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Für den vogelkundlichen Laien erscheinen die beiden Jungvögel bereits erwachsen. Und genauso scheu, wie ihrer sensiblen Art immer wieder bescheinigt wird. Selbst erst am 6. oder 7. Juni den Eiern entwichen, werden sie jetzt sprichwörtlich wie rohe Eier behandelt.

Falko Göbert und Torsten Pawlack beköstigen die zwei mit vielem, was das Gourmet-Restaurant namens Natur hergibt. Körnernahrung ist tabu. Schließlich sollen die zwei nahtlos in das parallel laufende Auerhuhn-Wiederansiedlungsprojekt in der Bad Liebenwerdaer und Rochauer Heide aufgenommen, sprich in wenigen Wochen ausgewildert werden.

 

Um nach der Born-to-be-free-Methode von Dr. Andrzej Krzywinski in der Aufzuchtstation im polnischen Kadzidlo die Auerhuhn-Familie in der Lausitz zu stärken, sollen die Jungvögel auf keinen Fall an den Menschen gewöhnt, sondern ganz natürlich auf ihre Entlassung in die Freiheit vorbereitet werden. Deshalb ist fernab des Schaugeheges in der Auffangstation, wo derzeit zwei Hähne zu sehen sind, eine geschützte Voliere aufgebaut worden. Hier ist die Henne mit ihrem Nachwuchs untergebracht. Zur besonderen Freude der Akteure im Auerhuhn-Projekt ist eines der Jungtiere ein Hahn. Dass ihre Eltern zu Schauzwecken von einem Züchter aus Döbeln geholt worden waren, stehe im Einklang mit dem Anliegen, die Greifvogelstation als ein Zentrum der Waldpädagogik weiterzuentwickeln, hebt Uwe Lewandowski, Leiter der Oberförsterei Hohenleipisch im Landesbetrieb Forst Brandenburg, hervor. Eng arbeite man dabei mit allen Akteuren im Wiederansiedlungsprojekt zusammen. Nach dreijähriger Pilotphase soll jetzt das Wappentier des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft wieder in seinem einstigen Revier heimisch werden.

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Lars Thielemann, Leiter der Naturparkverwaltung und der AG Auerhuhn, lobt den Beitrag der Forst für die Öffentlichkeitsarbeit als ?extrem wichtig?. Eine professionelle Zuchtstation aufzubauen, werde jedoch nicht verfolgt. Strategie im Lausitzer Projekt ist es, Wildfänge aus Schweden auszusetzen und von ihnen bereits im Reisegepäck mitgebrachten Nachwuchs in der polnischen Station ausbrüten zu lassen. Am gestrigen Mittwoch war Lars Thielemann auf dem Weg dorthin, um ein im Mai aus Schweden mitgebrachtes Muttertier und sechs inzwischen ausgebrütete Jungtiere von dort abzuholen. Im Herbst ist eine weitere Fangaktion in Schweden geplant. Die Erfahrungen, die jetzt gleichzeitig in Oppelhain gesammelt würden, seien dennoch ausgesprochen wertvoll für den Umgang mit der sensiblen Tierart.

Kommentar: Ein Vogel als Herzenssache

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 27.8.15 von Frau Böttcher

http://www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Auerhuhn-Kueken-in-Oppelhain;art1059,5132973