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Unsichtbar lauert der Räuber am Grund seines kreisrunden Trichters im Sand. Die Beute, die in den Trichter fällt, wird nach unten gezogen und verschwindet. Eine Ameise ist in die Falle des Ameisenlöwen getappt, einer Larve der libellenähnlichen Ameisenjungfer.

Fasziniert beobachten die Teilnehmer der Wanderung durch das Naturparadies Grünhaus das Schauspiel. "Ohne Ihren Hinweis hätten wir den Trichter glatt übersehen", meint Barbara Geidel, die mit ihrem Mann aus Doberlug-Kirchhain gekommen ist, zur Gästeführerin. Der Enkel wegen aus Sachsen nach Brandenburg gezogen, besichtigt die Naturfreundin erstmals den ehemaligen Tagebau, auf dessen kargen Böden jetzt Blumen wie das lilafarbene Bergsandknöpfchen und die violett leuchtende Heidenelke blühen.

Zunächst heißt es für die kleine Gruppe, die Anfahrt auf schlaglochübersäten Wegen entlang des Bergheider Sees an der F60 zu meistern. Am Ausgangspunkt der Wanderung genießen dann alle den Ausblick auf die einzigartige Landschaft, die seit 2003 im Besitz der Nabu-Stiftung Nationales Naturerbe ist. Hier wird auch die Größe des Naturparadies Grünhaus spürbar; mit zwanzig Quadratkilometern ist das Gebiet eines der größten privaten Naturschutzprojekte in Deutschland.

Auf ihrem Streifzug durch die ungestörte Natur belauschen die Besucher seltene Vogelarten wie Grauammer und Heidelerche, die hier ideale Brutbedingungen finden. Querfeldein geht es zu einem Kleingewässer, wo sich zahlreiche Kaulquappen tummeln. Im sumpfigen Boden erweisen sich robuste Schuhe als nützlich, aber alle Füße bleiben trocken. Ein grün-schwarz gestreifter Teichfrosch präsentiert sich minutenlang farbenprächtig an der Wasseroberfläche.

"Es tut richtig gut, eine so ausgedehnte Fläche zu durchwandern, ohne auf Straßen oder Gebäude zu stoßen", stellt Veronika Hubert aus Klingmühl abschließend fest.