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11.01.2018 07:53 Alter: 218 days

Leutnant für Sorno


Der tote Leutnant steht jetzt in Sorno – sehr zur Freude von Ortsvorsteher Marco Bergmann. FOTO: Heike Lehmann

Sorno.

Der Finsterwalder Ortsteil Sorno darf als Naturparkgemeinde 2017 das nächste Naturparkfest gestalten. Die Besucher werden dann auch vom toten Leutnant begrüßt. Seit einigen Tagen steht er am Wiegehäuschen gegenüber der Feuerwehr und stammt von Kettensägenschnitzer Roland Karl aus Dobra. Diese Sagenfigur reiht sich ein in verschiedene Holzfiguren – Mönche und Fabelwesen, alle Auftragswerke für den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Von Heike Lehmann

Cordula Schladitz vom Naturpark sagt: „Sorno hat sich angeboten als Auftakt für Sagenfiguren.“ Weitere Naturparkgemeinden könnten folgen. Die Sornoer Geschichte: In Sorno waren im Dreißigjährigen Krieg mehrere Offiziere versammelt. Sie sprachen von diesem und jenem, zuletzt kamen sie zu einer Wette, wer von ihnen um Mitternacht auf den dortigen Friedhof zum Grabe eines Freundes gehen würde. Ein blutjunger Leutnant erklärte sich bereit. Da aber die Zeit verging und der Leutnant nicht zurückkehrte, begab sich die Gesellschaft gemeinsam hin, um nach ihm auszuschauen. Aber, o Schreck, der Leutnant lag tot auf des Freundes Grab. Als man genauer hinblickte, sah man, dass er an einem Nagel hängen geblieben war. Der Leutnant glaubte, dass der Tote ihn festhielt und war vor Schreck gestorben.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 22.12.17 von Heike Lehmann

https://www.lr-online.de/lausitz/finsterwalde/leutnant-fuer-sorno_aid-6978684