Hechte und Welse gehören zur Produktpalette. Keils Speisefische sind pro agro-zertifiziert. "Aufgrund naturnaher Aufzucht und Haltung von Fischen und umweltverträglicher Produktionsweise sind wir Referenzbetrieb im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft", so Martin Keil. Produktsicherheit für den Kunden ist das A und O. Die Teichwirtschaft Hammermühle liefert dem Landesanglerverband Brandenburg zu und ist Satzfischlieferant für Betriebe in Sachsen-Anhalt.

Fischereifest am Pfingstsonntag ab 10 Uhr in der Fischerhütte Grünewalde

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 23.5.12 von Heike Lehmann

http://www.lr-online.de/regionen/finsterwalde/Fischerei-mit-uralten-Wurzeln;art1057,3806524