Es ist Ferienzeit. Heißt das, dass es im Naturparkhaus ruhiger ist?
Heinrich: Ganz und gar nicht. Jetzt haben wir fast täglich Besuch von Hortgruppen und aus Kindergärten. Wir hatten schon Gruppen aus Bad Liebenwerda, Wahrenbrück und Elsterwerda-Biehla. In der nächsten Woche kommen Gäste aus Lauchhammer.

Was zeigen Sie den jungen Leuten?
Heinrich: Wir erklären Zusammenhänge in der Natur, weisen auf Besonderheiten wie die Ansiedlung des Auerhuhns hin, berichten von der Teichwirtschaft und den Traditionen des Streuobstanbaus. Mitunter sind es auch ganz einfache Dinge, wenn es um Tierarten geht. Und natürlich wollen wir den jungen Leuten näher bringen, welchen Zweck ein Naturpark erfüllt. Zwei bis drei Stunden bieten wir so ein abwechslungsreiches Programm.

Dazu gibt es in den Ferien ja auch einzelne Kursangebote.
Heinrich: Unsere Spürnasenferien sind sehr beliebt und die neue Reihe Küchenzirkus muss noch bekannter werden. Da wird gekocht, geknetet und gebacken. Diese Angebote richten sich an Ferienkinder, die nicht verreisen oder an die kleinen Gäste, die zumeist bei Oma und Opa zu Besuch sind. "Alles Waffel", hieß es am Mittwoch. Am 2. August wollen wir ab 14.30 Uhr zeigen, wie Pasta selbst hergestellt wird. Der Küchenzirkus wird dankenswerterweise vom Herzberger Rotary-Club unterstützt.

Gibt es eigentlich Stammgäste Ihrer Ferienaktionen?
Heinrich: Ja. Wir haben einige zwischen sechs und elf Jahren ? in dieser Altersspanne darf man mitmachen - die seit Beginn dabei sind.

Klingt nach biologischem Nachwuchs?
Heinrich: Das ist auch so. Ein junger Mann, der als Kind diese Kurse besucht hat, studiert heute Biologie. Und meist gewinnen wir aus diesen Gruppen Helfer für Naturschutzvereine und die Naturwacht.

Mit Katrin Heinrich sprach Frank Claus.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 27.7.17 von Frank Claus

http://www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/So-manchen-fuer-den-Naturschutz-sensibilisiert;art1059,6117518,B::pic78800,4018977