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28.08.2012 12:20 Alter: 5 yrs

Naturparadies Grünhaus ist Ort biologischer Vielfalt

Projekt der Nabu-Stiftung in UN-Dekade-Initiative ausgezeichnet


Dr. Stefan Röhrscheid, Grünhaus-Projektleiter (4.v.l.), freut sich mit vielen Partnern über die von Landrat Christian Jaschinski (Mitte) überreichte Auszeichnung. Foto: Hoffgaard

Herzberg Große Ehre für das Naturparadies Grünhaus der Nabu-Stiftung Nationales Naturerbe. Für das Projekt "Naturparadies Grünhaus – Artenvielfalt in der Bergbaufolgelandschaft" ist es am gestrigen Montag als offizielles Projekt der UN-Dekade "Biologische Vielfalt" ausgezeichnet worden. </header><//header><figure align="left" class="articleImage gradient clearfix zoom"></figure><figcaption class="articleImageCaption"></figcaption></figcaption><//figcaption></figure><//figure>

Elbe-Elster-Landrat Christian Jaschinski überreichte die Urkunde und ein Banner als Zeichen der Anerkennung für den in Grünhaus in "nachahmenswerter Weise praktizierten Einsatz für den Erhalt biologischer Vielfalt in der Bergbaufolgelandschaft Südbrandenburgs", heißt es in einer Pressemitteilung. Durch das Auszeichnen von Projekten zur "UN-Dekade Biologische Vielfalt" von 2011 bis 2020 soll das öffentliche Bewusstsein für biologische Vielfalt, ihren Wert und die gesellschaftliche Verantwortung für ihren Schutz und die nachhaltige Nutzung ihrer Bestandteile gefördert werden.

Grünhaus-Projektleiter Dr. Stefan Röhrscheid und seine Mitstreiter, einschließlich vieler ehrenamtlicher Akteure, können stolz auf die Anerkennung sein. Die Nabu-Stiftung Nationales Naturerbe hatte in den Jahren 2003 bis 2006 rund 2000 Hektar ehemaliger Tagebauflächen zwischen Finsterwalde und Lauchhammer erworben. Als Eigentümerin nimmt die Stiftung seither Einfluss auf die gesetzlich vorgeschriebene Bergbausanierung und sorgt dafür, dass das Tagebaugelände ausschließlich als wertvoller Lebensraum für bedrohte Arten entwickelt wird. In dem als Naturschutzgebiet und europäisches Vogelschutzgebiet anerkannten Areal sind im Jahr 2011 insgesamt 65 europäische Wasservogelarten beobachtet worden. Sie zog es an die in Grünhaus neu entstandene Seeteichsenke. Die Grasflächen der Seeteichsenke und Mastkippe sind an zwei Schäfereien verpachtet. Die Seen, die offenen Sandflächen, die jungen Wälder und Sukzessionsbereiche können sich nach Ende der Sanierung frei entwickeln. Schon heute, rund zwanzig Jahre nach Einstellung des Kohleabbaus, lebt eine beeindruckende Anzahl an zurückgekehrten Arten in Grünhaus. Damit ist das Potenzial aber nicht ausgeschöpft – in Zukunft werden weitere Arten Grünhaus als sichere Heimat entdecken, ist sich Dr. Röhrscheid sicher.

Da das ehemalige Tagebaugelände wegen noch bestehender Rutschungsgefahren für die Öffentlichkeit gesperrt ist, bietet die Nabu-Stiftung seit Jahren in Abstimmung mit dem Bergbausanierer LMBV gut besuchte Führungen auf sicheren Routen in das Gebiet an. Im Jahr 2011 waren es 35 Führungen mit 594 Teilnehmern.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 28.8.12 von Frau Böttcher

http://www.lr-online.de/regionen/finsterwalde/Naturparadies-Gruenhaus-ist-Ort-biologischer-Vielfalt;art1057,3922013