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24.08.2012 09:01 Alter: 5 yrs

Landräte wieder am Zuge: Reservatsidee vorantreiben


Herzberg Die Idee vom Biosphärenreservat Niederlausitz hat in einer nicht öffentlichen Arbeitsberatung mit Vertretern der Landkreise Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz und Dahme-Spreewald, des Landes und des MAB-Nationalkomitees neuen Auftrieb erfahren. Jetzt sind die Landräte am Zuge, sich über das weitere praktische Vorgehen zu verständigen. </header><//header>

"Ich werde mich noch in dieser Woche mit den Landräten zu den nächsten Schritten verabreden", so Elbe-Elster-Landrat Christian Jaschinski (CDU) gegenüber der RUNDSCHAU. Auf jeden Fall müssen nach seiner Auffassung die Fachleute aus dem Land mit ins Boot, allein aus der Region heraus könne man die Aufgabe nicht bewältigen. "Sie müssen herausarbeiten, was Ihre Landschaft so besonders macht, mit welchen Themen Sie ins Rennen gehen wollen", gab Martin Waldhausen, Vorsitzender des MAB-Nationalkomitees, laut einer Presseinformation des Landkreises den Akteuren auf den Weg. Ein Biosphärenreservat Niederlausitz würde nicht bei Null anfangen, sondern auf der erfolgreichen Arbeit der beiden Naturparks aufbauen, die in ihrer Ausstattung und Philosophie der Idee der Biosphärenreservate ohnehin schon sehr nahe kämen, hatte Lars Thielemann, Leiter des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, laut Pressemitteilung entgegnet. Udo List vom Naturpark Niederlausitzer Landrücken: "Beide Naturparks erfüllen schon jetzt Auflagen eines Biosphärengebietes. Die Landschaften der drei Kreise und die darin lebenden Menschen bieten hinreichend Potenzial, das die bestehende Familie der Biosphärenreservate in Deutschland bereichern und sinnvoll ergänzen kann", gibt die Pressestelle der Kreisverwaltung die Wortmeldung in der internen Beratung wider.

Martin Waldhausen habe die in der Region geborene Initiative begrüßt und gleichzeitig betont, dass das Projekt im Weltnetz der Biosphärenreservate etwas Herausragendes sein müsse. Axel Steffen Abteilungsleiter Naturschutz im Umweltministerium habe bekräftigt, dass ein Biosphärengebiet durch landschaftliche Besonderheiten gekennzeichnet sei, die hier gegeben seien und dass es dabei keine politischen Grenzen gebe. Dem habe Dr. Hartmut Kretschmer vom Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz zugestimmt. Der Abteilungsleiter Großschutzgebiete hatte sich schon in der öffentlichen Geburtsstunde der Biosphärenreservatsidee am 7. September 2011 in Luckau von dieser angetan gezeigt. Seine damalige Einschätzung, für ein Biosphärenreservat Niederlausitz gebe es gute Argumente und ein besonders bedeutsames sei die beide Parks verbindende Komponente der Bergbaufolgelandschaft, bekräftigte er in Herzberg. Laut Presseinformation verwies er zudem auf eine anderenorts in Deutschland kaum noch so erhaltene Kulturlandschaft im Altmoränengebiet.

Manfred Drews, Vorsitzender des Kuratoriums des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, gegenüber der RUNDSCHAU: "Wir haben noch einen langen Weg vor uns. Das Biosphärenreservat entsteht nicht allein durch das Zusammenführen zweier Naturparks. Es gilt, ein klares Alleinstellungsmerkmal herauszuarbeiten. Wir müssen das Land überzeugen, uns zu unterstützen." Sein Kuratoriums-Kollege aus dem Niederlausitzer Landrücken, Detlef Höhl, zeigt sich voller Hoffnung: "Wenn alle es wollen und ein gutes Konzept erarbeiten, dann hat die Idee eine Chance. Einzigartig ist ja schon mal, dass drei Landkreise hinter der Überlegung stehen."

Zum Thema: Das MAB-Nationalkomitee ist ein vom Bundesumweltminister berufenes Gremium von Experten, das Vorschläge für neue Biosphärenreservate begutachtet. MAB steht für das Unesco-Programm "Der Mensch und die Biosphäre ? Man and the Biosphäre Programme.

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Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 24.8.12 von Frau Böttcher