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04.05.2020 09:11 Alter: 22 days

Noch nicht alle Nester besetzt


Bad Liebenwerda. Die Großthiemiger können sich zurücklehnen und freuen: Vier der fünf Storchenhorste sind mit Paaren besetzt. Bürgermeister Heiko Imhof hat persönlich nach dem Rechten gesehen.

Leicht unruhig wird dagegen Petra Wießner, Nabu-Weißstorchbetreuerin im Altkreis Bad Liebenwerda. Nach wie vor seien einige der insgesamt 41 Nester gar nicht besetzt. Dies sind Gartenstadt und Reißdamm Elsterwerda, Lausitz, Natoureum und Brennereischornstein Maasdorf, Feuerwehr Plessa, Wahrenbrück und Beutersitz. Aus Gröden (Trockenwerk und Friedhof), Koßdorf, Altbelgern und Stolzenhain habe sie noch keine Rückmeldung. Wer etwas weiß, könne sich gern melden (Telefon 035341 10213).

„Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben“, sagt sie. Die letzten Heimkehrer erwarten die Storchenfreunde in diesen ersten Mai-Tagen. Dann sei es aber höchste Zeit für die Paarung, damit die Jungen pünktlich im August ausfliegen können. Die Spätrückkehrer würden sich dann nicht selten auf ein bis zwei Junge beschränken, in die sie all ihre Kraft investieren. Bei Nahrungsmangel würden manche Altstörche gar auf den Nachwuchs verzichten. Reges Treiben herrsche teilweise bereits seit Wochen in 28 Storchenwohnungen im Altkreis Bad Liebenwerda.

Auch die beiden Störche auf dem Horst der Falkenberger Astrid-Lindgren-Grundschule brüten. Bisher hatte des Storchenpaar sich mehrfach gepaart. Am Sonntag lagen zwei Eier im Nest. Erstaunlich, hauptsächlich das Männchen sitzt auf den Eiern. Wer das Brutgeschehen der Störche live beobachten will, kann dies im Internet unter storchennest falkenberg elster, Live Cam direkt miterleben.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 4.5.20 von Manfred Feller / Dieter Lehmann