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14.11.2013 08:31 Alter: 4 yrs

Spatenstich für Millionen-Investition

Am Bad Liebenwerdaer Südring entsteht modernes Gemeinschafts- und Bildungszentrum


Pfarrer Thomas Meißner (l.) und Bürgermeister Thomas Richter beim Spatenstich mit Gemeindenachwuchs.

Bad Liebenwerda In Bad Liebenwerda soll aus dem Gemeindehaus der evangelischen Kirche am Südring ein Gemeinschafts- und Bildungszentrum entstehen. 1,5 Millionen Euro werden ausgegeben, davon 600 000 Euro Förderung. Am gestrigen Dienstag wurde der erste Spatenstich vollzogen. </header><//header>

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"Als die Bläser mit Proben begannen, riss die Wolkendecke auf, die Sonne kam heraus. Wenn das kein gutes Zeichen ist", sagt Thomas Meißner, Pfarrer der evangelischen Kirchgemeinde, zu Beginn seiner Rede. Schon einige dunkle Wolken musste seine Gemeinde überm Bauprojekt am Südring vertreiben. "Ohne die Unterstützung der Stadt wäre das Gemeinschaftszentrum nicht möglich", betont er. 1,5 Millionen Euro soll das neue Herz der Gemeinde kosten ? ohne Fördermittel ein Luftschloss. Die Stadt habe unermüdlich Fördermöglichkeiten gesucht und Anträge gestellt.

"986 190,23 Euro stellt die Kirche, finanziert aus Mitteln des Kirchkreises, der Landeskirche und aus Spenden, für dieses Vorhaben zur Verfügung", sagt Meißner. Letztendlich kam auch der Bescheid für Fördermittel. "Wir haben lange gebangt und überlegt, wie wir Mittel bekommen. Aber was lange währt, wird endlich gut. Das Projekt wird aus dem Leader-Programm der EU mit Zuwendungen von fast 600 000 Euro unterstützt", sagt Bürgermeister Thomas Richter (CDU).

Im Gegenzug öffnet sich das Haus für alle ? was Pfarrer Meißner offenbar gerne macht. "Wir freuen uns, dass der Nutzerkreis größer wird." Unter anderem sollen Posaunenchor, Naturparkhaus und Big Band, Kita und Schule Wirkungsstätten finden. "Musiktherapeutische Angebote wird es geben. Das Haus wird für private Feiern offenstehen. Senioren und Kurgäste haben Zugang", zählt der Pfarrer auf. "Wir haben keinen Luxus, keine goldene Badewanne geplant." Funktionalität stehe im Mittelpunkt. Ein in drei Segmente teilbarer Saal entstehe mit Bühne, Orgel sowie barrierefreier Küche und WCs. Im alten Gebäude seien Gruppenräume vorgesehen. Pfarrer Meißner: "Neu ist ein größeres Foyer, das Raum für Begegnungen und den barrierefreien Zugang ermöglichen."

Richter sieht nicht nur eine Chance für die Kirchgemeinde. "Für die Kurort-Entwicklung ist auch dieses Zentrum von großer Bedeutung." Das sehen die Entscheider des ILE/Leader-Programms genauso. In der Begründung zum Antrag heißt es: "Durch die Vernetzung mit anderen öffentlichen und privaten Akteuren, wie der Kreismusikschule Gebrüder Graun, dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft und den Kliniken, sowie dem zivilgesellschaftlichen Engagement der Kirchenmitglieder und verschiedener Vereine kann das Angebot breiter gefächert werden." Bauliche Strukturen geben Flexibilität. Angebote seien kostenfrei. Perspektiven künstlerisch-intellektueller Betätigung sind gegeben - Begegnung ohne Rücksicht auf Konfession, Alter oder sozialen Hintergrund. Die Gemeinde steht hinter dem Projekt. Das beweisen 73 212 Euro Spenden, die über Jahre gesammelt wurden, darunter von 300 namentlich bekannten Bürgern. Bis Weihnachten wird der Anbau des Gemeindehauses abgerissen.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 14.11.13 von Frau Karl

http://www.lr-online.de/regionen/elsterwerda/Spatenstich-fuer-Millionen-Investition;art1059,4390098