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23.10.2018 10:29 Alter: 23 days

Gärtnerei Winde: „Ausgezeichnete Gärtnerei“


Agrarminister Jörg Vogelsänger (Mitte) und Dr. Klaus Henschel, Geschäftsführer des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg (r.) übergeben an Gundula, Christa und Rüdiger Winde (v.l.) die Auszeichnung. FOTO: LR / Frank Clau

Potsdam/Schönborn. Der Schönborner Familienbetrieb wird in Potsdam für seine ideenreiche Arbeit mit Kindern gewürdigt.  Von Frank Claus

Er ist Hansdampf in allen Gassen – Schönborns Gärtnermeister Rüdiger Winde. Richtig auf blüht er, wenn es darum geht, junge Leute fürs Gärtnern zu begeistern. Dazu holt er sie schon im zarten Kindesalter ab – im Kindergarten und den ersten Schuljahren. Mit einer ersten Klasse aus Schönborn hat er eine Blumenrabatte vor der Schule angelegt, die er entsprechend der Jahreszeit gestaltet. Die Kinder bringen die Knollen und Zwiebeln in die Erde, lernen, wie Stauden und Sträucher gepflanzt werden, was wie oft gegossen werden sollte.

Gemeinsam mit dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft hat er ein Kartoffelprojekt für Kindergarten-Kinder entwickelt. „Ich möchte, dass die Kinder sehen, was aus eine Knolle werden kann, wenn man sie richtig pflegt.“ Er vermittelt den Gemüseanbau, spricht über die Nützlichkeit von Insekten und Bienen und hilft, wenn eine Schule gärtnerischen Rat benötigt. Dem Gartenbauverband Berlin-Brandenburg hat diese zusätzliche Arbeit Respekt abgenötigt. Die Gärtnerei in Schönborn und das Rosengut Langerwisch bei Potsdam, das besonders pfiffige Wege gefunden hat, um Berufsnachwuchs frühzeitig an sich zu binden, sind die ersten Betriebe, die den Titel „Ausgezeichnete Gärtnerei“ tragen dürfen.

Agrarminister Jörg Vogelsänger sichert zu, den Gartenbaubetrieben den Rücken zu stärken. Helfen soll eine neue Gartenbaukonzeption, die vorbehaltlich der Zustimmung durch den Landtag, den Betrieben unter anderem Beratungsleistungen, einzelbetriebliche Förderung und Unterstützung beim Pflanzenschutz gewähren soll. Die extreme Trockenheit habe alle Gartenbaubetriebe vor erhebliche Probleme gestellt, wenngleich es keine existenzbedrohende Situation wie in Teilen der Landwirtschaft gäbe. Die Betriebe müssten jedoch beim Einbau von Bewässerungsanlagen dringend unterstützt werden. Und wie das Jahr für die Obstbauern ausgeht, ist noch nicht klar. Hohen Erträgen stehe ein Preisverfall auf dem Markt gegenüber.

In Brandenburg gibt es heute noch etwa 64 000 Kleingärtner, eine Zahl, die stetig abnehme. Auch die Anzahl kleinerer Gärtnereien gehe zurück. Dabei bleibe die bewirtschaftete Fläche durch Betriebsübernahmen noch relativ konstant.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau / EER vom 11.9.18 von F. Claus

https://www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/gaertnerei-des-jahres-winde-aus-schoenborn_aid-32855873