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29.05.2012 09:15 Alter: 5 yrs

Max Philipp darf den Zauberer fesseln

Mühlenfest in Plessa lockt am Sonntag Hunderte Gäste an die Elstermühle / Röderstompers sind der Knüller


Aufmerksam verfolgen kleine und große Gäste das liebevoll zusammengestellte Programm des Plessaer Mühlenfestes. Foto: Cindy Dessau / cdu1

Plessa Höhepunkt des Mühlenfestes in Plessa war am Sonntag der Auftritt der Röderstompers. Die Musiker begeisterten ihr Publikum. Die Plessaer feierten mit Hunderten Gäste das traditionelle Fest. </header><//header><figure align="left" class="articleImage gradient clearfix zoom"></figure><figcaption class="articleImageCaption"></figcaption>

Kunstwerk, Tradition und Unterhaltung bot das 14. Mühlenfest am Pfingstsonntag in Plessa zahlreichen Besuchern. Besonders das sonnige Wetter lockte viele zur Wassermühle an der Elster. Über den Tag hinweg erwartete die Gäste ein bunt gemischtes Programm. Kunsthandwerker und Händler präsentierten ihre regionalen Produkte, wie zum Beispiel Seifen, Liköre und Säfte. Bei einer Mühlenführung, durch die heute letzte noch erhaltene von ehemals 40 Wassermühlen an der Elster, tauchten die Besucher in die Welt des Mühlenhandwerks ein. Geleitet durch das Team des Fördervereins Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft erhielten die Besucher viele Informationen rund um den historischen Hintergrund, aber auch über die Funktionen innerhalb der Mühle. Plessaers Kräuterweiber zogen die Besucher mit ihrer Show "Lästerliches, Ernstes und Lustiges von Land und Leuten" durch den Kakao. Der Zauberer sorgte am Nachmittag bei Groß und Klein für viel Spaß und Spannung. Ein abwechslungsreiches Zauberprogramm mit Hellsehen, Tricks, Experimenten und viel Magie wurde präsentiert.

Der Ländliche Reit- und Fahrverein Plessa führte bei einer Übungsstunde das Kranzreiten vor. Beim Programm der Vierbeiner "Profis mit feiner Spürnase" konnten die Zuschauer nur staunen, welche wertvolle Hilfe Tiere für den Menschen sein können und was sie alles können.

Wäschemode führten Mitglieder des Plessaer Carnevals-Clubs vor und gaben einen Einblick in das aktuelle Programm.

Der Höhepunkt des Mühlenfestes waren zur Abendstunde ganz klar die Röderstompers. Mit Soul, Blues und Rock'n'Roll heizten sie ihrem Publikum ein und sorgten für ausgelassene Stimmung. Dem Kettensäger Mike Richter aus Bad Liebenwerda konnte man während des Tages bei seiner Arbeit zusehen. Er sägte eine Bank, die am Tag bei einer Versteigerung zugunsten des Kulturverein Plessa erworben werden konnte. Im Mühlengarten fand Showbrotbacken mit dem Mühlenwirt Alexander Bergner statt. Frisches Brot und Kuchen gab es aus dem holzbefeuerten Steinbackofen.

Bei den Hirschfelder Bogenschützen wurde die Treffsicherheit der Besucher beim Bogenschießen und Axtwerfen geprüft. Ein Erlebnispfad der Sinne regte zum Mitmachen an. An verschiedenen Stationen mussten sich die Gäste ganz auf ihr Tastgefühl und Riechvermögen verlassen und konnten ergründen, wie gut die eigenen Sinne ausgeprägt sind. Holzspäne und auch Sonnenblumenkerne galt es zu ertasten sowie Würzstoff und Dill zu erriechen.

Eine Ausstellung des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft veranschaulichte das Leben und Wirken im Naturpark. Etwas besonders Interessantes hatte sich der Kulturverein einfallen lassen: Durch eine Ausstellung von Bildern optischer Täuschungen wurde so mancher Besucher verwirrt, geriet ins Staunen und Grübeln. Die kleinen Besucher erfreuten sich besonders an den Tieren, die unter anderem vom Kleintierzuchtverein Plessa/Elster gezeigt wurden. Schafe, Kaninchen und Streifenhörnchen ließen Kinderaugen größer werden.

Max Philipp (8) aus Staupitz war mit seiner Mutti und mit seiner kleinen Schwester zu Besuch. Sein Höhepunkt des Tages war, als er beim Zauberprogramm auf der Bühne den Zauberer selbst fesseln durfte. Bei den Tieren hatten es ihm besonders die Streifenhörnchen angetan – "die sind ja so niedlich!" Seine kleine Schwester Lea (4) dagegen freute sich besonders auf die Pferdchen und die Reitvorführung. Mutter Sabine Philipp empfand vor allem die Ausstellung der traditionellen Werkstücke ansehenswert. Die Drei gönnten sich an diesem schönen Tag noch ein Eis, wie so viele andere Besucher. Deshalb erschien die Schlange vor dem Eismann-Stand auch ständig endlos lang. Zwei Doberlugerinnen resümierten den Tag ebenfalls sehr positiv: "Die Kräuterweiber waren super, genauso der Zauberer." Genascht wurde ein leckerer Likör und im Anschluss gab es Kuchen und Kaffee. Am Lagerfeuer ließ man den Mühlentag dann bei ruhiger Gitarrenmusik von Erhard Hänsgen ausklingen.

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Auszug aus der Lausitzer Rundschau von Cindy Dessau vom 29.5.12