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28.11.2017 15:13 Alter: 16 days

Bad Liebenwerda will Q-Stadt werden


Bad Liebenwerda will Q-Stadt werden - die ersten Vertreter von Betrieben, die mitziehen, an der Postmeilensäule auf dem Roßmarkt FOTO: Frank Claus / LR

Bad Liebenwerda. Teilnehmende Betriebe und Einrichtungen überprüfen sich in Sachen Service, Freundlichkeit, Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit selbst. Bislang gibt es eine gute Resonanz in der Kurstadt.

Qualitäts-Stadt, abgekürzt Q-Stadt, was bringt das Bad Liebenwerda? Die Antwort, die Maria Falkenberg, Referentin in der Tourismusakademie Brandenburg, darauf gibt, verblüfft im ersten Moment: „Dieses Markenzeichen ist nicht zuallererst ein Marketinginstrument.“ Betriebe und Institutionen, die sich an einer Zertifizierung beteiligen, überprüfen sich vordergründig erst einmal selbst, „geben sich eine Selbsteinschätzung in puncto Service, Freundlichkeit, Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit“, sagt die Referentin und legt nach: „Wenn Sie in Ihrer Stadt viele solcher Bereiche haben, stärken sie automatisch das Image.“

ServiceDeutschland kümmert sich also um ein innerbetriebliches Qualitätsmanagementsystem, das Teilnehmer bei konsequenter Anwendung von Mitbewerbern abheben soll. Zumeist soll mittelständischen und kleinen Betrieben geholfen werden, die Qualität ihrer Dienstleistungen zu verbessern. In den Bewerbungsunterlagen der Initiative Service-Qualität heißt es: „Alle Betriebe und Institutionen mit direktem Kunden-, Gäste-, Bürger-, Mandanten- oder Patientenkontaklt sind dabei unsere Partner.“

In Bad Liebenwerda schiebt die Tourismusinformation diese Zertifizierung an. Das Ziel: Bad Liebenwerda zur zehnten Qualitätsstadt in Brandenburg zu machen. Zur ersten Beratung haben fast 20 Unternehmen Vertreter entsandt. Das ist mehr als die geforderte Anzahl. In Städten bis 20 000 Einwohner müssen 15 Qualitäts-Betriebe zertifiziert sein. Kerstin Jahre von der Tourismusinformation: „Wir haben eine bunte Palette an Bord – die Median-Kliniken genauso wie zum Beispiel das Wonnemar, die Haus- und Grundbesitzgesellschaft, den bauspezi-Baumarkt, die Sparkasse, das Epikur-Gesundheitszentrum, das Naturparkhaus des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft, ein Steuerbüro, die Zeischaer Waldbad GmbH und städtische Einrichtungen wie Natoureum, Bibliothek, Standesamt und Regenbogenhaus.“

Denn gerade im Umgang mit Kunden gehe der Trend „wieder zu wahren Werten“, wie ServiceQualität Deutschland in seinen Publikationen feststellt. Dabei habe der Hang zu „wahren Werten“ wie Freundlichkeit, Service und Qualität seit dem Jahr 2001, da ist die Initiative ServiceQualität Deutschland ins Leben gerufen worden, deutlichen Zulauf in allen Bundesländern. Bundesweit erfolge die Zertifizierung nach einem dreistufigen System zur schrittweisen Verbesserung von Dienstleistungen und Angeboten anhand praxisorientierter Instrumente.

Maria Falkenberg verweist auf erste Ergebnisse: „Eine bessere Dienstleistung verspricht begeisterte Kunden, motivierte Mitarbeiter und zufriedene Geschäftspartner. Es zahlt sich also stets für die teilnehmenden Betriebe aus, mit ServiceQualität Deutschland die Qualität des Angebots und der betriebsinternen Abläufe weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Viele Betriebe haben die Vorteile schon erkannt und profitieren nun davon.“ Geprüfte Betriebe dürfen sich durch das Qualitätssiegel „Q“ ausweisen und setzen damit ein Zeichen, dass sie an Weiterentwicklung interessiert sind, an der Servicequalität gearbeitet haben und diese nachhaltig verfolgen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 26.11.17

https://www.lr-online.de/lausitz/elsterwerda/bad-liebenwerda-will-q-stadt-werden_aid-6878211