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22.10.2012 08:38 Alter: 4 yrs

Kleine Elster wird wieder lebendig

Flächenagentur Brandenburg plant weitere Fluss-Schleifen bei Doberlug und Schadewitz


Birgit Groth von der Flächenagentur Brandenburg freut sich auf der Elsteraue bei Lindena über junge Pflanzen.

Lindena Naturnah und artenreich, statt monoton und leblos ? so soll sich die Kleine Elster zwischen Doberlug-Kirchhain und Bad Liebenwerda in nicht allzu ferner Zukunft präsentieren. Dafür wird dem Fluss an mehreren Stellen auch sein altes Bett bereitet. Sieben neue Fluss-Schleifen sind bereits angelegt. Zwei weitere ? bei Doberlug und Schadewitz ? sind geplant. </header><//header><figure align="left" class="articleImage gradient clearfix zoom"></figure><figcaption class="articleImageCaption"></figcaption></figcaption><//figcaption></figure><//figure>

"Es ist erfreulich, wie schnell sich die Natur selbst hilft. Wir sind hier im Herbst 2011 fertig geworden und jetzt wachsen schon Erlen, Weiden und Wasserpflanzen", stellt sie fest. Nach der Lindenaer Mühlgraben-Schleife, die 2007 wiederhergestellt worden ist, sollte ursprünglich noch eine zweite entstehen. Da aber war die darunterliegende Druckwasserleitung zum Klärwerk im Wege. Deshalb entschieden sich die Landschaftsgestalter für eine Ersatzaue. Vor dem Ortseingang von Lindena entstand eine Art Alt arm-Auengewässer, wofür das Grundwasser angeschnitten wurde, sodass es immer feucht bleibt, auch wenn es lange nicht geregnet hat. Rotbauchunke und anderen Amphibien soll dies fester Lebensraum werden. Eine Vernetzung mit den nahegelegenen Fischteichen bietet selbst dem Fischotter einen Pfad. Am Südhang des benachbarten Erdhügels, der mit dem Aushub entstand, sonnen sich Zauneidechsen, haben Solitärbienen ihren Platz und krabbeln allerlei Käfer. Der Nordhang wird ab November bepflanzt und ein Auwald wird angelegt. Die Gewässerentwicklungskonzeption für die Kleine Elster ist 2012 fertig geworden. Darin ist festgeschrieben, wie der Fluss, der wegen der Berbau-Senkungswässer teilweise bis auf zehn Meter verbreitert und über weite Strecken auch begradigt wurde, wieder naturnah werden kann. "Demnächst sollen die Klosterschleife bei Doberlug und eine zweite Schleife bei Schadewitz entstehen", blickt Birgit Groth voraus. Geld dafür ist da, sagt sie. Das kommt nicht vom Steuerzahler, sondern aus der Wirtschaft, weil die Renaturierung der Kleinen Elster meist als Kompensationsmaßnahme für landschaftliche Eingriffe gilt.

Zum Beispiel wurden für die Ersatzaue Ausgleichsgelder vom Windpark Buchhain verbaut. Auch für die Klosterschleife kommt Geld vom Windpark. Die Maasdorfer Schleife wurde von der Erdgasleitung Opal bezahlt.

Um den Grunderwerb kümmert sich die Stiftung Naturschutzfonds, die Flächenagentur setzt die einzelnen Maßnahmen mit regionalen Planungsbüros und Firmen um.

Nachhaltig. Denn, so Birgit Groth: "Wir sind verpflichtet, uns 25 Jahre darum zu kümmern und bleiben so lange auch Ansprechpartner."

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 18.10.12 von Frau Lehmann

http://www.lr-online.de/regionen/herzberg/Kleine-Elster-wird-wieder-lebendig;art1056,3986642