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Die Sieger-Naturparkgemeinde 2016, Ausrichter des Naturparkfestes, ist ein schmuckes Dorf. Ganz große Generalreparaturen sind nicht mehr nötig, Dobra zieht nur noch den "Lidstrich" nach.

Am vergangenen Sonnabend sind etwa 20 Leute beim Dorfputz auf den Beinen. Geputzt wird an der Kirche, am Friedhof und am neuen Erholungspunkt im Dorf, der "Auszeit am Dorfanger". Fit gemacht wird damit ein Platz, der in früheren Jahren bereits einer war, wo man sich zum Schwatzen traf. Heiko Naumann pflastert eine kleine Fläche, worauf drei Sessel aus Drahtgeflecht Platz bekommen. Ein Barfußweg umschließt die Pflanzfläche. Die Begrenzung aus Baumstämmen hat Gerd Manig gezimmert. Noch fehlt es an einem Einstieg in den Mühlgraben, passend zum kneippschen Kurkonzept. Ortsvorsteherin Gudrun Heide bleibt aber zuversichtlich, hofft irgendwann auf die drei Stufen ins kühle Nass. Sybille Jakober sorgt für den passenden Pflanzplan, die Technik und die regionalen Gewächse.

Während die einen ihrem wohlverdienten Feierabend entgegensehen, zieht Bäckermeister Paul Müller die ersten Brote aus dem Backofen. Auf dem Hof der Ortsvorsteherin gibt es einen funktionierenden Holzbackofen. Die Familie schätzt, dass er mehr als achtzig Jahre alt ist. Nach einem ersten Treffen mit Familie Heide war der Bäckermeister gleich begeistert von der Idee, zum Naturparkfest zu kneten und zu backen.

Am Samstag dann der erste größere Testlauf. Während die ersten Roggenmischbrote aus Sauerteig im Ofen verweilen, wiegt Paul Müller alle Zutaten für Kirsch-Hefekuchen mit Streuseln ab. Waage und Mixer gehören in das Equipment des Bäckermeisters, sie sind robust und für große Mengen geeignet. Aus der eigenen Feder stammen auch die Rezepte des 29jährigen Rückersdorfers, der sich selbst als bekennender Stollenbäcker bezeichnet. Während seiner Lehrzeit habe er den Umgang mit den Rohstoffen schätzen gelernt, lässt der junge Mann wissen. Die Liebe zum Beruf sei mit den Jahren gewachsen, der Meisterabschluss die logische Folge.

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"Im Teig ist Leben", lässt der Meister wissen und meint weiter: "Je länger der Teig geht, je besser wird sein Aroma." Zwischen Zutaten abwiegen, Bäckerweisheiten formulieren und der Weitergabe von Informationen zu den Zutaten erfährt man, dass das Herz des jungen Mannes an der Heimat und der Familie hängt.

Pizza, Zuckerkuchen und Holzofenbrot wird es auch zum Naturparkfest geben. Helfend wird dem Bäckermeister Friedrich Raum zur Seite stehen, wie schon bei der Generalprobe am vergangenen Samstag. "Es hat lecker geschmeckt!", das ist das größte Lob für den jungen Bäckermeister, der nichts mehr liebt, als sich auszuprobieren.

Zum Naturparkfest wartet Dobra mit einer großen Händlermeile mit viel Handwerk, Kultur und kulinarischen Genüssen auf.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 11.04.17 von Frau Claus

http://www.lr-online.de/regionen/elbe-elster/elsterwerda/Leckeres-Brot-zum-Naturparkfest;art1059,5935491,B::pic78814,3933486