<figure align="left" itemtype="http://schema.org/ImageObject" itemscope="" class="articleImage gradient clearfix zoom"></figure><figcaption itemprop="description" class="articleImageCaption"></figcaption>Frauen haben daran ganz großen Anteil: Früher waren es die "Super-Mamis", die das Leben im Ort aufmischten. Weil einige von ihnen nun nicht mehr zur Kinderwagen-Fraktion oder zur Schulkinder hegenden Gemeinschaft zählen, haben die Damen geschickt ihren Namen gewandelt. "Freizeitbande" heißt die Truppe jetzt. Am Elan hat das nichts geändert. Im Gegenteil.

Ortsvorsteher Marco Bergmann (40) kommt ins Schwärmen, wenn er von den Flausen berichtet, die diese Truppe so ausheckt. Kinderfasching, Zempern, die Kür des Supertalents, Halloween. Einige der Muttis, die inzwischen nicht mehr im Ort wohnen, kommen für diese "Schaffen" sogar extra bis aus Berlin nach "Sorne" zurück.

Bianca Michling (36) ist eine von den rührigen Frauen. Sie schwärmt vom Zusammenhalt im Ort. Fast alle würden mit anpacken. 421 Einwohner zählt der Ortsteil, "und wir werden immer jünger", berichtet der Ortsvorsteher vor dem Kuratorium von zahlreichen Zuzügen. Für Bianca Michling sind das alles sofort Sornoer. Sie werden umgehend ins Gemeindeleben integriert. Da muss sich auch Karin Diecke sofort einschalten und von den legendären Zempertouren berichten, die Gäste aus dem Westen faszinieren. "Die Sornoer sind ja ein Völkchen, geben Geld, Essen und zu trinken und ihre Stuben lassen sie sich auch noch volltrampeln", habe ihr ein Gast aus dem Saarland mal voller Anerkennung zugeraunt.

<figure itemtype="http://schema.org/ImageObject" itemscope="" class="articleImage gradient clearfix zoom"></figure> <figcaption itemprop="description" class="articleImageCaption"></figcaption></figcaption><//figcaption></figure><//figure>

Kranzfahren mit dem Rad, ein rühriger Feuerwehrverein, die rüstigen Senioren, die Fußballer, die sich nun mit den Oppelhainern zusammengeschmissen haben ? allesamt beleben den Ort. Und alle lieben ihr "Waldeck" am Sportplatz. Es ist längst das Gemeindezentrum des Dorfes, das auch stark für Familienfeiern genutzt wird.

Doch die Sornoer feiern nicht nur. Gerade beschäftigen sie sich mit einem touristischen Wegeleitsystem, das sie mit ihren Nachbargemeinden, dem Naturparadies Grünhaus, dem Bergheider See und der F60 noch stärker vernetzen soll. Noch ist Grünhaus schwer zu erreichen, die Forstwirtschaft hat Wege zerfahren oder mit Reifen tötendem Schotter versehen. "Das muss wieder hergestellt werden", sagt der Ortsvorsteher. Lars Thielemann, der Leiter des Naturparks, ist angetan vom Ort und den Bemühungen, sich in die Bergbaufolgelandschaft einbinden zu wollen. "Hier gibt es einen großen Zusammenhalt. Mir scheint, noch einen Zacken schärfer als anderswo", sagt er und der Kuratoriumsvorsitzende Manfred Drews aus Plessa sieht das genauso. Marco Bergmann lobt die Unterstützung durch die Stadt Finsterwalde. Die ist so gut, dass man die im nächsten Jahr anstehende Silberhochzeit von Sorno und Finsterwalde im Dorf sogar richtig feiern will.

<figure itemtype="http://schema.org/ImageObject" itemscope="" class="articleImage gradient clearfix zoom"></figure> <figcaption itemprop="description" class="articleImageCaption"></figcaption></figcaption><//figcaption></figure><//figure>

Geprüft wird gegenwärtig der Um- oder Neubau der Feuerwehr, denn die steile Treppe hinauf ins Obergeschoss ist eine echte Gefahrenquelle. Als neuer Standort wird die Fläche neben dem Klärteich ins Spiel gebracht.

Gerade hat eine rührige Familie auf ihrem Grundstück ein Biotop mit Insektenhotel und Storchenhorst angelegt ? und siehe da, seit mehr als 30 Jahren ohne Adebar im Ort hat ein Storchenpaar das Nest angesteuert. Hoffentlich bleibt es und bringt Nachwuchs. "Dann gibt's nach Pfingsten eine Pullerparty", frohlockt einer der Einwohner. Mit dem erfolgten Neubau der Dresdner Landstraße, schnellem Internet in einem Teil des Ortes (der andere soll folgen) und regelmäßigen Busverkehr ist Sorno prima versorgt. Termin und Ort fürs Naturparkfest 2018 stehen noch nicht. Favorisiert wird der Dorfanger. Für Marco Bergmann ist Sorno aber jetzt schon "ein kleiner Rohdiamant. Umso mehr man ihn schleift, umso interessanter wird er." Aus dem Kuratorium gab's keine Widerrede.

Zum Thema:
Dobra ist Naturparkgemeinde 2016. Dort wird am 25. Juni Naturparkfest gefeiert. Die Sornoer sind fest entschlossen: "Da fahren wir in diesem Jahr hin und holen uns Anregungen." Einen Dorfbackofen wie in Dobra gibt es auch in Sorno. Das Fest mit einem Tag der offenen Höfe wie im Vorjahr in Werenzhain zu verbinden, wird gegenwärtig auch erwogen. Das Potenzial hat Sorno allemal.