Drucken zoom
< Grünewalde zum dritten Mal Naturparkgemeinde
03.07.2012 11:23 Alter: 5 yrs

Naturparkchef: Es kann nur einen Gewinner geben

Grünewalde erfährt reichlich Anerkennung / Domsdorf für Ausrichtung des Naturparkfestes gelobt


Ricarda und Jan Schubert aus Sorno betrachten mit Interesse die Fotoausstellung.

Domsdorf Das Geheimnis ist gelüftet: Grünewalde darf sich mit dem erneuten Titelgewinn nun dauerhaft Naturparkgemeinde nennen. Das verkündete die Wettbewerbsjury beim Naturparkfest am Sonntag in Domsdorf, dem Vorjahressieger. Die Domsdorfer verbanden dieses Fest mit dem Tag des Bergmanns.</figcaption><//figcaption></figure><//figure>

Die Spannungsphase währte nur kurz. Um die zwei Kandidaten für den Titel "Naturparkgemeinde 2012”– Grünewalde und Domsdorf – nicht allzu sehr auf die Folter zu spannen, gab Kuratoriumsmitglied Manfred Drews das Ergebnis nach kurzer Ansprache zügig bekannt. Seit der Urteilsverkündung darf sich der inzwischen dreimalige Gewinner Grünewalde nun dauerhaft Naturparkgemeinde nennen.

Geringe Teilnahme bedauert

Sonderlich schwer machten es die Kommunen der Jury des Wettbewerbs "Naturparkgemeinde 2012” in diesem Jahr nicht. Lediglich zwei der 48 Gemeinden und Ortsteile, die innerhalb des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft liegen, stellten sich der Jury. Was Plessas Amtsdirektor Manfred Drews bedauerte. "Es hat nur einen Vorteil: Die Jury konnte die zwei Bewerber intensiver betrachten. Obwohl diese für uns natürlich keine Unbekannten mehr waren”, betonte er.

Dass die Wahl in diesem Jahr erneut auf Grünewalde gefallen war, fand durchweg Zuspruch. "Angesichts dessen, wie sich der Ort und sein Umfeld in jüngerer Vergangenheit entwickelt haben, geht der Sieg vollends in Ordnung”, gab sich Uebigau-Wahrenbrücks Bürgermeister Andreas Claus (parteilos) als fairer "Verlierer”.

Gewinner und Verlierer, genau diese Wörter möchte der Leiter des Naturparks Lars Thielemann im Zusammenhang mit dem inzwischen 15. Wettbewerb aber nicht hören. Denn: "Verlierer kann es hier nicht geben”, begründete er seine Sicht der Dinge. Alle Teilnehmer wären dazu gezwungen, eine positive Bestandsanalyse ihres Ortes zu erstellen. Und genau diese Standortbestimmung trage seiner Auffassung nach automatisch zu einem gestärkten Selbstbewusstsein bei.

Dr. Siegfried Thomas vom Heimatverein Grünewalde zieht aus dem Wettstreit aber noch andere Vorteile. "So bleiben wir immer auf dem Laufenden und sehen, was und wie es andere tun. Für uns ein gutes Kriterium, um die eigenen Vorhaben noch besser umzusetzen.”

Laut Thomas ist Grünewalde ein stark vom Tourismus geprägter Ort. Der neue Beiname "Naturparkgemeinde” könne künftig helfen, das vorhandene Potenzial noch besser zu vermarkten. Denn nur wenn ökonomischer und ökologisches Wachstum parallel verlaufen, ließen sich die erhofften Erfolge auch erzielen, sagte er. Landschaften zu gestalten, sie zu entwickeln und diesen Zustand zu halten sei zwar immer erstrebenswert, müsse aber auch finanzierbar sein. Die von der Sparkasse Elbe-Elster an die Gewinnergemeinde übergebenen 1000 Euro finden daher wohl gute Verwendung.

Lob und Anerkennung erfuhr jedoch nicht nur Grünewalde. Auch die Gemeinde Domsdorf als Vorjahressieger und damit verpflichteter Ausrichter des Naturparkfestes 2012 durfte sich der erhofften Anerkennung sicher sein. Die Überlegung, das Fest am Tag des Bergmanns rings um die Brikettfabrik "Louise” zu begehen, sei eine gute Entscheidung gewesen, zollte Thielmann Respekt.

Zahlreiche Versorger und Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte nutzten das industrielle Terrain, um sich und ihr Anliegen den Besuchern näher zu bringen. Chöre, Tanzgruppen und die Big Band Bad Liebenwerda leisteten unterdessen ihren Beitrag für den künstlerischen Rahmen, während Mitglieder des Fördervereins Brikettfabrik interessierte Besucher durch die ehemalige Produktionsstätte führten.

Zwei Siegerfotos

Mit Spannung erwartet wurde die Auswertung des unter dem Motto "Tiere in Haus, Hof und Garten" stehenden Fotowettbewerbs, zu dem der Naturpark aufgerufen hatte. Da sich die Jury nicht für ein Siegerbild entscheiden konnte, setzte sie Bodo Fuchs aus Lauchhammer und Rita Graf aus Hirschfeld gemeinsam auf den ersten Platz. Rang drei sicherte sich Brigitte Warlich aus Döllingen. Rita Archilles aus Plessa wurde mit einem Sonderpreis bedacht.

<figure class="articleImage gradient clearfix zoom"></figure><figcaption class="articleImageCaption"></figcaption>Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 3.7.12 von Sven Gückel