Drucken zoom
< Der Apfel – mehr als nur eine köstliche Frucht
08.06.2012 13:50 Alter: 5 yrs

Naturparkgemeinde - Grünewalde und Domsdorf im Duell


Die Grünewalder lieferten wieder eine "beeindruckende Vorstellung" ab, hieß es. Foto: Mirko Sattler

1420 Einwohner gegen 374 Einwohner? Nein, darum gehe es im Wettbewerb um den Titel "Naturparkgemeinde des Jahres" ganz und gar nicht, manifestiert der Chef des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, Lars Thielemann, nach der Bereisung am gestrigen Donnerstag. </header><//header><figure align="left" class="articleImage gradient clearfix zoom"></figure><figcaption class="articleImageCaption"></figcaption></figcaption><//figcaption></figure><//figure>

Grünewalde

Der Ort Grünewalde – seit 1999 bei diesem Wettbewerb als Kandidat dabei – hegt große Hoffnung, den Titel endlich dauerhaft in seinem Ortsschild führen zu dürfen. Dazu ist es notwendig, aus dem Wettbewerb dreimal als Sieger hervorzugehen. Zweimal, 1999 und 2005, war Grünewalde bereits "Naturparkgemeinde des Jahres".

Ortsvorsteher Reinhard Lanzke hatte für den Mittwoch, als die Kuratoriumsmitglieder ihr Kommen angekündigt hatten, ein weiteres Mal alle Kräfte im Ortsteil von Lauchhammer gebündelt. Diesmal sollte es gelingen. An der Seite des Ortsvorstehers agierte Dr. Siegfried Thomas, Vorsitzender des Heimatvereins, wortgewandt und überzeugend, war von Lars Thielemann zu hören. "Die Vertreter aus Grünewalde ließen keine Minute ihrer einen Stunde, die sie zur Begründung ihres Antrages auf den Titel zur Verfügung hatten, ungenutzt. Sie lieferten wieder eine beeindruckende Vorstellung ab", so Thielemann.

Ob Grünewalde als 14. Naturparkgemeinde und damit nach einem dritten Sieg erstmalig mit dem Titel auf dem Ortsschild werben kann? Das Ergebnis der Entscheidung der mitgereisten zwölf Kuratoriumsmitglieder wird am 1. Juli in Domsdorf verkündet.

Domsdorf

Im vergangenen Jahr noch sichtlich aufgeregt und mit dem Bonus des Neueinsteigers in den Wettbewerb behaftet, war der Kampfgeist bei der diesjährigen Vorstellung zum Titel "Naturparkgemeinde des Jahres" beim Domsdorfer Ortsvorsteher erwacht. "Wir treten doch nicht an, um andere gewinnen zu lassen", erklärt Ortsvorsteher Wolfram Dittrich mit sicherer Stimme und fundierten Fakten zu Domsdorf und seiner Entwicklung.

Kriterien wie die praktische Umsetzung eines naturverträglichen Tourismus, die Erhaltung von Kultur- und Naturerbe, die Dorferneuerung nach ökologischen Grundsätzen, die Einbindung der Kommune in die umliegende Landschaft, die Unterstützung von ökologischen Anbauverfahren und die regionale Vermarktung der Produkte wie auch Aktivitäten der Vereine wurden beispielhaft und wortreich belegt.

Wolfram Dittrich legte mit seinen Ausführungen vor, Andreas Claus, Bürgermeister von Uebigau/Wahrenbrück (parteilos), legte mit einer Power-Point-Präsentation und jüngsten Ergebnissen nach. Mechthild Passek vom Museumsverein des Technischen Denkmals Brikettfabrik "Louise" ergänzte. Nach 60 Minuten war alles gesagt.

Dass Domsdorf bei einem wiederholten Sieg ein weiteres Naturparkfest nicht stemmen könnte, steht für Wolfram Dittrich und seine Mitstreiter völlig außer Frage. Dittrich weiß, dass er auf die Sangesbrüder, den Jugendklub und die Bewohner – aber am wichtigsten, wie er meint, auf seinen Bürgermeister bauen kann.

<figure class="articleImage gradient clearfix zoom"></figure><figcaption class="articleImageCaption"></figcaption>Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 8.6.12 von Mona Claus