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In der Muna befinden sich insgesamt 32 Rund- oder Flachkästen, in denen sich die Fledermäuse gelegentlich in Wochenstuben oder in sogenannten Paarungsquartieren einnisten. Etwa zehn verschiedene Arten konnten bereits in der Muna nachgewiesen werden. Für wissenschaftliche Zwecke werden die filigranen Tiere vorsichtig aus den Kästen geborgen, vermessen, gewogen und nach der Registratur der arten- und geschlechtsspezifischen Merkmale sowie der Beringung wieder in die Freiheit entlassen. Während einige Kästen leer waren, konnte Maik Korreng in einem der Flachkästen gleich mehrere Tiere entdecken.

Dem Fledermausforscher stehen neben klassischen Messinstrumenten, wie einer Waage, einem elektronischen Messschieber oder einem Hygrometer auch speziell für Fledermäuse entwickelte Geräte zur Verfügung. So können die Beobachter mit einem Ultraschalldetektor selbst in der Dunkelheit die Fledermausarten unterscheiden. Jede Art habe eine andere Ultraschallfrequenz, die das Gerät erkennen kann, erklärt Maik Korreng. Ebenso artenspezifische Merkmale ergeben sich durch das Vermessen des Unterarmes und des fünften Fingers der Fledermaus. An dem Durchblutungsgrad der Gelenkknochen lässt sich das Alter der Tiere bestimmen.

Am Wochenende durften die Kinder beim Beringen von Mopsfledermäusen zusehen. Männliche Tiere bekommen den Ring auf der rechten Seite, Weibchen links. Durch unterschiedliche auf das Geburtsjahr abgestimmte Farben der Ringe lassen sich die Tiere auch aus der Ferne nach Geschlecht und Alter wiedererkennen. Daneben trägt jeder Ring eine individuelle Nummer. Die Arbeit mit den empfindlichen und streng geschützten Tieren bedarf einer Sondergenehmigung.

Mit dem Erfassen, der Weitergabe, der Registratur und dem Auswerten der Fledermausdaten lassen sich immer bessere Schutzmechanismen für diese bedrohte Tierart entwickeln. Auch das haben die Kinder gelernt: Am Boden liegende Fledermäuse sollten auf keinen Fall mit bloßen Händen angefasst werden, da diese die Tollwut übertragen können.

Die bei den Registrierungsaktionen gewonnenen Daten werden an die Fledermausberingungszentrale in Dresden und an das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz weitergegeben. Neben standorttreuen Arten gibt es Fledermäuse, die Wanderungen von bis zu 1500 Kilometern quer durch Europa unternehmen. Der ehrenamtliche Naturschützer Maik Korreng betreut im Landkreis an etwa zehn Standorten bis zu 500 Fledermauskästen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 11.9.13 von Veit Rösler

http://www.lr-online.de/regionen/Den-Fledermaeusen-auf-der-Spur;art96088,4325617