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Vor allem das Gebiet um Thalberg, Theisa, Schadewitz und Hohenleipisch ist erheblich geschädigt. Der ehemals militärisch genutzte Truppenübungsplatz wird seit 2011 von der gemeinnützigen Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), dem DBU Naturerbe, treuhänderisch für nachfolgende Generationen verwaltet und unter naturschutzfachlichen Aspekten gesichert.

Neben Kiefern wurden zahlreiche stark dimensionierte Laubbäume wie Eichen und Birken entwurzelt, die auf Wege fielen. Der zuständige Revierleiter Michael Schütze vom Bundesforstbetrieb Lausitz führt gemeinsam mit einem regionalen Forstunternehmen die Aufräumarbeiten durch. "Um zügig voranzukommen, schneiden wir die umgefallenen Bäume mit schweren Holz-Erntemaschinen, wie dem Harvester, ein und legen das Holz seitlich der Wege ab. Umgeworfene oder entwurzelte Bäume können unter Spannung stehen und abgebrochene Baumkronenreste herunterfallen. Wir bitten daher die Besucher zur Vorsicht", verdeutlicht Revierleiter Schütze das Vorgehen. Das Hauptaugenmerk liege zunächst auf der Verkehrssicherung von Rad- und Wanderwegen, die aufgrund der beginnenden Sommer- und Urlaubszeit zeitnah für Besucher freigeräumt werden sollen.

Doch nicht alle umgestürzten Bäume werden auch beräumt, sagt DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers und erklärt: "Naturschutzfachlicher Schwerpunkt für die Waldbestände der DBU Naturerbefläche Prösa ist die Entwicklung naturnaher und strukturreicher Wälder. Zu solchen Wäldern gehören natürlicherweise auch Bereiche, die durch Extremwetterereignisse wie Waldbrand, Schneebruch oder auch Windwurf entstanden sind. Umgeworfene und entwurzelte Bäume werden, sofern diese nicht die Verkehrssicherheit der Fläche beeinträchtigen und es aus forstsanitären Gründen vertretbar ist, als Totholz auf der Fläche belassen." Abgestorbene Bäume würden eine Zersetzungsdynamik aufweisen, die in ihren unterschiedlichen Totholzstadien eine wichtige Lebensgrundlage für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bieten.

Zum Thema:
Die Stiftungstochter DBU aus Osnabrück verwaltet treuhänderisch für zukünftige Generationen bundesweit 70 Naturerbeflächen und sichert diese unter naturschutzfachlichen Aspekten. Insgesamt hat sie rund 69 000 Hektar vor allem ehemals militärisch genutzte Flächen vom Bund übernommen. Auf den Flächen sollen offene Lebensräume mit seltenen Arten durch Pflege bewahrt, Wälder möglichst ihrer natürlichen Entwicklung überlassen, artenarme Forste zu naturnahen Wäldern umgewandelt und Feuchtgebiete sowie Gewässer ökologisch aufgewertet oder erhalten bleiben.