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13.07.2012 09:31 Alter: 5 yrs

"Mit Argusaugen auf Förderung achten"

Bündnisgrüner Landtagsabgeordneter begeistert vom Heideprojekt


Schäfer Matthias Möckel, Franz Graf von Plettenberg, Leiter des Bundesforstamtes Lausitz, Manfred Lüthkepohl von der Naturwacht Brandenburg und Michael Jungclaus (v. l.) in der Heide. Foto: privat

Hohenleipisch Mit welcher Begeisterung im Naturschutzgebiet Forsthaus Prösa an Pflege und Bewahrung von Heideflächen gearbeitet wird, beeindruckte in dieser Woche den Landtagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Michael Jungclaus. Während seiner diesjährigen Sommertour, deren Stationen erstmals auf der Grundlage von Bürgerwünschen ausgewählt worden waren, informierte er sich über die Ergebnisse des im Jahre 2007 gestarteten und bis zum vorigen Jahr geführten Naturschutz-Pilotprojektes.

Unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit ist untersucht worden, wie verschiedene Pflegemaßnahmen kombiniert werden können, um die Heide so effektiv wie möglich zu bewahren. Das heißt vor allem, die Offenlandschaft zu erhalten, indem Waldwuchs verhindert wird. "Wir müssen auf Landesebene mit Argusaugen darauf achten, dass mit der neuen Förderperiode die Fortführung des Heideprojektes nicht gefährdet ist. Darüber müssen wir uns schon jetzt Gedanken machen", so Michael Jungclaus. Zwar befinde man sich hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit auf einem guten Weg, zum Beispiel durch die Direktvermarktung der Heidschnucken. Aber das mache ja nur einen kleinen Anteil aus.

Andrea Opitz von der Naturparkverwaltung: "Ohne Förderung kann kein Schäfer diese Flächen bewirtschaften." Und noch ein weiterer Aspekt – die Munitionsbelastung der ehemals militärisch genutzten Flächen – macht die Pflege der Heide zu einer besonderen Herausforderung. Respekt zollte der umweltpolitische Sprecher seiner Fraktion dem Zusammenwirken der verschiedenen Akteure im Heideprojekt. "Ich war erstaunt, wie die verschiedenen Bereiche mit ihren erfahrungsgemäß oft unterschiedlichen Befindlichkeiten hier zusammenarbeiten", sagt Jungclaus. Der Landtagsabgeordnete kam unter anderem mit Lars Thielemann und Andrea Opitz von der Naturparkverwaltung, Petra Wießner von der Naturwacht, Franz Graf von Plettenberg, Leiter des Bundesforstamtes Lausitz, mit Schäfer Matthias Möckel und Manfred Lüthkepohl, Leiter der Naturwacht Brandenburg, ins Gespräch. "Und trotz seines Urlaubs kam Landrat Christian Jaschinski noch vorbei", zeigt sich Jungclaus sehr zufrieden mit seinem Besuch im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft.

Selbst im Stiftungsrat des Naturschutzfonds Brandenburg vertreten, sagt Michael Jungclaus: "Im Stiftungsrat ist auch über die Förderung von Projekten zu entscheiden. Und das geht immer besser, wenn man es nicht nur nach Aktenlage tun kann." Der Landtagsabgeordnete, der auch Vorsitzender des Fachausschusses für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz ist, trägt die Begeisterung der Akteure vor Ort mit: "Die Heide ist als eine Kulturlandschaft ein Schatz und ein einmaliger Lebensraum für viele Arten. Durch Pflegemaßnahmen muss dafür gesorgt werden, dass sie erhalten bleibt", sagte Jungclaus.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 13.7.12 von Frau Böttcher

http://www.lr-online.de/regionen/finsterwalde/Mit-Argusaugen-auf-Foerderung-achten;art1057,3867477