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21.11.2019 13:42 Alter: 19 days

Storchenhorst in Plessa reparaiert

Tierschutz - Nach dem Absturz des Nestes hat Adebar auf dem Mast am Stall dank vieler Helfer ein neues Zuhause erhalten.


Foto: Dank des Spezialfahrzeuges konnte auch der Ersatzhorst der Störche auf einem Schornstein beräumt werden.

Plessa. Seit dem Jahr 1997 nimmt die Weißstorchbeauftragte Petra Wießner die Nester der Region immer mal wieder in Augenschein, so auch jenen in Plessa. Dieser wird von den Störchen seit 2002 genutzt. Aber erst in diesem Jahr ist darin erfolgreich gebrütet worden. Zwei Jungstörche sind ausgeflogen, informiert Cordula Schladitz vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft. Leider stürzte dann der Horst im August ab. Unlängst wurde mit dem Aufbau eines neuen Horstes den Störchen sozusagen „unter die Flügel gegriffen“.

Wenn man weiß, dass ein Storchenhorst bis zu zwei Tonnen schwer werden kann, dann ist es nicht verwunderlich, wenn der Mast beziehungsweise die Unterlage irgendwann der Last nicht mehr gewachsen ist. Genau das ist in diesem Jahr in Plessa am Stall passiert. Der Horst brach herunter. Das hölzerne Wagenrad auf dem Betonmast war durchgefault. Zum Glück sind die beiden Jungstörche schon flügge gewesen, so Cordula Schladitz. Die Altstörche wussten sich zu helfen und bauten einen Ersatzhorst auf dem nahe gelegenen Schornstein. Dort verbrachte die Adebarfamilie bis zu ihrer Abreise in wärmere Regionen, am 18. August, die Nächte.

Nun war es für Petra Wießner von der Naturwacht Brandenburg an der Zeit, die neue Nistunterlage und deren Finanzierung sowie eine Hebebühne zu organisieren. Im Nabu-Storchenzentrum Vetschau stehen für solche Fälle fertige, verzinkte Unterlagen mit Stützen bereit. Hinzu kommt noch ein Weidenkorb, damit sich die Störche gleich ins gemachte Nest setzen können.

Die Bezahlung wurde durch das Landesamt für Umwelt übernommen. Mit der enviaM, dem regionalen Stromversorger, konnte dann auch ein Termin zum Aufbau des neuen Horstes gefunden werden. Die Kosten für den Einsatz übernahm der Versorger.

Professionell wurde das Nest auf dem Betonmast befestigt. Bundesfreiwillige der Naturparkverwaltung halfen dabei. Anschließend konnten die Mitarbeiter dank der Hebebühne auch noch den Schornstein von Ästen und Zweigen beräumen, sodass darunter wieder problemlos geheizt werden kann.

Auszug aus der Lausitzer Rundschau vom 16.11.19 von Manfred Feller