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Einige gelten nach Richtlinien der Europäischen Union (EU) als besonders schützenswert. Ziel der alljährlichen Winterquartierkontrolle im Naturschutzgebiet "Hohenleipisch" ist die Erfassung dieser Fledermausarten. Das erfolgte fast lückenlos seit dem Jahr 1992. Die Erfassung der Fledermäuse in 106 Bauwerken fand durch ehrenamtliche Naturschützer und Fledermauskundler unter Leitung von Maik Korreng statt, der sich in der Initiative Fledermausschutz Elbe-Elster engagiert.

Bei der Erfassung 2017 wurde die Mopsfledermaus mit 72 Tieren gezählt, gefolgt vom Braunen Langohr mit 52 Tieren, Graues Langohr mit 21 Tieren, Breitflügelfledermaus mit acht Tieren, eine Zwergfledermaus sowie drei unbestimmte Arten. Die meisten Tiere traf man einzeln an. Vier Cluster (ab zwei Tiere) wurden vorgefunden. Die am häufigsten gefundene Mopsfledermaus ist eine Waldfledermaus. Charakteristisch sind die mopsartig gedrungene Schnauze, die kleine Mundspalte sowie die nach oben hin geöffneten Nasenlöcher.

Im Flug erscheint die Mopsfledermaus so groß wie ein Sperling. Die Jagdgebiete liegen vor allem im geschlossenen Wald, auch in Feldgehölzen oder entlang von Waldrändern, Baumreihen, Feldhecken sowie Wasserläufen. Dort jagen die Tiere meist in zwei bis fünf Metern Höhe in Vegetationsnähe oder im freien Luftraum vor allem nach Kleinschmetterlingen. Als Kurzstreckenwanderer legen die Tiere bei ihren Wanderungen zwischen Sommer- und Winterquartier selten Entfernungen über 20 (max. 290) Kilometer zurück. Das bekannte Höchstalter liegt bei 18 Jahren.

Insgesamt wurden 157 Tiere (Vorjahr 131) in 69 (65) von 106 Bauwerken gefunden. Es erfolgte die Erfassung von 15 (9) beringten Mopsfledermäusen. Somit war es die erfolgreichste Winterquartierkontrolle seit Beginn der Zählung im Jahr 1992.