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< Design-Preise für Doberluger Naturpark-Erlebnisausstellung
28.11.2018 10:52 Alter: 13 days

2018 war einfach außergewöhnlich


Lars Thielemann (r.), Christian Heinrich-Jaschinski (2.v.l.), Dr. Dirk Knoche (l.) und John Rausek alias Uwe Krause mit dem prallen Apfelkorb, der die reiche Obsternte auch im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft in diesem Jahr symbolisiert. FOTO: Heike Lehmann

Doberlug-Kirchhain. Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft hat in diesem Jahr für mehrere Ausrufezeichen gesorgt. Von Heike Lehmann

Das Jahr 2018 war heiß und trocken. Sorge um den Wasserhaushalt kam auch im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft auf. Versöhnung mit den Eskapaden der Natur bot schließlich die reichhaltige Obsternte. So hat Christian Heinrich-Jaschinski, Vorsitzender vom Förderverein des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, das zu Ende gehende Jahr zusammengefasst, in dem die Akteure vom Naturpark deutliche Ausrufezeichen setzen konnten. Das machte Lars Thielemann, Chef der Naturparkverwaltung, am Mittwochabend bei der Jahrestagung in Doberlug-Kirchhain deutlich. Er betonte. „Es war ein außergewöhnliches Jahr. Wir haben viel erreicht.“

Angekommen. Herausragend war die Eröffnung der neuen Ausstellung „erlebnisREICH Naturpark“ im Schloss Doberlug am 7. April. „Eine hochmoderne Ausstellung in einem wunderschönen historischen Gebäude. Bis zum November wurden 9689 Besucher im Schloss gezählt, ohne zu unterscheiden, ob sie im Museum oder in der Naturparkausstellung waren“, so Thielemann. Die hohe Qualität der multimedialen Ausstellung unterstreiche, dass deren Gestalter vom Berliner Büro „Stories within Architecture“ dafür zwei international begehrte Designerpreise bekommen haben.

2019 wolle man im Schlossareal mit einer Bewegungslandschaft für Kinder „noch etwas Besonderes, Außergewöhnliches“ schaffen.

Beeindruckend. In höchsten Tönen schwärmte Thielemann vom diesjährigen Naturparkfest im Finsterwalder Ortsteil Sorno. „Die Sornoer haben tolle Ideen entwickelt, viele Angebote gemacht und viele Besucher angelockt.“ Gekürt wurde beim Fest die aktuelle Naturparkgemeinde Kraupa, Ortsteil von Elsterwerda. Sehr überzeugt hätte deren Präsentation die Wettbewerbsjury. Pfingsten 2019 findet in Kraupa das nächste Naturparkfest statt. Beide Dörfer seien für ihn die besten Beispiele, dass aktive Ortsteile von größeren Kommunen viel zu bieten haben. Thielemann wünscht sich, dass noch mehr Orte den Mut fassen, sich am Wettbewerb um den Titel Naturparkgemeinde zu beteiligen.

Bildend. Mit der letzten Rangertour im Dezember haben die Naturwächter monatlich eine Erlebnistour angeboten und 35 weitere Veranstaltungen organisiert. Insgesamt wurden damit 1392 Teilnehmer erreicht. Spezielle Seminare von Baumschnitt bis Baumveredlung haben mehr als 200 Interessierte wahrgenommen. Das Team vom Besucherzentrum hat allein 110 Veranstaltungen konzipiert. 24 davon richteten sich an Erwachsene und fanden 276 Teilnehmer. 86 Angebote gab es für Kinder. 1522 junge Naturfreunde sind erreicht worden.

Überregional. Auf die Fledermausnacht 2018 war sogar ein Team vom ZDF aufmerksam geworden. Juniorranger aus ganz Brandenburg haben während ihres Sommercamps in diesem Jahr von Rückersdorf aus die Niederlausitzer Heidelandschaft erkundet. „Große Unterstützung hatten wir bei der Ausrichtung dieses beeindruckenden Wochenendes vom Amt Elsterland“, betonte Thielemann.

Wirksam. Das Projekt zur Wiederansiedlung des Auerhuhns mit Fangaktionen in Schweden und Auswilderungen in Südbrandenburg hat inzwischen zu einem nennenswerten Bestand dieser seltenen Vögel geführt. „Wir liegen jetzt auf Rang vier in Deutschland“, konstatierte der Naturparkchef stolz.

Zukunftsweisend. 550 junge Bäume sind in diesem Jahr neu im Naturpark gepflanzt worden. Die FFH-Managementplanung, ein Auftrag der Europäischen Union, hat begonnen und wird bis 2020 fortgeführt. Für ausgewählte Gebiete sollen konkrete Maßnahmen vorgeschlagen werden, um die dortigen Lebensbedingungen für geschützte Tiere und Lebensräume zu verbessern und langfristig zu sichern. Für acht FFH-Gebiete wurde die Kartierung abgeschlossen.

Interessant. Aufmerksame Zuhörer fand Dr. Dirk Knoche vom Finsterwalder Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften (FIB), der „Plan Birke, forsch voran“, ein vielschichtiges Forschungsprojekt zur Gemeinen Birke mit drei Schulpartnerschaften und Bürgerbeteiligung, vorgestellt hat. Und der Komponist John Rausek, alias Uwe Krause, hat ein Projekt an der Evangelischen Grundschule Tröbitz bis zur Aufführung des von ihm komponierten Kindermusiktheaters „Schaf und Wolf“ unter anderem beim diesjährigen Apfeltag geleitet. Er schwärmte: „Der Weg dorthin war Sachkundeunterricht auf hohem Niveau.“

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 23.11.18 von Frau Lehmann

https://www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/2018-war-einfach-aussergewoehnlich_aid-34653445